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- Barcampveranstaltung mit Crowdfunding versuchen?
Hallo,
ich finde es gut, dass du die Diskussion voran bringst, ich finde sie ebenfalls sehr wichtig.
Allerdings mischen sich mir hier gerade zuviele Ebenen. Nächstes Jahr wird es schon zwei Educamps geben, ich glaube nicht, dass wir uns einen Gefallen tun, wenn es noch ein drittes gibt, das sehr ähnlich konzipiert ist, denn die allerwenigsten können es sich zeitlich leisten, auf ein drittes zu gehen und die Frage ist auch, ob soviel inhaltlich neues/anderes passiert.
Für mich steht eine Diskussion: Wollen wir Sponsoren generell beim Educamp und wenn ja, für was und mit welchen Vereinbarungen. Zum #ecco12 gab es Vereinbarungen wie Sponsoren in der Community abgesprochen werden, daran hat sich #ecil12 gehalten um dann viel Kritik einzustecken - muss also am Verfahren, an eigener Aufmerksamkeit der Interessierten oder generell am Thema gearbeitet werden? Erst dann können wir gemeinsam besprechen, wo was Anwendung finden soll. Ein weiteres Educamp (und das, wie vorgeschlagen, ist es, egal wie wir es nennen) nur um zu testen, ob die Finanzierung funktioniert mit genannten (von mir vermuteten) Nachteilen bringt uns da nicht viel weiter, denke ich.
Zur Finanzierung:
Du schlägst erst Crowdfunding vor, dann betterplace.org. Betterplace sind Spenden, kein Crowdfunding, also ein grundlegend anderes Konzept. Bei Crowdfunding würden wir detailliert festlegen, was der Finanzierer für welchen Betrag zurück erhält. Bei Spenden ist dem nicht so, da gibt man Geld - im Vertrauen, dass damit schon was nettes gemacht werden wird.
Bei Crowdfunding müssten wir das ganze einfach mal zu Ende spinnen: Was bekomme ich, wenn ich 10, 30, 50, 100 oder mehr Euro spende? Das finde ich gar nicht so einfach im Falle eines Barcamps. Da fallen mir spontan ähnliche Dinge ein, die mir bei Sponsoren auch einfallen, Benennung ab einer gewissen Höhe auf Startseite, (Logo-)Präsenz auf Werbeträgern, Newslettern usw. - dann sind wir wieder bei Sponsoring und benannten Sponsoren durch die Hintertür. Oder immaterielle oder symbolische Güter, dann bin ich bei Spenden.. gibt es dazu schon Ideen?
BTW: Gerade arbeite ich an eiem White-Paper "Sponsoring in der Bildungsarbeit" inklusive "Muster-Kooperationsverträgen" (die von "beiden Seiten" gemeinsam entwickelt werden), das sollte zum nächsten Educamp fertig sein und hilft vielleicht auch etwas, das Thema weiter zu bringen..
Dennoch, wie schon oben beschrieben: Wir sollten unbedingt das Thema Sponsoring der Educamps möglichst breit weiter diskutieren. Wir müssen uns nicht die Frage stellen, wieviele von uns mit Sponsoring kein Problem haben. Wir müssen uns die Frage stellen, wieviele niemals beim Educamp erscheinen wegen der Sponsoren-Präsenz.
Viele Grüße
Daniel
Dann haben wir eine unterschiedliche Definition von Crowdfunding. Ich sehe das durchaus als Crowdfunding an, wenn Projekte finanziert werden, bei denen es keine Gegenleistung gibt.
Super Diskussion! Kleiner Einwurf/vielleicht auch eine ketzerische Frage, ich weiß es nicht:
Ist es reiner Konsum, wenn man Ideen beisteuert und sich aktiv und konstruktiv an Diskussionen beteiligt?
Wir haben nun mal, besonders im Bildungsbereich ein großes finanzielles Gefälle (nicht nur bei Schülern). Bei mir war es eine bewusste Entscheidung, aus dem Beamtentum als Lehrerin auszusteigen, um meine Ideen als Existenzgründerin zu leben. Das bedeutet natürlich erst zunächst einmal finanzieller Abstieg. Das klingt hart, ist aber so. Auch wenn meine Selbstständigkeit ein gesundes Wachstum hinlegt, wäre für mich persönlich ein finanzieller Beitrag für das EduCamp neben Anreise und Übernachtung im Moment nicht zu leisten, und evtl. ein Grund, an dem einen oder anderen EduCamp nicht teilzunehmen. (Bitte keine Mitleidsbekundungen, es war eine bewusste Entscheidung, die mir sehr gut getan hat.
)
Was auf der anderen Seite aber auch heißen soll, dass ich, wenn ich wieder genug Geld zur Verfügung habe, über ein Peer-Sponsoring nachdenken werde!
Bin ich ein Einzelfall? Ich denke doch nicht...
Birgit, du hast doch auch das Ziel, Kinder/Jugendliche teilweise miteinzubinden? Nicht alle Familien haben den finanziellen Hintergrund, ihre Kinder überall mit hin zu nehmen (Anreise, Übernachtung, und dann auch noch einen Unkonferenzbeitrag?). Da trifft wieder dasselbe zu.
Das Problem mit mehren Camps pro Jahr.
Wir haben irgendwann uns geeinigt in der Community für zwei große Veranstaltungen.
Gründe dafür: 1. Es gibt nicht genug Sponsoren aus dem Feld für mehr als zwei Events.
2. Es gibt nicht genug Themen und es kann langweilig werden oder sich verlaufen wenn man sich zu häufig mit dem Format trifft.
3. Die einzelnen Camps würden zu klein werden und die Leute gehen nur in ihrer Region hin und der Austausch über Deutschland (Schweiz/österreich) hinweg findet nicht statt.
Bei der Idee jetzt sehe ich die Gefahr für die meisten Punkte nicht mehr. Es soll ja eine neue Veranstalltung sein. Es hat z.B. keine direkte Sponsoren. Es soll kleiner sein. Wir sollten jetzt keine Angst haben. Den dieses wäre das selbe Verhalten was die "großen" Konferenzen wie die GMW, Lerntech und Delfi usw. gegenüber der Educamps hatten. "Da machen Leute was neues, was anders, das nimmt uns Besucher weg. Wir gehen nicht hin." Ich denke Offene Formate müssen sich weiter entwickeln. Nach 5 Jahren denke ich ist es auch nötig. Viel wird immer noch von den EucamperInnen der ersten Stunden gemacht. Es ist nötig dass neue Dinge passieren. Das Educamp soll als Barcamp weiter laufen. Aber das andere könnte man Educrowd nennen
was auch die Bewegung von der Crowd her auch vllt symbolisiert. Das ganze sollte innerhalb unserer Community passieren.
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