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(Datenschutz-)Rechtliche Aspekte beim E ...

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am 29.04.2009 geschrieben am 29.04.2009 geschrieben

@Christian: Rauschen ist für mich die Duplizierung von Inhalten wenn damit kein Mehrwert verbunden ist. Ein Zitat in Verbindung mit einer Meinungsäußerung oder einer Weiterführung des Themas oder das systematische In-Beziehung-Setzen verschiedener Quellen ist etwas Neues.

Als Rauschen empfinde ich z.B. wenn die öffentlichen Social Bookmarking Einträge auch noch automatisch getwittert werden. Ich halte das schlicht für überflüssig. Wenn ich die Bookmark Einträge von jemanden verfolgen will werde ich diese beobachten.
Ich verfolge z.B. jemanden auf Twitter, der tatsächlich 40-50 solcher Postings täglich produziert. In der Flut dieser Beiträge gehen für mich dann die echten Diskussionsbeiträge wie in einem Rauschen der relevante Inhalt unter.

Man kann so etwas übrigens sicher noch steigern. Klaus Eck, PR-Blogger, hat kürzlich auf verschiedene Dienste im Bereich Social Networks hingewiesen. Da gibt es jetzt die Möglichkeit sich gegen Gebühr zu registrieren und automatisch in allen - auch neu entstehenden - Diensten mit seinem Namen, seiner Produktmarke registrieren zu lassen. Da fehlt jetzt nur noch, dass man mit einem Posting dies überall verbreiten kann. Was auf der einen Seite als praktisch erscheinen mag, ist auf der anderen Seite eine völlige Pervertierung des Begriff 'Social'.

@Gunther
Ich würde die Forderung nach einem anderen Impressumsrecht für die öffentliche Verwaltung nicht tragen. Erstmals muss auch die Webseite der Uni eine ladungsfähige verantwortliche Person und die muss persönliche genannt sein, ausweisen. Aus historischen Gründen würde ich hier auch keine Ausnahme für öffentliche Einrichtungen treffen wollen.
Wer sich in der Öffentlichkeit äußert und volljährig ist, muss auch für die Konsequenzen einstehen. Das gilt für Urheberrechtsverletzungen und genauso für Straftaten. Es kann hier keine Situation geben in der ggfs. von einer Verfolgung abgesehen wird.
Eine pauschale Unterstellung aller studentischen Beiträge unter die Verantwortung eines V.i.s.d.P (Verantwortlichen im Sinne der Medien und Pressegesetze) der Hochschule kann es nicht geben, da diese Person, die Verantwortung ohne Kenntnis der Beiträge nicht tragen kann.
Im Bildungsbereich gibt es Ausnahmeregelungen (Bildungsprivileg) beim Urheberrecht. Dies gilt jedoch für den internen Kreis der Teilnehmer und nicht die globale Öffentlichkeit.
Würde man der Argumentation folgen, käme man schnell an den Punkt, dass unter dem Mantel der Lehrveranstaltung auch andere gesetzliche Regeln aussetzen könnte. Ich fände das problematisch.

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am 29.04.2009 geschrieben am 29.04.2009 geschrieben

"Gunther Kreuzberger":

Hier noch ein Link auf meinen Blog, wo ich einen tatsächlich aufgetretenen Fall von Urheberrechtsverletzung im Rahmen unseres E-Portfolio-Einsatzes beschrieben habe.: http://koelibri.edublogs.org/2009/04/20/urheberrecht-und-e-portfolios/


@Gunther
So wie ich das rauslese, mussten die Studenten im Rahmen der Lehre einen Blog führen. Im Rahmen dessen haben sie ein Bild veröffentlicht, wo sie keine Rechte für hatten. Und als dann die Klage kam hat die Universität sie im Regen stehen lassen? Wenn das so gewesen sein sollte, halte ich das Verhalten für nicht tragbar. Ich weiß zwar, das die Rechtslage an dieser Stelle nicht einfach zu durchschauen ist, aber nur wegen einem fehlenden Hinweis im Impressum sämtliche Unterstützung als Universität zu unterlasse, obwohl der Blog im Rahmen des Unterrichts erstellt und betrieben wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Natürlich müssen auch Studenten lernen, mit den Gesetzen des Urheberrechts umzugehen, aber ein Hinweis auf freie Bilddatenbanken die wohlmöglich auch noch unter CC stehen, wäre vom Dozenten bei der Planung sehr hilfreich gewesen.

am 29.04.2009 von Ruben Schmidtmann bearbeitet.

