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Schultrojaner vs. frei verfügbare Bildungsinhalte (OER) für die Schule

Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Eine Software soll ab nächstem Jahr Schulcomputer durchforsten und prüfen, ob Lehrkräfte illegale Kopien von Lehrbüchern speichern. Datenschützer laufen Sturm wegen des "Schultrojaners" (cf. http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,8365122,00.html). Viele Lehrer fordern darum jetzt mehr offene Inhalte (OER) im Netz. Kann User generated content für die Schule in angemessener Qualität und Umfang, z.B. unter der cc-by-sa Lizenz, frei verfügbar gemacht werden? Was gibt es bereits an guten Projekten? Was fehlt noch? In welche Richtung sollte die Entwicklung gehen? In der Session sollen konstruktive Lösungvorschläge entwickelt werden, z.B. die Idee von einem  "zentralen Verzeichnis freier Inhalte im Bildungswesen" weitergedacht werden (vgl. dazu den Beitrag von Martin Kurz auf https://widerspiegel.wordpress.com/2011/10/31/freie-inhalte-im-bildungswesen-statt-kampf-mit-einem-schultrojaner/). Großartig fände ich es, wenn all diejenigen, die sich bereits im Web dazu geäußert haben, diese Session mitgestalten würden... und ggf. ein konkretes Projekt daraus erwächst.

Freue mich auf diese Diskussion!!!
LG
Christian

Beitrag wurde am 06.11.2011 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Das Thema OER hat sich beim letzten Treffen im September auch die Ohu “Digitale Integration & Medienkompetenz” des Co:llaboratory vorgenommen. Da wird es bis zum #ecbi11 wohl keine Ergebnisse geben, aber ich würde gerne dabei sein. (Bin allerdings nur am Sonntag anwesend.)

Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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einverstanden! zu sprechen ist auch darüber, was mit "user generierten inhalten" bzw mit lermaterial eigentlich gemeint ist. denn das netz ist ja schon voll von sog. content, der sekündlich wächst. gemeint ist wohl: extra fürs lernen bearbeitete information, wie wir das eben aus schulbüchern u arbeitsbögen kennen, bzw aus lehrgangsmaterial aus der weiterbildungsindustrie. die frage, wie sich lernen im digit zeitalter verändert, darf sich jedoch nicht mit der digitalisierung der lernmaterialien der form buchgesellschaft begnügen: "didaktisch reduzierte" information aus dem angebot der (angeblich) nicht lernenden umwelt, angereichert mit aufgaben und anleitungsfragen. wird diese didaktische zurichtung von realität überhaupt noch fürs lernen im digit zeitalter gebraucht? ist diese komplexitätsreduktion durch den kopf einerlehrperson bzw lehinstitution überhaupt nötig -wenn ja, wo u warum? ist sie vllt im gegenteil sogar kontraproduktiv, weil bevormundend im alten lehr-lern-paradigma? ganz neuer legitimationsdruck stellt sich ein mit dem lernen unter digitalen bedingungen. eine weitere frage: die schulbücher waren zum größten teil am grünen tisch zusammengestelltes material mit betriebsanweisung. wo ist die reflektierte gute praxis von kollegen? nicht in den Lehrgangs-Lehrbüchern.
Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Ich habe mal im Blog versucht, ein paar Zusammenhänge darzustellen: http://dialoge.info/b2/index.php/urheberrecht-eskalation-der-debatte
Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Lisa Rosa:
zu sprechen ist auch darüber, was mit "user generierten inhalten" bzw mit lermaterial eigentlich gemeint ist. denn das netz ist ja schon voll von sog. content, der sekündlich wächst. gemeint ist wohl: extra fürs lernen bearbeitete information, wie wir das eben aus schulbüchern u arbeitsbögen kennen, bzw aus lehrgangsmaterial aus der weiterbildungsindustrie. die frage, wie sich lernen im digit zeitalter verändert, darf sich jedoch nicht mit der digitalisierung der lernmaterialien der form buchgesellschaft begnügen: "didaktisch reduzierte" information aus dem angebot der (angeblich) nicht lernenden umwelt, angereichert mit aufgaben und anleitungsfragen. wird diese didaktische zurichtung von realität überhaupt noch fürs lernen im digit zeitalter gebraucht? ist diese komplexitätsreduktion durch den kopf einerlehrperson bzw lehinstitution überhaupt nötig -wenn ja, wo u warum? ist sie vllt im gegenteil sogar kontraproduktiv, weil bevormundend im alten lehr-lern-paradigma? ganz neuer legitimationsdruck stellt sich ein mit dem lernen unter digitalen bedingungen. eine weitere frage: die schulbücher waren zum größten teil am grünen tisch zusammengestelltes material mit betriebsanweisung. wo ist die reflektierte gute praxis von kollegen? nicht in den Lehrgangs-Lehrbüchern.

