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- E-Learning 2.0 in der Hochschullehre
Hallo Thomas und alle anderen!
Ein wichtiger Aspekt des Einsatzes von Web2.0-Applikationen in der Hochschullehre wird bereits in einem anderen Teil des Forums ausgiebig diskutiert: Überteugung un Motivation (http://educamp2008.mixxt.de/networks/forum/thread.462). Die für mich wichtigen Punkte des Einsatzes von E-Learning 2.0, die auch alle schon in oben genannten Thread angeklungen sind, und wie dies erreicht werden könnte, versuche ich hier zu beschreiben:
- Akzeptanz und Motivation der Lernenden:
Wie bereits im anderen Thread angesprochen, sollten die Werkzeuge freiwillig, aktiv und kollaborativ eingesetzt werden. Eine Benotung kann dabei kontraproduktiv sein, ist aber notwendig (wir befinden uns schließlich an der Hochschule) und vor allem auch für die Studierenden von großem Interesse. Ein Ausweg aus dem Dilemma könnte darin bestehen, die Benotung besser an die Art der zu leistenden Aufgaben anzupassen (vgl. auch Reinmann: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht16.pdf). Zum Beispiel sollte weniger die Anzahl der Posts in einem Blog oder der Beteiligung an einem Wiki ausschlaggebend sein, sondern der Inhalt und die Art der Partizipation (werden aktiv Bezüge zu den Posts von Kommilitonen hergestellt, werden weitere Punkte eingebracht, die auf der Recherche im WWW basieren, o. ä.). Vor der Überlegung wie und vor allem was benotet wird, muss allerdings dafür gesorgt werden, dass die Studierenden mit den werkzeugen vertraut sind. Wie sollen sie etwas akzeptieren, und motiviert sein, es aktiv zu nutzen, wenn sie die Möglichkeiten der Tools gar nicht kennen. Ist ist zwar davon auszugehen, dass die Studierenden alle Wikipedia und YouTube kennen, aber nicht davon, dass sie aktiv am Web2.0 teilnehmen. Wenn hier von Partizipationsfähigkeit gesprochen wird, muss auch eine technische Einführung dazugehören, sowie die Vermittlung der Vorteile, die die Lernenden von der Verwendung der Software haben. Wir setzen ein Wiki ein, um Protokolle der Präsenzsitzungen anzufertigen. Der Vorteil der Verwendung des Wikis und somit der Anreiz der Benutzung besteht darin, dass auf diese Weise Material entsteht, das zur Klausurvorbereitung genutzt werden kann. Die Richtigkeit der Inhalte wird dabei durch Kommentare der Lehrenden sicher gestellt.
- Akzeptanz und Motivation der Lehrenden:
Ein wichtiger Punkt, der auch im Wesentlichen zum ersten (Akzeptanz und Motivation der Lernenden) beiträgt. Die Dozenten müssen noch vor den Studierenden mit den neuen Tools vertraut gemacht werden. Dies ist natürlich bereits gegeben, wenn sie selbst die Idee hatten, E-Learning 2.0 umzusetzen. Ansonsten muss auch hier zunächst eine technische Einführung und eine Vermittlung der Vorteile der dazugehörigen Werkzeuge statt finden, damit sie im nächsten Schritt in ihren Lehrveranstaltungen mit gutem Beispiel voran gehen können.
- Usability:
Die Benutzungstauglichkeit ist bei Social Software meist bereits durch eine Redultion auf das Wesentliche gegeben. Es ist selten, dass diese Anwendungen mit Funktionen überfrachtet sind. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass Funktionen übersichtlich dargestellt werden und leicht zu finden sind, nützliche Hilfen immer und auf mehreren Kanälen verfügbar sind sowie die Inhalte trotzdem immer im Vordergrund stehen.
Diese Zusammenstellung ist eher eine Sammlung von Ideen. Über Kritik und Ergänzungen freue ich mich!