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am 01.05.2009 geschrieben am 01.05.2009 geschrieben

@Ralf Ok, ich kann verstehen, dass das doppelt und dreifache Posten von Links an verschiedenen Stellen als Rauschen empfunden werden kann (auch wenn ich das nicht so sehe. Ich nenne es eher "Redundanz" und halte es für positiv, insofern es sich nicht um Spam oder Werbung handelt). Aber da die Studenten bei mir und vermutlich auch bei Gunther so was mit ihren Blogs nicht machen, ist das im Kontext dieses Threads ja irrelevant.

@Gunther Ich machs immer so: Ich lese die Beiträge der Studenten täglich. Falls irgendwas kritisches passiert (fremdes Bild eingebunden o.ä.), dann kontaktiere ich die Studenten sofort und erläutere ihnen den Sachverhalt und lege ihnen stark an Herz, das Bild wieder rauszunehmen. Ich glaube, als Dozent muss man an dieser Stelle einfach extrem intensiv mitlesen, aufpassen und ggf. reagieren. Dann kann man vermutlich die schlimmsten Probleme umgehen.

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am 01.05.2009 geschrieben am 01.05.2009 geschrieben

Jetzt muss ich mal dumm fragen:

Was meint Ihr mit "rauschen"?

Wissenschaftlich oder Umgangssprachlich?

Würd mir echt helfen, weil mich das Wissenschaftlich interessiert!

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am 01.05.2009 geschrieben am 01.05.2009 geschrieben

@Michael

Ich mache einen Unterschied zwischen Rauschen und Redundanz.

Vor ein paar Jahren - ich weiß wirklich nicht mehr wo - habe ich den Begriff Rauschen im Internet gelesen. Er beschrieb die unveränderte Wiederholung des Gleichen an vielen Stellen. Herkunft, Quellen, Relevantes und Irrelevantes wird damit unklar. Suchergebnisse werden immer problematischer, da sie nicht differenzieren können nach Relevanzkriterien.
Das einfache erneute Wiederholen andernorts bereits formulierter Dinge bringt nicht wirklich einen Mehrwert, es erhöht jedoch die Suchaufwendungen.

Den Begriff Rauschen kenne ich aus den Zeiten des analogen Rundfunks, wo es durch Überlagerungen und atmosphärischen Einflüssen zu Störquellen kommt, die bei mangelnder Trennschärfe der Empfänger dazu führt, dass mehrere/viele Quellen zugleich wiedergegeben werden und das relevante (z.B. der Radiosender) nicht oder nur schlecht gehört werden kann und damit das Vergnügen des Hörens beeinträchtigt wird.

Redundanz ist für mich etwas anderes. Als Redundanz bezeichne ich die Wiederholung im gleichen Kontext. Das kann pädagogisch-didaktisch sinnvoll (wiederholen in unterschiedlicher Weise zur Vertiefung oder um unterschiedliche Wahrnehmungskanäle anzusprechen) oder nervig sein (Papa, das sagst du mir jetzt innerhalb von fünf Minuten zum fünften mal, traust du mir nicht [Kind zu Vater]) sein.

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am 01.05.2009 geschrieben am 01.05.2009 geschrieben

Wie gesagt: Das diese Form des Rauschens beim Bloggen in unseren Lehrveranstaltungen eigentlich nicht vorkommt, ist es auch in diesem Kontext wurscht. (Ich möchte nur nochmal daran erinnern, weil es ja als Gegenargument für öffentliches Bloggen in Lehrveranstaltungen angeführt wurde).

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