Liebe Lisa, liebe alle,

ich finde, dass diese Überlegungen von Lisa Rosa die Grundlage für eine gesonderte Session blden sollten - und bin bereit, diese mit vorzubereiten / zu leiten/moderieren. Mich beschäftigt das Thema OER zunehmend und eben auch unabhängig vom Schultrojaner.

Und gerade diese Frage, was das für Open Content (auch Open Educational Ressources genannt) sein soll, der - wie es ja auch Gunter Dueck zurzeit überal fordert - über das Internet frei zugänglich gemacht werden sollte, gilt es zu diskutieren:

  • Geht es nur um das "reine" Wissen oder bereits die didaktische "Aufbereitung"? Geht es also um OER, die ein angeleitetes Selbststudium ermöglichen sollen?
  • Geht es dabei immer nur um kleinere Wissenseinheiten (à la Wikipedia usw.) oder auch um komplette Curriculae, die auf umfangreiche Prüfungen wie IHK-Prüfungen usw. forbereiten?
  • Welche Rolle sollen vermittelnde Personen (Lehrer, Trainer usw.) im Kontext von OER noch spielen?

Wollen wir dafür einen eigenen Session Thread eröffnen?

Viele Grüße

Dörte

Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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+1 zu Dörtes Vorschlag, dies unabhängig von Trojanern und Co zu behandeln.

Aus meiner Sicht braucht es alle Formen:

  • didaktische Szenarien für Lernsituationen mit user generated Content. Da der Content im Lernprozess entsteht, braucht es dafür einen strukturierten Rahmen und 'Startpunkte'
  • Fertiggerichte als komplette Kurse, die ein Lehrender 1:1 übernehmen kann oder individuell anpasst. Daher sind WBTs meist ungeeignet, da nicht mehr anpassbar.
  • Ressourcen als Bruchsteinhaufen zum neu zusammen puzzeln. Wobei man diese auch aus den Fertiggerichten extrahieren kann.
Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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Nur um einem Missverständnis vorzubeugen: ich hatte diese Session nicht angeregt, um über den Schultrojaner zu lamentieren. Er ist nur der Aufhänger bzw. der Aufreger, der dem Thema Open Content neue Bedeutung verleiht. Die vorangegangenen Beiträge in diesem Thread zeigen sehr gut die Bandbreite und Facetten, unter denen dieses Thema betrachtet werden kann. Warum es dazu jetzt noch einen neuen Thread geben soll, leuchtet mir ehrlich gesagt nicht ganz ein...

LG

Christian

Beitrag verlinken am 06.11.2011 geschrieben
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@Lisa und Dörte: Wenn man zusammen arbeiten will, noch mehr aber, wenn man eine Gemeinschaftsarbeit im Sinne von forschendem Lernen und Wissensaufbau leisten will, muss man sich über die Arbeitsweise verständigen. 

Dafür lässt sich aus Erfahrungen anderer viel lernen. 

Forschendes Lernen muss sinnvoll angeleitet sein. Das können Lehrende m.E. nicht für 10, 12 Lerngruppen stets neu erarbeiten. Dafür müssen recht präzise Anregungen vorliegen.

Beitrag verlinken am 08.11.2011 geschrieben
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Beitrag wurde am am 14.11.2011 vom Verfasser gelöscht
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