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Bildungsforschung 2.0 – Anspruch und ...

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am 06.01.2010 geschrieben am 06.01.2010 geschrieben

Zusammenfassung:

In diesem Workshop wollen wir Zukunftsszenarien einer innovativen, forschungsorientierten Bildungswissenschaft entwickeln. Dabei fragen wir kritisch: Wodurch zeichnet sich eine Bildungswissenschaft 2.0 aus? Wie können wir praxisrelevante und gleichzeitig wissenschaftlich hochwertige Forschung betreiben? Und: Welche Kompetenzen müssen junge Nachwuchsforscher mitbringen bzw. entwickeln, um eine solche Forschung zu betreiben?


Ausgangspunkt:

Angeregt von einem Artikel von Gabi Reinmann (http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/wp-content/uploads/2008/08/bildungsforschung.pdf) und den Diskussionen auf einer "Forschungswerkstatt" von Peter Baumgartner und Gabi Reinmann bieten wir (Tamara Bianco, Silvia Sippel, Tobias Jenert, Alexander Florian und ich) eine Session zur Methodik in der (medialen) Bildungsforschung an.

Unserer Meinung nach lässt sich die Bildungsforschung derzeit grob in zwei "Lager" unterteilen: Auf der einen Seite die empirische Bildungsforschung, die häufig in quasiexperimentellen Designs umgesetzt wird und eher auf Grundlagenforschung ausgerichtet ist. Auf der anderen Seite eine eher praxologische Bildungsforschung. Hier lassen sich Arbeiten ausmachen, die an der konkreten Gestaltung von Bildungskontexten ansetzen (aktuell häufig zum Einsatz von Web 2.0 in der Bildung). Forschung in diesem Bereich basiert oftmals auf nicht-repräsentativen Umfragen oder Einzelfallberichten und hat meist eher deskriptiven Charakter (z.B. Berichte über Implementationen von Technologien).

Der „Bildungswissenschaftler 2.0“, wie wir ihn derzeit sehen, ist tendenziell bestrebt, innovative Trends aufzunehmen und möglichst schnell in der Bildungspraxis zu erproben. Dies kann dazu führen, dass (technologische) Entwicklungen nur oberflächlich reflektiert und auf wissenschaftliche Erkenntnisse der Bildungsforschung bezogen werden.

Zusammen möchten wir am Entwurf einer , innovativen (Bildungs-)Forschung arbeiten, die beiden Ansprüchen − dem einer methodisch etablierten Forschung und dem der Integration innovativer Medien und Methoden in die Bildungspraxis − gerecht werden kann. Dies erfordert aber auch, die gängige Praxis der klassischen Bildungsforschung aufzubrechen und (vorhandene) Alternativen zu diskutieren bzw. als Zukunftsszenarien zu entwickeln.

Dabei könnten sich je nach Interessensschwerpunkten der Teilnehmenden folgende Untergruppen entwickeln,:
- AG 1: Status Quo - Entwicklung einer Forschungslandkarte mit -designs und –methoden
- AG 2: Zukunftsszenario 1 - Ziele und Gütekriterien innovativer Bildungsforschung
- AG 3: Zukunftsszenario 2 - Welche Forschungsdesigns sind viel versprechend für eine innovative Bildungsforschung? Welches Methodenrepertoire (Erhebungs- und Auswertungsmethoden) ist dazu notwendig?
- AG 4: Zukunftsszenario 3 - Förderung einer Bildungsforschung 2.0: Wie fördern wir unsere eigene Forschungskompetenz?
- AG 5: Wie generieren wir Impact? Entwicklung von Publikationsmöglichkeiten bzw. andere Möglichkeiten der Einflussnahme

Als Teilnehmer entscheidet ihr selbst, welcher Arbeitsgruppe ihr euch anschliessen wollt. Wir hoffen auf einige erfahrene Forscher, die aus der eigenen Forschungspraxis berichten können. Welche AGs zustande kommen hängt damit letztlich von der Zahl der Teilnehmenden und eurem Interesse für einzelne Themen ab. Wir sind natürlich jederzeit bereit, neue Ideen für weitere Arbeitsgruppen aufzunehmen.

Am Ende der Session werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen aufgenommen und in geeigneten Repräsentationsformen dokumentiert. Zur Dokumentation bereiten wir unterschiedliche Formate vor (Concept Mapping, Flip Charts, Landkarten, usw.).

Wir würden uns freuen, wenn wir zusammen mit Dir diese Session gestalten könnten

am 06.01.2010 von Mandy Schiefner bearbeitet.