-Saskia Kepp
Ein wichtiger Aspekt des Einsatzes von Web2.0-Applikationen in der Hochschullehre wird bereits in einem anderen Teil des Forums ausgiebig diskutiert: Überteugung un Motivation (http://educamp2008.mixxt.de/networks/forum/thread.462). Die für mich wichtigen Punkte des Einsatzes von E-Learning 2.0, die auch alle schon in oben genannten Thread angeklungen sind, und wie dies erreicht werden könnte, versuche ich hier zu beschreiben:
- Akzeptanz und Motivation der Lernenden:
Wie bereits im anderen Thread angesprochen, sollten die Werkzeuge freiwillig, aktiv und kollaborativ eingesetzt werden. Eine Benotung kann dabei kontraproduktiv sein, ist aber notwendig (wir befinden uns schließlich an der Hochschule) und vor allem auch für die Studierenden von großem Interesse. Ein Ausweg aus dem Dilemma könnte darin bestehen, die Benotung besser an die Art der zu leistenden Aufgaben anzupassen (vgl. auch Reinmann: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht16.pdf). Zum Beispiel sollte weniger die Anzahl der Posts in einem Blog oder der Beteiligung an einem Wiki ausschlaggebend sein, sondern der Inhalt und die Art der Partizipation (werden aktiv Bezüge zu den Posts von Kommilitonen hergestellt, werden weitere Punkte eingebracht, die auf der Recherche im WWW basieren, o. ä.). Vor der Überlegung wie und vor allem was benotet wird, muss allerdings dafür gesorgt werden, dass die Studierenden mit den werkzeugen vertraut sind. Wie sollen sie etwas akzeptieren, und motiviert sein, es aktiv zu nutzen, wenn sie die Möglichkeiten der Tools gar nicht kennen. Ist ist zwar davon auszugehen, dass die Studierenden alle Wikipedia und YouTube kennen, aber nicht davon, dass sie aktiv am Web2.0 teilnehmen. Wenn hier von Partizipationsfähigkeit gesprochen wird, muss auch eine technische Einführung dazugehören, sowie die Vermittlung der Vorteile, die die Lernenden von der Verwendung der Software haben. Wir setzen ein Wiki ein, um Protokolle der Präsenzsitzungen anzufertigen. Der Vorteil der Verwendung des Wikis und somit der Anreiz der Benutzung besteht darin, dass auf diese Weise Material entsteht, das zur Klausurvorbereitung genutzt werden kann. Die Richtigkeit der Inhalte wird dabei durch Kommentare der Lehrenden sicher gestellt.
- Akzeptanz und Motivation der Lehrenden:
Ein wichtiger Punkt, der auch im Wesentlichen zum ersten (Akzeptanz und Motivation der Lernenden) beiträgt. Die Dozenten müssen noch vor den Studierenden mit den neuen Tools vertraut gemacht werden. Dies ist natürlich bereits gegeben, wenn sie selbst die Idee hatten, E-Learning 2.0 umzusetzen. Ansonsten muss auch hier zunächst eine technische Einführung und eine Vermittlung der Vorteile der dazugehörigen Werkzeuge statt finden, damit sie im nächsten Schritt in ihren Lehrveranstaltungen mit gutem Beispiel voran gehen können.
- Usability:
Die Benutzungstauglichkeit ist bei Social Software meist bereits durch eine Redultion auf das Wesentliche gegeben. Es ist selten, dass diese Anwendungen mit Funktionen überfrachtet sind. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass Funktionen übersichtlich dargestellt werden und leicht zu finden sind, nützliche Hilfen immer und auf mehreren Kanälen verfügbar sind sowie die Inhalte trotzdem immer im Vordergrund stehen.
Diese Zusammenstellung ist eher eine Sammlung von Ideen. Über Kritik und Ergänzungen freue ich mich!
-Saskia Kepp
Ein Problem sehe ich in dem Satz "wir sind schließlich an der Hochschule". Hier besteht die Gefahr, dass Schemata und Vorstellungen aus dem alten Paradigma (Benotung als Anreiz, hierarchiches Denken, Überfrachtung mit Formalia) die Vorzüge der neuen Paradigmas (natürliche Motivation zur kollektiven Konstruktion) übverlagern und schließlich abwürgen. Wenn die Studenten Geschmak an FREIER Wisssenskonstruktion finden, dann sind sind erfahrungsgemäß nicht zu bremsen, es sei denn durch Benotung und Kontrolle während des Prozesses. Das Produkt soll benoten werden, aber ja nicht der Prozess. Der soll frei bleiben! Wir sollen uns also nicht an der alten Universität orientieren, sondern mit neuen Tools, in dem neuen Paradigma, eine ganz neue Hochschullandschaft erfinden. Das alte Pradigma ist offensichtlich noch voll verinnerlicht, ist aber ganz kontraproduktiv!!!
