Ich habe u.a. @herrlarbig auf der Teilnehmerliste gelesen und erinnerte mich an die Diskussion um freie Lehrmaterialien. Als L3T-Autorin bin ich sehr dafür, finde die Umsetzung aber schwierig, da es doch sehr auf die engagierten Lehrer und Dozenten ankommt, deren freiwilliger Beitrag aber auch nicht überstrapaziert werden darf. Ich hab durch L3T zwar immens dazugewonnen: Erfahrung, Publikation, Community etc, aber daneben würde ich es mir gut überlegen, das nochmal anzugehen.
Daher mehr ein Themenwunsch als ein Angebot (das kann ich nämlich nicht alleine machen): Welchen Organisationellen Rahmen gibt es für sowas?
Ich mag ungern den Miesepeter spielen, aber bei aktuellen Kürzungen im Bildungsetat bezweifle ich, dass von deren Seite in nächster Zeit eine Änderung zu erwarten ist (wenn es auch der einzig logische Weg zu sein scheint, die Lehrmaterialien durch Lehrer oder Referendariatsanwärter in Wartezeiten etc erstellen zu lassen). Wenn man sowas aber aus einer engagierten Community heraus entstehen lassen will (so wie dass @herrlarbig mit den Freien Buildungsmedien angestoßen hat), dann sehe ich eine Reihe von Probleme Herausforderungen. Was mir gerade so einfällt:
- Anerkennung ist das wichtigste, um die Motivation der Mitstreiter hochzuhalten. Damit meine ich noch nicht einmal Geld, sondern Rückmeldungen, kleine Aktionen, ich-gehöre-dazu-Gefühl etc, ich denke Martin und Sandra machen das für L3T schon ganz gut. Hierfür braucht es aber eine Art Community Manager o.ä., da das übernehmen. Das können die Träger/Initiatoren sein, die müssen aber selbst motiviert am Ball bleiben.
- Qualitätsmanagement: Erstellte oder zusammengetragene Lernmaterialien mpssen begutachtet, eingeordnet, ev. noch mit Einsatzszenarien versehen werden. Sollen einheitliche Ergebnisse entstehen, d.h. die Lernmaterialien entstehen eben für dieses Projekt, müsssen diese lektoriert werden etc.
- Von der Initiative zur Dienstleitung? Am Anfang mag das ein engagiertes Projekt sein, aber dann ebbt der Hype vermutlich schnell ab, das Interesse zur Beteiligung wahrscheinlich auch. UND: die Kritiker werden laut. Natürlich kann man nicht für alle die richtigen Lehrbücher/-materialien gestalten, da werden Leute kommen und meckern – und das nimmt mit der Etablierung zu. Das ist wie im Sportverein: engagiert man sich als Trainer oder Vorstand ist das erst einmal cool, dann wird gegen die Arbeit gemeckert.
Ich denke hier sind noch mehr Punkte zu finden, die ich vor Aktionen, wie sie mit Freie Bildungsmedien stellen würde, denn reine Sammlungen von Lernressourcen gibt es genug, siehe EduTags, ZUMWiki, WikiVersity oder einfach nur Delicious, Diigo oder Google.
Vielleicht kennt ja jemand auch ein Förderprogramm o.ä., mit dem sich sowas initiieren ließe. nicht, dass ich für sowas Zeit hätte, das hat mich doch aber noch nie daran gehindert, für sowas anfällig zu sein ![]()





