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Das EduCamp-Manifest ist da!

AutorBeitrag

am 18.01.2010 geschrieben am 18.01.2010 geschrieben

@Alexander
(Nur zur Erinnerung): sehe ich auch so wie du!:-)) Das habe ich auch damals in Berlin in der entsprechenden Gruppe mitgeteilt. Ich glaube, du warst auch in dieser Gruppe.

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am 20.01.2010 geschrieben am 20.01.2010 geschrieben

Wenn die educamper-community bloß die zufällige zusammensetzung von teilnehmern an einem speziellen veranstaltungsformat "educamp" wäre, dann wäre ein manifest absolut lächerlich und eine selbstverständnis-diskussion überflüssig bis dysfunktional. andererseits ist das alte tagungs- und kongressformat mit keynotes und "workshops" genannten veranstaltungen, in denen weitere vorträge - wenn es gut läuft diskutiert - meistens nur in einigen minuten mit "verständnisfragen" angereichert werden, ja ein "kind" des belehrenden wissenschaftsbetriebs der gutenberggalaxis. insofern steckt doch hinter dem barcamp-format ein ganzer horizont an neuem verständnis von lernen und forschen in einer neuen zeit. diesen horizont in den blick zu nehmen, zu beschreiben, zu definieren und seine grenzen zu ziehen ist nicht nur formale beschreibung für "neulinge", wie eine solche veranstaltung abläuft, sondern gleichzeitig auch die diskussion und formulierung dieses neuen lernverständnisses. wenn die educamper-community sich darüber keine gedanken machen will, dann verpasst sie ja ihren ureigenen gegenstand.

ich verstehe allerdings andererseits die aversionen gegen eine selbstverständnis-diskussion so, dass man sich nicht auf ein BESTIMMTES exklusives verständnis, das theoretisch ausformuliert wird, festlegen will. und schon gar nicht auf normative setzungen, WOFÜR die community "kämpfen" sollte. das finde ich sehr richtig! denn in der jetzigen phase müssen unbedingt viele ideen und konzepte (verständnisse/begriffe) platz haben, also eben ein ganzer horizont derselben. dieser horizont wird jedoch nicht eingeengt durch eine diskussion, die darum vermieden werden müsste! eingeengt wird er nur, wenn das selbstverständnis zu eng und zu konkretistisch formuliert würde. hier ist außerdem wirklich der weg das ziel (sonst ja nicht): das bedürfnis, ein gemeinsames verständnis zu formulieren triggert eine wirkungsvolle und ertragreiche ernsthafte auseinandersetzung, in der jeder teilnehmer SEIN EIGENES verständnis prüft, im austausch mit anderen perspektiven und standpunkten schärft und womöglich neu positioniert. so geht "lernen".

ob es dann tatsächlich zu einer gemeinsamen plattform kommt, und ob sie geschlossen oder offen bleibt, - das wäre dann viel weniger wichtig. die hauptsache wäre der prozess.

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