Es tut mir sehr leid, aber oft klingt das mit an, was ihr alle von euren profs und assistenten jahrelang eingetrichtet bekommen habt...:-(((
Und für Diskussionszusammenfassungen empfiehlt sich ein ganz primitives Wiki, wie hier z.B.:
http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/educamp
Es tut mir sehr leid, aber oft klingt das mit an, was ihr alle von euren profs und assistenten jahrelang eingetrichtet bekommen habt...:-(((
Und für Diskussionszusammenfassungen empfiehlt sich ein ganz primitives Wiki, wie hier z.B.:
http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/educamp
Wahrscheinlich ist es richtig, dass wir noch zu sehr im alten Paradigma verankert sind ;-)
Bisher haben wir in unseren Seminaren immer versucht Aktivität über Benotung anzureizen. Grund war hierfür die Annahme, dass die Studierenden allein aus intrinsischen Motiven heraus nicht selbstgesteuert-konnektiv Arbeiten und Lernen (wollen/können). Nachdem die Studierenden dann die Vorzüge dieses neuen Lernprozesses (Feedback von außen, Community-Bildung, ...) erfahren haben, werden Sie auch aus Eigeninteresse aktiv weiterarbeiten, so unsere Vermutung. Leider ist dies bisher aber nur zum Teil erkennbar gewesen.
Ich denke, dass es sehr schwer ist Lernsettings zu schaffen, in denen die Studierenden von Anfang an ohne extrinsische Anreize wie Benotung motiviert und selbstgesteuert agieren. Das vorgestellte Konzept von Christian Spannagel fand ich in diesem Zusammenhang sehr interessant und werde versuchen es in ähnlicher Form im kommenden Semester einzusetzten.
Bisher haben wir in unseren Seminaren immer versucht Aktivität über Benotung anzureizen. Grund war hierfür die Annahme, dass die Studierenden allein aus intrinsischen Motiven heraus nicht selbstgesteuert-konnektiv Arbeiten und Lernen (wollen/können). Nachdem die Studierenden dann die Vorzüge dieses neuen Lernprozesses (Feedback von außen, Community-Bildung, ...) erfahren haben, werden Sie auch aus Eigeninteresse aktiv weiterarbeiten, so unsere Vermutung. Leider ist dies bisher aber nur zum Teil erkennbar gewesen.
Ich denke, dass es sehr schwer ist Lernsettings zu schaffen, in denen die Studierenden von Anfang an ohne extrinsische Anreize wie Benotung motiviert und selbstgesteuert agieren. Das vorgestellte Konzept von Christian Spannagel fand ich in diesem Zusammenhang sehr interessant und werde versuchen es in ähnlicher Form im kommenden Semester einzusetzten.
In unserem virtuellen Kurs "Internet- und Projektkomptenz" (IPK) wollten wir zu Beginn Dimensionen wir Präsenz auf Foren und im Netz bewerten. Es hat sich aber gezeigt, dass manche Studenten hervorragende Projekte am Ende des Semesters vorgestellt haben, ohne das sie jemals auf Foren präsent waren. Sie haben über Mails kommuniziert. Wir sind also abgekommen von der Bewertung der Postings auf Foren und haben uns ganz auf die Vorstellung und die Qualität der Projektergebnisse verlagert. Aber jeder Kurs hat eigene Kriterien und ich kann natürlich hier nicht unser Modell auf alle anderen virtuelle Kurse übertragen.
"Jean-Pol Martin":
Wenn die Studenten Geschmak an FREIER Wisssenskonstruktion finden, dann sind sind erfahrungsgemäß nicht zu bremsen, ...
Wenn die Studenten Geschmak an FREIER Wisssenskonstruktion finden, dann sind sind erfahrungsgemäß nicht zu bremsen, ...
Diese Hoffnung habe ich auch, frage mich aber, wie man Studierende dazu motivieren kann, diese Tools auszuprobieren, denn nur durch das Ausprobieren können sie auch Geschmack daran finden.
Das Ziel ist meiner Meinung nach aber immer, genau dahin zu kommen, dass die Tools freiwillig und selbstbetsimmt verwendet werden. Daher ist die Benotung zwar ein möglicher Anreiz, er wirkt aber meist nur kurzfristig. Für eine nachhaltige Verwendung der Tools, die auf Freiwilligkeit beruht, müssten dann andere Anreize gefunden werden, die wie Du sagst, die Studierenden nicht bremsen.
