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E-Portfolios im Bildungseinsatz

Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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"Heinz Krettek":

Wie können Schüler/innen mit HS-Niveau schrittweise an das explorative Lernen herangeführt werden. Im Berufeinstiegsjahr haben sie gerade mal ein Schuljahr Zeit sich auf die nächste Prüfung vorzubereiten. Wenn ich die Eingewöhnungsphase mit dem Aufbau der Beziehungsebene und den Prüfungszeitram abziehe, bleibt nicht mehr so viel Zeit übrig.

Im Deutschunterricht gelingt es mit Lesetagebüchern, die im E-Portfolio gepflegt werden schon ganz gut; meine Begeisterung für Zahlen teilen aber nur wenige :-(


Was mir bisher aufgefallen ist: Schüler würden die Möglichkeiten, die partizipative Tools bieten, mit den richtigen Inhalten (Bedürfnis nach Sinn ;-)) gerne aufgreifen. Ich glaube, dass bei den Lehrern die lebensnotwendige Begeisterung und die Kompetenz dazu fehlt.
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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@Michael: Wie Sie wissen greifen beispielsweise bulgarische Studenten das Angebot mit Begeisterung auf, auch wenn sie große technische Hindernisse überwinden müssen. Daher auch meine Strategie, meine Partner in Ländern zu suchen, wo der Wille zum Erfolg sehr stark ist. Natürlich gibt es auch im Westen Leute, die einen hohen Einsatz zeigen, auch im Rahmen des Educamp Projektes. Oft fokussieren sie aber auf die erlebten Rückschläge und die Schwierigkeiten, die sich stellen, obwohl gerade das Überwinden von Hindernissen "Spaß" macht! Sie geben oft dann auf, wenn erste, zaghafte Erfolge sich einstellen. Und gerade dann wäre ein voller Einsatz verlangt!
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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Schulbehörden /Ämter: ich erlebe es genauso, dass momentan eine gute Zeit ist, (teilweise) offene Türen an dieser Stelle einzurennen. Im Schulbetrieb selber, ist es schon eher eine Sache von "Motivationskünstler" sein, also ähnlich wie bei den Studenten oder Schülern im Unterricht: man muss sich schon etwas einfallen lassen, um die Zielgruppe zu erreichen... aber das ist der Job...
Was die Motivation in den Foren betrifft - so möchte ich zurückhaltend sagen, ich warte nochmal Ilmenau ab, um mir einen besseren Gesamteindruck der "Szene" zu verschaffen. Eins kann ich aber schon jetzt sagen (habe ich auch an anderer Stelle schon getan), dass ich als Neuling in der Web 2.0 Gesellschaft schon etwas überrascht bin über die "Zurückhaltung" in der Kommunikation einer social-network Plattform, die dieses Thema vorantreiben möchte.... ;-)
Jedoch erstaunt es mich gleichzeitig, in welcher kurzen Zeit das Engagement wächst ;-))
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Was die Motivation in den Foren betrifft - so möchte ich zurückhaltend sagen, ich warte nochmal Ilmenau ab, um mir einen besseren Gesamteindruck der "Szene" zu verschaffen. Eins kann ich aber schon jetzt sagen (habe ich auch an anderer Stelle schon getan), dass ich als Neuling in der Web 2.0 Gesellschaft schon etwas überrascht bin über die "Zurückhaltung" in der Kommunikation einer social-network Plattform, die dieses Thema vorantreiben möchte.... ;-)
Jedoch erstaunt es mich gleichzeitig, in welcher kurzen Zeit das Engagement wächst ;-))

Wenn man das unter dem Gesichtspunkt der Konkurrenzfähigkeit (weltweit) betrachtet, ist das "Engagement" hier eher besorgniserregend!;-))) Und hast du bemekrt, welchen enormen Aufwand wir betreiben mussten um ein paar Leute zur Diskussion zu führen? Penetranter als ich hier vorgegangen bin, geht es gar nicht!;-))) Mich belustigt das Ganze sehr und ich bin zufrieden mit unseren Erfolgen, aber dass ein Problem vorliegt ist offensichtlich! Ist es so, dass wir in Ilmenau mit Experten zusammenkommen, die Schülern und Studenten in virtueller Kommunikation schulen wollen? Ich verstehe, dass du dich mit Urteilen zurückhältst, das möchte ich letztlich auch, aber ein bisschen wundern darf man sich schon. Selbst wenn unsere Themen irrelevant für die anderen TN wären, könnte man erwarten, dass sie andere Foren mit anderen Themen eröffnen... Auf jeden Fall müssen wir an diesem Defizit ansetzen und ein paar Skills in Ilmenau anbieten. Zumal es sich hier nur um die Oberfläche handelt. Wie sieht es erst aus, wenn man in die Theorie einsteigt???
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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"Michael Kratky":

Was mir bisher aufgefallen ist: Schüler würden die Möglichkeiten, die partizipative Tools bieten, mit den richtigen Inhalten (Bedürfnis nach Sinn ;-)) gerne aufgreifen. Ich glaube, dass bei den Lehrern die lebensnotwendige Begeisterung und die Kompetenz dazu fehlt.

