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Themenwunsch: Zukunft des Lehrbuchs

Beitrag verlinken am 03.02.2012 geschrieben
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Ich habe u.a. @herrlarbig auf der Teilnehmerliste gelesen und erinnerte mich an die Diskussion um freie Lehrmaterialien. Als L3T-Autorin bin ich sehr dafür, finde die Umsetzung aber schwierig, da es doch sehr auf die engagierten Lehrer und Dozenten ankommt, deren freiwilliger Beitrag aber auch nicht überstrapaziert werden darf. Ich hab durch L3T zwar immens dazugewonnen: Erfahrung, Publikation, Community etc, aber daneben würde ich es mir gut überlegen, das nochmal anzugehen.

Daher mehr ein Themenwunsch als ein Angebot (das kann ich nämlich nicht alleine machen): Welchen Organisationellen Rahmen gibt es für sowas?

Ich mag ungern den Miesepeter spielen, aber bei aktuellen Kürzungen im Bildungsetat bezweifle ich, dass von deren Seite in nächster Zeit eine Änderung zu erwarten ist (wenn es auch der einzig logische Weg zu sein scheint, die Lehrmaterialien durch Lehrer oder Referendariatsanwärter in Wartezeiten etc erstellen zu lassen). Wenn man sowas aber aus einer engagierten Community heraus entstehen lassen will (so wie dass @herrlarbig mit den Freien Buildungsmedien angestoßen hat), dann sehe ich eine Reihe von Probleme Herausforderungen. Was mir gerade so einfällt:

  • Anerkennung ist das wichtigste, um die Motivation der Mitstreiter hochzuhalten. Damit meine ich noch nicht einmal Geld, sondern Rückmeldungen, kleine Aktionen, ich-gehöre-dazu-Gefühl etc, ich denke Martin und Sandra machen das für L3T schon ganz gut. Hierfür braucht es aber eine Art Community Manager o.ä., da das übernehmen. Das können die Träger/Initiatoren sein, die müssen aber selbst motiviert am Ball bleiben.
  • Qualitätsmanagement: Erstellte oder zusammengetragene Lernmaterialien mpssen begutachtet, eingeordnet, ev. noch mit Einsatzszenarien versehen werden. Sollen einheitliche Ergebnisse entstehen, d.h. die Lernmaterialien entstehen eben für dieses Projekt, müsssen diese lektoriert werden etc.
  • Von der Initiative zur Dienstleitung? Am Anfang mag das ein engagiertes Projekt sein, aber dann ebbt der Hype vermutlich schnell ab, das Interesse zur Beteiligung wahrscheinlich auch. UND: die Kritiker werden laut. Natürlich kann man nicht für alle die richtigen Lehrbücher/-materialien gestalten, da werden Leute kommen und meckern – und das nimmt mit der Etablierung zu. Das ist wie im Sportverein: engagiert man sich als Trainer oder Vorstand ist das erst einmal cool, dann wird gegen die Arbeit gemeckert.

Ich denke hier sind noch mehr Punkte zu finden, die ich vor Aktionen, wie sie mit Freie Bildungsmedien stellen würde, denn reine Sammlungen von Lernressourcen gibt es genug, siehe EduTags, ZUMWiki, WikiVersity oder einfach nur Delicious, Diigo oder Google.

Vielleicht kennt ja jemand auch ein Förderprogramm o.ä., mit dem sich sowas initiieren ließe. nicht, dass ich für sowas Zeit hätte, das hat mich doch aber noch nie daran gehindert, für sowas anfällig zu sein

Beitrag verlinken am 03.02.2012 geschrieben
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Hallo Anja,

das klingt sehr spannend. Wir können gerne eine Session zum Thema machen.

Ich freue mich schon auf das EduCamp

Sabine

Beitrag verlinken am 03.02.2012 geschrieben
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Super, es müsste eben was gemeinsames werden, Ihr könnt es auch ganz übernehmen (ich hege da keine Besitzansprüche ). Ich kann aus den Erfahrungen zu L3T was erzählen und dass die Organisation ringsrum reines Engagement von Martin, Sandra und ihren Helferlis war. Um das aber nurn bspw für Schulen oder übergreifend für Universitäten in Angriff zunehmen (und sowas ähnliches habt Ihr ja vor, wenn ich das richtig verstanden habe), braucht es glaube ich mehr als eine lose Sammlung.