Im nächsten Semester möchten wir genau das ausprobieren. Der Anreiz der Teilnahme an der Erstellung von Wiki-Beiträgen besteht dann darin, Inhalte zu erstellen, die für die Klausurvorbereitung geeignet sind. Das bedeutet, dass keine oder nur wenige Klausurvorbereitende Inhalte vorhanden sein werden, wenn die Teilnahme am Wiki nur gering ist. Der Vorteil ist, dass man sich nicht auf seine eigenen Unterlagen allein verlassen muss, sondern ein automatischer Austausch und Synergien entstehen und die Wiki-Inhalte mehr Wert haben werden, als die Summer der einzelnen Mitschriften allein. Eine Gefahr sehe ich darin, dass sich auch dort (wie hier schon öfter angemerkt) nur ein kleiner Kreis von Studierenden wirklich im Wiki arbeitet, und andere nur passiv davon profitieren. So etwas wird es immer geben, denke ich. Ich wüsste nur gerne, wie man es verhindern kann (, außer über die Einbeziehung der Wiki-Aktivität in die Benotung, womit wir wieder am Beginn angekommen wären :-( ).
Freue mich über Anregungen,
Saskia
Überlege, wie es auf diesem Forum gelaufen ist. Warum haben sowenig Leute mitgearbeitet, obwohl die Motivation, sich auf das Educamp vorzubereiten, sehr hoch hätte sein müssen und wir es hier mit Dozenten zu tun haben. Die Dozenten müssen doch mit guten Beispiel vorangehen. Wie waren die Dozenten hier? Sind sie mit gutem Beispiel vorangegangen!;-))) Wenn die Dozenten es an kommunikativer Kompetenz fehlt, wie sollen Studenten lernen, wie man kommuniziert?
Es könnte ja sein, dass die Dozenten das getan haben, und sich deshalb nicht so intensiv auf das EduCamp vorbereiten konnten. Ich möchte da gar nicht pauschal urteilen. Kommunikationskompetenz ist mehr als nur Kommunikationshäufigkeit und ein Forum ist ein asynchrones Kommunikationsinstrument, so dass es hier nicht in erster Linie um Schnelligkeit geht.
Das sind mögliche Begründungen für eine seltene Teilnahme an der Forumsdiskussion. Was mit denen ist, die sich bisher gar nicht beteiligt haben, kann ich nicht sagen.
Ich würde mir eine anwendungsorientierte Diskussion wünschen, was wohl meinem Bedürfnis nach Klarheit und Sicherheit entspricht ;-) (das möchte ich gar nicht bestreiten), aber ich bin nicht sicher wo ich damit beginnen soll.
Das sind mögliche Begründungen für eine seltene Teilnahme an der Forumsdiskussion. Was mit denen ist, die sich bisher gar nicht beteiligt haben, kann ich nicht sagen.
Ich würde mir eine anwendungsorientierte Diskussion wünschen, was wohl meinem Bedürfnis nach Klarheit und Sicherheit entspricht ;-) (das möchte ich gar nicht bestreiten), aber ich bin nicht sicher wo ich damit beginnen soll.
Saskia-Janina Kepp:
Ich würde mir eine anwendungsorientierte Diskussion wünschen, was wohl meinem Bedürfnis nach Klarheit und Sicherheit entspricht ;-) (das möchte ich gar nicht bestreiten), aber ich bin nicht sicher wo ich damit beginnen soll.
Ich würde mir eine anwendungsorientierte Diskussion wünschen, was wohl meinem Bedürfnis nach Klarheit und Sicherheit entspricht ;-) (das möchte ich gar nicht bestreiten), aber ich bin nicht sicher wo ich damit beginnen soll.
Ich kann nur das beurteilen, was ich hier sehe. Natürlich kann ich niemandem unterstellen, dass er prinzipiell Defizite im Kommunikationsverhalten hat. Ich sehe nur, dass
a) Es seit viereinhalb Monaten hier eine Plattform gibt, auf der man sich auf ein Treffen mit 200 Teilnehmern, in der Mehrheit Fachleute für Kommunikation vorbereiten kann.
b) Diese Plattform von höchstens 20 Leuten benutzt wurde, darunter 10 im Sinne einer kontinuierlichen Kommunikation.
Wenn du dir eine anwendungsbezogene Diskussion wünschst, dann musst du zusehen, wie du eine solche startest und Mitdiskutanten findest. Das ist eine Technik, die erlernt werden kann und die wir unseren Studenten vermitteln wollen, oder? Auch ich bin kein Meister. Ich mache meine Erfahrungen nach dem trial and error Prinzip.
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