Diese aussage kann ich nach meinen bisherigen Erfahrungen nur voll und ganz bestätigen. Bei meinem Vortreag auf der Moodlemoot in HD hat meine aussage zu diesem Sachverhalt unter den anwesenden Moodlefreak-Kolleg/innen die größte Schmunzelwirkung erzielt: " Die Schüler/innen sind nicht das Problem!"

Als Teilnehmer einer blended-learning-eleraning Fortbildung habe ich genau den gleichen Eindruck. Ich traue mich nicht, die TN mal zu fragen, wer mit den Top10 elearning-Tools arbeitet oder sie wenigstens mal gehört hat.

Wer sich momentan als elearning "Freak" (z.B. Moodle-Admin, Inhaber eines social Bookmarking Accounts) oder was auch immer positioniert ist seinen Kolleg/innen mindestens 1 Generation voraus. In der Forschung sind E-Portfolio-Untersuchungen gerade ganz aktuell oder auch schon fast vorbei; hier wird nach dem nächsten Trend gesucht (Welche Ideen erwarten uns?)

HG Heinz
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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"Jean-Pol Martin":

Natürlich gibt es auch im Westen Leute, die einen hohen Einsatz zeigen, auch im Rahmen des Educamp Projektes. Oft fokussieren sie aber auf die erlebten Rückschläge und die Schwierigkeiten, die sich stellen, obwohl gerade das Überwinden von Hindernissen "Spaß" macht! Sie geben oft dann auf, wenn erste, zaghafte Erfolge sich einstellen. Und gerade dann wäre ein voller Einsatz verlangt!

ich fühle mich durch diese Aussagen angesprochen ;-)

Meine Arbeit vor Ort war/ist immer von "ich will verändern/voran bringen" geprägt. Mein Engagement für neue Medien/Methoden ist aber nicht auf allen Ebenen auf Gegenliebe getroffen und wenn hier in der Diskussion an anderer Stelle auch der günstige Regierungswind thematisiert wird, so ist doch mein Umfeld noch ncht so wiet, oder ich habe noch nicht die richtrigen Argumente aufgefahren. Bei dieser Suche nach Argumenten ist mir die Diskussion hier sehr wichtig, ich werde meine Schwerpunkt aber auf jeden Fall auch in Zukunft auf lokale Projekte legen ;-)

HG Heinz
Beitrag verlinken am 25.03.2008 geschrieben
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Ja - Zurückhaltung habe ich gelernt, gerade, wenn ich neu in einen Themenbereich einsteige. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich als systemisch arbeitender Coach zunächst beobachte, um mir ein Gesamtbild (des Systems - hier Lernen 2.0, Fachwelt) machen zu können - habe ich dieses getan, dann kann es losgehen. @Jean-Pol, ja, es war schon etwas aufwendig ;-)) Aber bis Ilmenau ist es nicht mehr weit - und dort werde ich natürlich meine Beobachtungen und Einschätzungen kommunizieren... Sonderbar finde ich es natürlich auch... genau wie du!
Ich hoffe wir werden im Educamp viele Gelegenheiten haben dieses Phänomen zu betrachten und mit mehr Lösungen als es Probleme aufwirft nach Hause gehen und anschließend viel neue erfolgreiche Projekte initiieren ;-))
Beitrag verlinken am 26.03.2008 geschrieben
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Bisher habe ich sehr viele neue Einsichten gewonnen und für meine Ziele lief das Educamp-Projekt im Vorfeld hervorragend. Wir konnten uns argumentativ sehr gut auf die Tagung einstellen und eine Strategie aufstellen: Es besteht ein hohes Defizit an Kommunikationsskills; wir haben selbst gezeigt, dass wir über solche Skills verfügen und werden sie anbieten in Ilmenau und überall auf der Welt!;-)))
Beitrag verlinken am 26.03.2008 geschrieben
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Ich bin noch neu hier ;), dennoch will ich mich nicht auf meinen Status „neu“ ausruhen!

Normalerweise ziehe auch ich es vor, erst einmal die Umgebung oder die Gruppe in ihren Verhaltensweisen und „Traditionen“ zu beobachten. Aus anderen Communitys habe ich diese Verhaltensweise erlernt. Oft stecken hinter einzelnen Communitys hochkomplexe Gebäude, Regelstrukturen etc. Es gibt sogar Handbücher, die mehrere Word-Seiten lang sind und die einem Neuling oftmals vorgelegt werden, damit sich dieser die Regeln durchlesen kann. Mit einem Schmunzeln beobachte ich so etwas, aber ich verstehe auch die Notwendigkeit einer Community, die sie zu dieser Handlung antreibt. Ziel ist vor allem die Systemerhaltung. Die Community ist aufgefordert Balance zwischen der Aufrechterhaltung des Systems und den so dringend notwendigen neuen Anreizen zu halten. Ein mehrseitiges Handbuch und dem Druck der Anpassung kann ganz schnell dem neuen Mitglied seine so wichtigen Ideen austreiben.