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am 11.01.2010 geschrieben am 11.01.2010 geschrieben

Hi,

ach, schade, dass ich nicht da sein kann!

Ihr solltet unbedingt auch alternative Peer-Review-Prozesse diskutieren, wie sie hier konzipiert wurden:
http://wissenschaftler20.mixxt.de/

Evtl. auch die Effekte, welche sich aus der Öffnung der Wissenschaft im Web 2.0 ergeben:
http://www.openscientists.org
http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Cspannagel/openscience

Liebe Grüße,

Christian

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am 12.01.2010 geschrieben am 12.01.2010 geschrieben

Hört sich gut an, eventuell am Samstag (2.Tag) anbieten als doppel Session. Grade mit den Arbeitsgruppen und Vorgespräch usw. wird es mehr als eine normale Session.
Das Thema ist aber sehr sehr gut! Freue mich schon drauf.

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am 13.01.2010 geschrieben am 13.01.2010 geschrieben

Wir möchten die Session gerne Samstagmorgen anbiegen. Die Möglichkeit einer Doppelsesion ist für uns ideal, danke für den Hinweis! Wir hatten auch schon über die Zeitproblematik diskutiert.

Grüsse,

Tobias

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am 13.01.2010 geschrieben am 13.01.2010 geschrieben

Freu mich auf die Session! Bin sehr gerne dabei...

Samstag ist eine Doppelsession nur nachmittags möglich, um 11 ist die Podiumsdiskussion, vorher wird es vermutlich knapp, oder?

Aber: eine Session anzubiegen gefällt mir Wir können sie ja dann gemeinsam gerade biegen...

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am 15.01.2010 geschrieben am 15.01.2010 geschrieben

Hallo Mandy,

Forschung ist natürlich genau mein Thema , aber ist das Vorhaben "Zukunftsszenarien" für eine Session nicht etwas zu allumfassend gewählt? Es wäre doch schade, wenn es dann an der bloßen Beschreibung irgendwelcher abstrakter Designs stehenbleibt - abgesehen davon, dass qualit. Forschung ja auf die Methoden jeweils gegenstandsangemessenheit entwickelt. Ich sehe ein wenig das Risiko. Um bereits bestehende und komplexe qualitative Forschungsansätze (Partizipative, Bildverfahren integrierende, oder ganz eigensinnig das in meiner Untersuchung über Lernwiderstände in der Weiterbildung verwendete, "Forschende Lernwerkstatt") braucht es doch erheblich Zeit, und um dann über methodologische Ansätze zu diskutieren noch mehr. Vielleicht könnte man Schwerpunktsetzungen vornehmen, die es dann erlauben, gleich in die Tiefen vorzustoßen. (Ich mach zu häufig Forschungsberatung und Seminare zum Thema als dass ich dann bei so einem Anlass nochmal über "Basics" informieren möchte.) - Partizipative Forschung wäre vielleicht ein Schwerpunkt? Oder gern auch "Gütekriterien". Ich denk nochmal weiter nach. Aber Forschung ist schick, auf jeden Fall

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am 15.01.2010 geschrieben am 15.01.2010 geschrieben

Hallo an alle

Aus terminlichen Gründen haben wir uns entschieden, die Session wohl am Freitag anzubieten, aber auf jeden Fall als Doppelsession.

@Petra: Danke für den Hinweis, das nehmen wir gerne auf. Wir diskutieren in den nächsten Tagen nochmals die Zielrichtung und den genauen Fokus, damit es auch wirklich am Tag selber zu Diskussionen und Ergebnissen kommt. Denn nichts ist unbefriedigender, als an den Basics oder der Oberfläche zu diskutieren. Wir bleiben dran

Liebe Grüsse
Mandy

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am 16.01.2010 geschrieben am 16.01.2010 geschrieben

Hallo zusammen,

ganz ehrlich! Ich denke, dass Eure Session vor Interessenten überlaufen wird Da brauchts einen großen Raum.

Ich habe Bedenken, dass bei den vielen spannenden Themen, die schon hier im Voraus angekündigt werden, man leider nicht alles besuchen kann, da Einiges parallel stattfinden wird.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Doppelsession vom Inhalt her auch noch zeitlich knapp wird. Ggf. kann man dann spontan für Samstag noch eine ergänzende Session festlegen, wenn man Freitag merkt, dass es nicht ganz reicht. Das hat erfahrungsgemäß bei den letzten EduCamps sehr gut funktioniert!

VG Marcel

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