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Wie müssen Bildungsmaterialien aufbereitet werden, damit sie von Anderen ...

Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Wenn man sich diverse Datenbanken mit OER Materialien anschaut, stellt man fest, dass bestenfalls die Rechte für die Veränderung und Weiterverwendung geklärt sind, keineswegs aber sind Standards für die Darreichung von Materialien erarbeitet worden, zumindest soweit ich weiss.

Was heißt also Open im Sinne von Open Source? Meiner Meinung nach reicht das schlichte hochladen von Materialien nicht aus. Es wäre darüber nachzudenken wie unterschiedliche Materialien zu dokumentieren sind. Wenn es nicht nur Arbeitsblätter, sondern fertige Unterrichtseinheiten sind, müssen diese aufbereitet werden. Aber wie? Das würde ich gerne in einer Session mit Interessierten diskutieren und am Ende könnte der Beginn eines Leitfaden zur Veröffentlichung von OER Materialien stehen.

Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Gute Frage. Da wäre ich wohl dabei.
Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Die Nutzung sollte jeder Lehrkraft überlassen werden. Materialien sollten möglichst neutral veröffentlicht werden, ohne didaktischen Schnickschnack, Arbeitsaufträge, Methoden etc. Fertige UE sind unsinnig, jede Situation, Gruppe etc. ist anders. LuL kriegen das schon gebacken, aus Bausteinen etwas Passendes herzustellen. Am besten entwickelt man die UE zusammen mit den SuS, die tragen meistens auch noch eine Menge anderer Bausteine heran.
Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Aber es gibt ja nicht nur die Schule, sondern auch andere Ort, an denen Bildung stattfindet. Das würde natürlich nochmal mehr für deine Anregung sprechen, möglichst wenig einzuordnen und möglichst offen das Material anzubieten. Bei einem Arbeitsblatt ist das auch kein Problem, aber beim letzten Educamp wurde ein "Facebook-Spiel" entwickelt. Wie sollte soetwas digital zur Verfügung gestellt werden? Will sagen, die möglichen OERs sind ja zahlreich und nicht nur auf Papier.
Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Meinst Du die technische Aufbereitung?`Das ist in Richtung OER noch eine interessante Fragestellung. Aus dem kommerziellen Bereich kenne ich LCMS', die Content auf XML-Basis erstellen. Den kann man dann relativ leicht "zusammenklicken", das heißt man sucht sich die Lernziele aus, die man braucht, an denen hängen "Wissensbausteine", und exportiert das ganze in ein beliebiges Format und in einem bestimmten Layout. Für OER wäre das auch denkbar, nur fehlt es hier an Standards und freien Tools.
Beitrag verlinken am 14.03.2012 geschrieben
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Natürlich ist das für unterschiedliche Bildungsbereiche unterschiedlich. Die technischen Formate sind selbstverständlich auch zu berücksichtigen. Ich plädiere nur grundsätzlich dafür, multivariate Bausteine zu verwenden. Die Kontexte sind immer speziell und die Kollaboration und Interaktion der Teilnehmer ist letztlich entscheidend. Es kommt nicht darauf an, besseren Content zur Verfügung zu stellen, egal ob legal oder dubios, sondern darauf, Bildungsinstitutionen an das Informationszeitalter anzupassen.
Beitrag verlinken am 15.03.2012 geschrieben
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@Anja: Genauso war es gemeint. Aber es sind nicht nur technische Standards, sondern auch in @Klaus Richtung pädagogische Anforderungen unter denen Material dargeboten werden sollte.
Beitrag verlinken am 15.03.2012 geschrieben
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Finde ich gut, sehe ich aber skeptisch: hier sind in den letzten Jahren so viele Suppen gekocht worden (SCORM, LOM, EML und wie sie alle heißen plus die ganzen in der Forschung diskutierten Derivate), die alle nichts bringen, wenn mit Social Media oder von Apple tolle Möglichkeiten geschaffen werden, die sich nicht dran halten. Als Vision wäre es natürlich toll, ich könnte das einfach in eine Plattform importieren, mit didaktischen Metadaten versehen und hinterher wieder für meine/andere Zwecke zusammenstellen. Aber technisch wird da eine eierlegende Wollmilchsau angestrebt. Der Ruf nach einheitlichen Standards ist ja auch schon oft verhallt, sodass ich mir hier keine Hoffnungen mache.
Beitrag verlinken am 15.03.2012 geschrieben
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Standards durchzuboxen halte ich auch nicht für sinnvoll. Mir geht es eher darum: Wie müssen die Materialien aufbereitet werden, damit sie von anderen angepasst und verwendet werden können. Ob das ganze dann über Standards Interoperabel sein muss, ich weiss nicht. Das wäre für die Session kein Ziel, weil ich es nicht erreichen könnte. Mir gehts aber darum, was kann ich tun? Also entwder gar nichts und das Material so offen und unkommentiert wie möglich vorlegen oder mögliche Kategorien, Zusammenhänge, Dokumentationen, etc. vorgeben. So als Idee, was man mit einer OER machen könnte.
Beitrag verlinken am 15.03.2012 geschrieben
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Klaus Meschede:
Die Nutzung sollte jeder Lehrkraft überlassen werden. Materialien sollten möglichst neutral veröffentlicht werden, ohne didaktischen Schnickschnack, Arbeitsaufträge, Methoden etc. Fertige UE sind unsinnig, jede Situation, Gruppe etc. ist anders. LuL kriegen das schon gebacken, aus Bausteinen etwas Passendes herzustellen. Am besten entwickelt man die UE zusammen mit den SuS, die tragen meistens auch noch eine Menge anderer Bausteine heran.

Da stimme ich Dir grundsätzlich zu, unbedingt. Es wird viel zu viel "Material" für die Schüler_innen didaktisiert. Dahinter steht, dass das, was gelernt werden soll, kontrolliert werden soll. Das brauchen wir nicht, wenn es um die eignen Fragen der Schüler_innen geht, und nicht um ein vorgefertigtes outcome.

Aber etwas anderes finde ich wichtig: Praxisberichte über Unterricht bzw. Lernprojekte, die gelaufen sind. Denn nur damit kann man lernen, wie man Lernen anleiten kann. Denn fertige Unterrichtseinheiten sind nur nicht deshalb so schlecht, weil jede Lerngruppe anders ist, sondern weil sie meistens am grünen Tisch entworfen werden, gar niemals durchgeführt, geschweige denn evaluiert wurden, und immer so angelegt sind, dass sie keine situative Planung zulassen, sondern nur Umsetzen von fertiger Vorausplanung wollen.

Für Praxisberichte kann man aber super gute Standars klären:

z.B. sollten sie a) einen Bericht über Planung, Durchführung, Auswertung eines Lernvorhabens enthalten, in dem die konkrete Gruppe, in der es durchgeführt wurde, also das Besondere gut zu erkennen ist. Und b) gleichzeitig angeben, was man für verallgemeinerbar an diesem konkreten Lernvorhaben hält. Aus beidem kann sich der Leser nämlich sehr viel für seine eigene Gestaltung mit der eigenen Lerngruppe backen.

Und dann kommt überhaupt erst der Materialteil zum Praxisbericht. In dem sind alle benutzten Materialien samt Linksammlungen und hergestellten Blogs angegeben bzw. frei kopier- und veränderbar enthalten.

 

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