Ich glaube an diesem Punkt steckt eine ganz besondere Schranke. Auch ich habe in einer Community versucht neue Ideen der so genannten Web 2.0 Technologie zu implementieren. Der erste Versuch scheiterte. Man hörte mir zwar zu und fand das interessant, aber irgendwie war das Neue für sie vom „anderen Stern“ und man sah nicht die Notwendigkeit ein.
Ich habe lange überlegt, warum diese Leute, die täglich mehrere Stunden im Internet sind, sich dermaßen gegen Erneuerungen wehren. Mittlerweile glaube ich durch Gespräche und Beobachtungen, diese Personen spüren einen emotionalen Druck in sich. Hieß es doch bisher, dass sie durch ihre täglichen Anwendungen zu den Menschen gehörten, die am kompetentesten mit dem Web umgehen konnten. Und auf einmal komme ich daher und sage ihnen „E-M@il“Kommunikation ist in unserem Sinne inkompetent, lasst uns doch durch Google-Anwendungen miteinander kommunizieren.“ Der Vorteil lag meiner Meinung nach offensichtlich auf der Hand, aber er war eben rational. Ich glaube es ist schwer, verarbeiten zu müssen, dass man täglich im Web unterwegs ist, aber auf einmal nicht mehr zu den Leuten gehört, die an vorderster Front mitschwimmen. Eine Entwicklung ist fast unsichtbar an ihnen vorbei gegangen und zwar die Entwicklung zu Vernetzung und social-network Applikationen.

Im zweiten Versuch habe ich meine „Erneuerungen“ argumentationstechnisch umgestellt. Mäßig, vorsichtig und langsam tastet sich die anderen heran, aber die neuen Anwendungen beginnen zu überzeugen ;).

Eine Diskussionsplattform (social-network), wie wir sie hier haben, verlangt (auch die aktivsten Mitglieder ;)) nach Interaktion und zwar von Anfang an. Hier hat also eine Veränderung stattgefunden. Nicht das vorsichtige Vorantasten und zaghafte experimentelle Einbringen, wie wir es in Communitys bisher hatten, wird abverlangt, sondern, so verstehe ich es der aktive Einstieg von Anfang an (natürlich unter Berücksichtigung des bisher Geschriebenen) Diese Handlungsmuster sind für den bisherigen Web-Anwender neu und bedarf wie überall mutige Vorreiter *bg*, die den anderen es vor machen.

So sehe ich die Entwicklung zu mindestens in Deutschland. Darauf in Ilmenau hinzuweisen ist sicherlich zwingend notwendig, Verständnis entwickeln aber ebenso. Das ist nicht nur hoch interessant diese Entwicklung zu beobachten, so kann ich auch den einen oder anderen mitnehmen und aktivieren. Das es euch verwundert und teilweise entsetzt Jean-Pol Martin und Alexander Rausch kann ich gut nachvollziehen und dennoch freue ich mich über eure Gabe diese Beobachtung mit einem ironischen und einem schmunzelnden Auge zu begegnen. Dort ist glaube ich der erste Ansatzpunkt.

Ah ja, auch als Lehrer ist das ein emotionaler Tiefschlag, wenn es auf einmal heißt, dass die eigenen Schüler technisch viel versierter sind. Dann verschläft man aus Angst zu versagen, eine Entwicklung, dann die nächste usw…. (aber ich kann nur spekulieren, immerhin befinde ich mich auf der theoretischen Seite ;)) Ich bin mittlerweile von den Möglichkeiten, den Communitys (mit social-network Applikationen) anbieten so begeistert, dass ich gerne einmal ein Experiment an einer Gruppe/Klasse etc. wagen würde ;).
Beitrag verlinken am 26.03.2008 geschrieben
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Liebe Jana,schön dass du dich sosehr für die Theorie interessierst, das ist eine gute Ergänzung für unsere Gruppe. Ich selbst bin recht aktiv in der Praxis der realen Welt, vor allem im Unterrichtsbereich und möchte diese Aktivität in die virtuelle Welt ausdehen.Bisher ist es mir gut gelungen, auch hier auf diesem Forum. Dass TN, die sich als Kommunikationsspezialisten definieren, resistent gegen Kommunikation sind, ist für mich eher belustigend und motivierend, denn hier entdecke ich ein Handlungsfeld. Das zu meiner persönlichen Position.
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