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Öffentliche Seminare im Web 2.0: Gemeinsam einsam, oder wie?

Beitrag verlinken am 31.05.2010 geschrieben
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Hallo, liebe EduCamper!

Inspiriert von Christian Spannagel und Florian Schimpf läuft bei uns gerade als Testlauf ein öffentliches Seminar im Web 2.0. Die Grundidee dahinter wird im Video unter 

http://www.youtube.com/watch

erklärt. Details gibt's unter http://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:Teams_SoSe10

Hierzu würde ich schon einmal eine mögliche Session in Aussicht stellen.

Beitrag verlinken am 25.07.2010 geschrieben
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Hallo Oliver,

mir stellt sich in Bezug auf Lehrveranstaltungen an der Uni immer wieder die Frage "Wie öffentlich darf's denn sein?" - von daher finde ich Dein Angebot, das Du in Aussicht stellst, klasse und würde vor Ort gerne mitdiskutieren

Viele Grüße,

Sandra

Beitrag verlinken am 06.08.2010 geschrieben
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Sandra Hofhues:

mir stellt sich in Bezug auf Lehrveranstaltungen an der Uni immer wieder die Frage "Wie öffentlich darf's denn sein?" - von daher finde ich Dein Angebot, das Du in Aussicht stellst, klasse und würde vor Ort gerne mitdiskutieren

Hallo, Sandra!

Tut mir leid, ich sehe deine Antwort erst jetzt - muss wohl mal die Einstellungen ändern... Also: Gerne! Und wenn ich mir das Hochschulballett noch einmal anschaue, dann vermute ich, das wird interessant

Viele Grüße

Oliver

Beitrag verlinken am 10.08.2010 geschrieben
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Hallo Oliver,

das wird sogar sehr interessant

Ich finde das Thema Öffentlichkeit zunehmend spannend und merke auch, wie einer ersten Euphorie momentan eine Art Ernüchterung folgt (vielleicht auch durch Christians Ausstieg beschleunigt?). Vielleicht müssten wir sogar nochmals differenzieren: Öffentlichkeit für das Lernen, für Lehrende als Motivator, für die Reputation, ... mir fielen da schon einige interessante Facetten ein

Viele Grüße,

Sandra

Beitrag verlinken am 11.08.2010 geschrieben
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Sandra Hofhues:

Ich finde das Thema Öffentlichkeit zunehmend spannend und merke auch, wie einer ersten Euphorie momentan eine Art Ernüchterung folgt (vielleicht auch durch Christians Ausstieg beschleunigt?). Vielleicht müssten wir sogar nochmals differenzieren: Öffentlichkeit für das Lernen, für Lehrende als Motivator, für die Reputation, ... mir fielen da schon einige interessante Facetten ein

...als Motivator für Studierende (Da interessiert sich jemand dafür, was ich mache!)

...als Feedback für Lehrende (Ist es wirklich sinnvoll, was ich mache? Da hat jemand gute Ideen, wie ich ein Problem lösen kann. "Troubles are all the same..." - oder vielleicht auch nicht?)

...als Partizipationschance für Außenstehende (Ich kann da mitmachen und auch etwas lernen!)

...als Informations-/Kontrollmöglichkeit für die Bevölkerung (Wofür werden meine Steuergelder eigentlich ausgegeben?)

...

Da fällt mir auch was zu ein

Beitrag verlinken am 11.08.2010 geschrieben
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Gefällt mir sehr gut, Deine Einteilung, da es ja lt. Öffentlichkeitssoziologie drei Funkionen von Öffentlichkeit gibt:

  1. Transparenzfunktion
  2. Validierungsfunktion
  3. Orientierungsfunktion

Ich denke, die drei Funktionen lassen sich sehr gut auf unterschiedliche Zielgruppen übertragen: auf Lernende, Lehrende, Außenstehende etc. Und natürlich hat Öffentlichkeit auch immer etwas mit Demokratisierung zu tun - wobei ich nicht weiß, ob dieses Thema uns inhaltlich zu weit weg von Seminaren/Lehrveranstaltungen führen würde.

 

 

Beitrag wurde am 11.08.2010 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 11.08.2010 geschrieben
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Sandra Hofhues:

Gefällt mir sehr gut, Deine Einteilung, da es ja lt. Öffentlichkeitssoziologie drei Funkionen von Öffentlichkeit gibt:

  1. Transparenzfunktion
  2. Validierungsfunktion
  3. Orientierungsfunktion

Mit Öffentlichkeitssoziologie kenne ich mich überhaupt nicht aus, aber schön, dass es passt

Sandra Hofhues:

Ich denke, die drei Funktionen lassen sich sehr gut auf unterschiedliche Zielgruppen übertragen: auf Lernende, Lehrende, Außenstehende etc. Und natürlich hat Öffentlichkeit auch immer etwas mit Demokratisierung zu tun - wobei ich nicht weiß, ob dieses Thema uns inhaltlich zu weit weg von Seminaren/Lehrveranstaltungen führen würde.

Hat Öffentlichkeit immer etwas mit Demokratisierung zu tun? Man kann doch etwas öffentlich tun, ohne dabei auf seine uneingeschränkte Herrschaft zu verzichten - zum Beispiel, wenn man Vorlesungen ins Netz streamt, die zwar jeder einsehen, aber bei denen man nichts beeinflussen kann und der Vortragende weiter alle Fäden in der Hand hält. Eine Demokratisierung könnte man aber auch darin sehen, dass sich der "Herrscher" zumindest angreifbar macht durch seine Öffnung und so der Öffentlichkeit Überprüfungsmöglichkeiten (Kontrollmöglichkeiten passt nicht ganz, denke ich) für sein Wirken in die Hand gibt.

Gerade wenn man transdisziplinäres Lernen oder die "scientific literacy" fördern möchte, passt Öffentlichkeit übrigens sehr gut zu Lehrveranstaltungen, denke ich. Wenn man das nicht im Sinn hat, kann sie aber vielleicht auch hinderlich sein, sollte tatsächlich zu viel Beteiligung von außen einströmen und damit die vorhandenen Ressourcen überlasten - das wären aber sicher Extremfälle.

Beitrag verlinken am 17.08.2010 geschrieben
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Aus meiner Sicht hat Öffentlichkeit immer dann etwas mit Demokratie zu tun, wenn man über die Zugänglichkeit von Informationen, die Möglichkeit zur Teilhabe bei der Erstellung und den (späteren) Diskurs über Informationen spricht. Die Verbindung vom Thema Öffentlichkeit zur Information Literacy/Scientific Literacy sehe ich übrigens auch sehr deutlich, da sich die Grundprinzipien der Zugänglichkeit, des Hineinwachsens, der Partizipation etc. durchaus gleichen.

Viele Grüße,

Sandra

 

tagsStichwörter: Web 2.0 Seminar Uni
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