Bringt Second Life wirklich entscheidende Mehrwerte für Lehren und Lernen?
Welche vergleichbaren 3D-Welten gibt es als Alternativen? usw.
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Bringt Second Life wirklich entscheidende Mehrwerte für Lehren und Lernen?
Welche vergleichbaren 3D-Welten gibt es als Alternativen?
Welche vergleichbaren 3D-Welten gibt es als Alternativen?
ich möchte aus gegebenem Anlass diese Diskussion erneut aufgreifen. Gewiss ist Andreas Mertens darauf in seiner Session beim educamp 03 auch eingegangen, ich konnte es wegen schlechtem Stream leider nicht verfolgen.
In meinen Augen ist die Frage hier nicht ganz eindeutig formuliert, denn
* jedes Bildungssystem hat Vor- und Nachteile
* Second Life ist derzeit noch immer der Nabel der virtuellen Welt
* und vielerlei virtuelle Umgebungen sind zum Teil firmenintern zu Weiterbildungszwecken erstellt.
Das bedeutet zum einen, Vorteile hat eLearning in virtuellen Welten ebenso wie der direkte Kontakt, sie lagern sich anders hinsichtlich der Vielfalt und Greifbarkeit der verfügbaren Medien (sie sind zum Großteil einbindbar); gleichzeitig ein Nachteil denn viele Besucher solcher Veranstaltungen sind noch unerfahren in den technischen Belangen (Stichwort - Wie starte ich einen Videostream).
Hier sind noch immer Eckpunkte der Optimierungsnotwendigkeit zu sehen, wie es zuletzt Prof. Walter durch sein Eye-Tracking in Second Life (SL) deklarierte. Ziel der Untersuchung war der Unterschied von Wirkung der Werbung in virtuellen Umgebungen zur realen. Komprimiertes Ergebnis war es, dass Werbung in virtuellen Welten der Realität nahe kommen muss, um sie greifbar zu machen, aber auch dass sie weit mehr in Form und Farbe beeindrucken darf (wenn nicht gar muss), um nachhaltige Effekte zu erzielen.
Was wiederum in einigen Belangen auf E-Learning übertragbar ist.
Der große Vorteil liegt unbestritten in der Virtualität selbst - der User kann anonym bleiben, von überall auf der Welt Zugang erhalten und im Team Lerninhalte erarbeiten. Das Projekt Sloodle, welches bei einigen Organisationen bereits angewandt (mehr noch getestet derzeit) wird, und eine Adaption bzw. Second-Life-Schnittstelle zum Lerntool Moodle dar stellt, kann ein solches Szenario mit Lerninhalten verdeutlichen.
Meist genutzt in Second Life sind Seminare, die allerdings oft ehrenamtlicher Natur sind - denn noch werden für virtuelle Seminare wenig Gäste begeistert oder können begeistert werden. Zu umständlich erscheint ihnen das Installieren und Betreten einer virtuellen Welt, die sie zudem nicht kennen.
Ganz zu schweigen davon, wenn in Anleitungen oder Aufrufen zu solcherlei Seminaren dann nach einem zusätzlichen Voice-Tool verlangt wird (Stichwort - Teamspeak). Noch werden also erschwerte Umstände bescheinigt, die sich optimieren lassen, denn auch SL hat ein integriertes Voice-Tool. Die Entwicklung ist an sich weit genug, E-Learning in SL wirkungsvoll zu betreiben.
Noch fehlen allerdings die Ausführenden, auch wenn sie dieser Zeit bereits stärker auftreten. Neben der vhs Goslar, die als die erste Hochschule in der virtuellen Welt gilt, haben sich einige weitere bereits virtuelle Präsenzen geschaffen, unter anderem Adobe.
Was ebenfalls noch zu wenig anzutreffen ist, um SL als nutzvolles Werkzeug für virtuelles Lernen zu betrachten, sind die Nutzer, welche auch bereit sind, Seminare aufzusuchen, die vergleichbar mit Plattformen wie akademie.de angemessene Preise verlangen. Mit SL-Preisen, die Peanuts gleichen, kann man weder auf Dauer Dozenten gewinnen, noch einen Anspruch vertreten, der hoch gesteckt ist hinsichtlich des Inhaltes.
Hier gilt es mE die Möglichkeiten des Web 2.0 und des Web 3D zu verknüpfen, und vor allem eine klare Linie zu fahren, um sich mehr und mehr zu etablieren. Kleine Schritte - aber keine kleinen Fische zu präsentieren.
Andere virtuelle Welten sind meines Wissens nach im Bereich des E-Learnings noch hintenan. gern aber gehe ich Hinweisen nach, die Gegenteiliges wissen.
Abgesehen wohl gemerkt von jenen, die firmenspezifisch entwickelt wurden und werden. Es gibt einige von jenen.
Liebe Grüße,
Pierre.
Beitrag wurde am 20.04.2009 vom Verfasser bearbeitet
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