Mich würde also vor allem interessieren: Was habt Ihr mit den Freien Bildungsmedien vor, wo wollt Ihr hin und welchen Rahmen stellt Ihr Euch vor.

Ebenso wäre ich an anderen Initiativen in dieser Richtung interessiert. Ich habe begonnen, meine Seminarhinweise in die Wikiversity zu packen, aber das kann es ja irgendwie nicht gewesen sein. Immer mal wieder höre ich vom Projekt Edu-Sharing, habe auch einen Account, aber da fehlt derzeit noch Content, zudem ist es wieder "nur" das Bereitstellen von einer technischen Lösung. In Sachsen haben wir ein Landesweites Uni-LMS (OPAL) und die meisten Kurse sind geschlossen, nix von freien Lehrmaterialien. Deswegen fand ich ja auch L3T damals so gut.

Aber kann es überhaupt eine solche Initiative in diesem Umfang geben?

Beitrag verlinken am 03.02.2012 geschrieben
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Würde dies http://ischulbuch.wordpress.com/ dazu passen? Bin mir noch unschlüssig, würde dazu auch gerne etwas am Freitag, dem Tag der "Bildung aus der Hosentasche" anbieten.
Beitrag verlinken am 04.02.2012 geschrieben
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Auf alle Fälle, ärgere mich nur, dass ich Freitag noch nicht da sein kann. Da aber beim EduCamp gewohntheitsgemäß gut dokumentiert wird: nur Mut (außerdem: siehe die Regeln des BarCamps).

Interessantes Projekt übrigens, aber genau hier stellen sich für mich die gleichen Fragen: Ihr habt Technik und Plattform, aber wie haltet Ihr Autoren bei der Stange? Vielleicht habt Ihr auch noch garnicht drüber nachgedacht, weil man (vollkommen verständlich) erst einmal von den technischen Möglichkeiten angefetzt ist. Habt Ihr? Habt Ihr nicht? Habt Ihr?

Beitrag verlinken am 05.02.2012 geschrieben
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Natürlich haben wir nachgedacht. Aber: Nicht zu viel nachdenken, sonst fängt man nie an. life is a beta!
Beitrag verlinken am 05.02.2012 geschrieben
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André J. Spang:
Natürlich haben wir nachgedacht. Aber: Nicht zu viel nachdenken, sonst fängt man nie an.

Ich stimme absolut zu, daher ist das hier ja alles auch so stark technikgetrieben, auch wenn die Pädagogen das nicht (hören) wollen: Man kann noch so tolle Konzepte haben, wenn sie nicht umgesetzt werden können, bringt das nichts. Oder frei nach Martin Lindner (oder wen auch immer er zur Vorlage hatte): Use these tools, your mind will follow!

André J. Spang:
life is a beta!

+1 (wird in mein Alltagsspruchrepertoire übergehen)

Beitrag verlinken am 06.02.2012 geschrieben
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Aus meiner Sicht ist es wichtig, darauf zu achten, dass es nicht nur darum gehen sollte, analoge Medien ins digitale zu übertragen, sondern, dass wir Lehrbücher gestalten, die aktive Formen des Lernens im konstruktivistischen Sinne anregen, die so offen und flexibel gestaltet sind, das Lernende zu Autoren und Forschern werden können.
Beitrag verlinken am 06.02.2012 geschrieben
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Beitrag wurde am am 06.02.2012 vom Verfasser gelöscht
Beitrag verlinken am 06.02.2012 geschrieben
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Wolfgang Neuhaus:
Aus meiner Sicht ist es wichtig, darauf zu achten, dass es nicht nur darum gehen sollte, analoge Medien ins digitale zu übertragen, sondern, dass wir Lehrbücher gestalten, die aktive Formen des Lernens im konstruktivistischen Sinne anregen, die so offen und flexibel gestaltet sind, das Lernende zu Autoren und Forschern werden können.

Kann ich genau so unterstreichen. Und das berühmte "Aber": Step by step.

tagsStichwörter: Lehrmaterialien
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