Marcel Kirchner:
Und an alle:
Was meint Ihr dazu?
Sind wir in unserem Selbstverständnis noch zu harmlos, zu vorsichtig?
Messen wir dem Internet als solches zu wenig Bedeutung bei?
Wie könnten wir das Selbstverständnis zusammen anpassen?
Und an alle:
Was meint Ihr dazu?
Sind wir in unserem Selbstverständnis noch zu harmlos, zu vorsichtig?
Messen wir dem Internet als solches zu wenig Bedeutung bei?
Wie könnten wir das Selbstverständnis zusammen anpassen?
Ich habe "weiter vorne" in der Diskussion folgendes geschrieben und möchte es nochmal einbringen:
>> Brauchen jetzt eigentlich alle, die etwas bewegen wollen ein Manifest? Waren die 10 Gebote auch ein Manifest? Ertrinken wir bald in Manifesten? <<
Ich persönlich habe mich in meinem Lebensverständnis (und -handlung) dafür entschieden, mir keine Manifeste "aufzuerlegen". Warum?
Weil ich mich nicht auf einen Plan reduzieren möchte bzw. mich von selbigem einengen lassen. Wenn etwas gut ist, dann bin ich dabei, wenn es sich nicht gut anfühlt, dann nicht! - Da kann kein tolles Manifest dieser Welt etwas daran ändern...
Heinz von Foerster beschreibt das sehr gut im Zusammenhang mit Ethik** (Austauschbar mit Manifest):
(...) "Denn in dem Moment, wo ich anfange über Ethik zu sprechen, in dem Sinne, was Ethik ist und was sie soll et cetera et cetera, rutscht die ganze Diskussion in das Moralisieren ab. Dann fange ich damit an, was man tun darf, was man nicht tun darf, über was man sprechen darf, über was man nicht sprechen darf et cetera et cetera."
Von daher sind Manifeste sehr nett zum Reflektieren: Wo stehe ich gerade, wo möchte ich hin, was ist mir wichtig, wie möchte ich mich in dieser Welt bewegen etc.
Im nächsten Moment kann ich es aber nicht mehr brauchen, denn ich gehe ja weiter und das Manifest bleibt stehen....
**HvF, Monika Bröcker: "Teil der Welt", Carl Auer
http://www.amazon.de/Teil-Welt-Fraktale-einer-Foersters/dp/3896705571/ref=sr_1_15?ie=UTF8&s=books&qid=1263654360&sr=8-15
Beitrag wurde am 16.01.2010 vom Verfasser bearbeitet





