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Wir groß ist das Problem des Plagiarismus in Zeiten des Web 2.0 und der damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeit wirklich? Gibt es verstärkt das sogenannte "Google-Paste-Syndrom" nach Dr. Stefan Weber das hier von Steffen Büffel genauer thematisiert wird: http://www.media-ocean.de/2008/02/20/plagiarismus-20/ ?
Marcel Kirchner:
Wir groß ist das Problem des Plagiarismus in Zeiten des Web 2.0 und der damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeit wirklich? Gibt es verstärkt das sogenannte "Google-Paste-Syndrom" nach Dr. Stefan Weber das hier von Steffen Büffel genauer thematisiert wird: http://www.media-ocean.de/2008/02/20/plagiarismus-20/ ?
Wir groß ist das Problem des Plagiarismus in Zeiten des Web 2.0 und der damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeit wirklich? Gibt es verstärkt das sogenannte "Google-Paste-Syndrom" nach Dr. Stefan Weber das hier von Steffen Büffel genauer thematisiert wird: http://www.media-ocean.de/2008/02/20/plagiarismus-20/ ?
Aus meiner Sicht sollte man den Begriff Plagiat ganz abschaffen. Aus einer Fülle von Einzelbausteinen einen kohärenten, wertvollen Text zu verfassen, ist eine hochkomplexe Leistung. Diese Leistung soll bewertet werden. Also: copy-paste ist der erste Schritt, der zweite - die eigentliche Leistung - ist die Redaktion und das In-Kohärenz bringen (Komplexitätskompression).
Ich würde den Begriff Plagiat nicht abschaffen wollen. Denn wenn man beispielsweise von Studierenden einen Unterrichtsentwurf enthält, dessen Sachanalyse der entsprechende komplette Text aus Wikipedia ist, dann ist das ein Plagiat und keine hochkomplexe Leistung.
Eine hochkomplexe Leistung ist für mich das Herausholen von Informationen aus verschiedenen Texten und das Zusammenfügen diese Information in einem neuen Text (mit Belegen, woher die Informationen stammen). Und damit meine ich nicht Copy & Paste... :-)
Eine hochkomplexe Leistung ist für mich das Herausholen von Informationen aus verschiedenen Texten und das Zusammenfügen diese Information in einem neuen Text (mit Belegen, woher die Informationen stammen). Und damit meine ich nicht Copy & Paste... :-)
Christian Spannagel:
Ich würde den Begriff Plagiat nicht abschaffen wollen. Denn wenn man beispielsweise von Studierenden einen Unterrichtsentwurf enthält, dessen Sachanalyse der entsprechende komplette Text aus Wikipedia ist, dann ist das ein Plagiat und keine hochkomplexe Leistung.
Eine hochkomplexe Leistung ist für mich das Herausholen von Informationen aus verschiedenen Texten und das Zusammenfügen diese Information in einem neuen Text (mit Belegen, woher die Informationen stammen). Und damit meine ich nicht Copy & Paste... :-)
Ich würde den Begriff Plagiat nicht abschaffen wollen. Denn wenn man beispielsweise von Studierenden einen Unterrichtsentwurf enthält, dessen Sachanalyse der entsprechende komplette Text aus Wikipedia ist, dann ist das ein Plagiat und keine hochkomplexe Leistung.
Eine hochkomplexe Leistung ist für mich das Herausholen von Informationen aus verschiedenen Texten und das Zusammenfügen diese Information in einem neuen Text (mit Belegen, woher die Informationen stammen). Und damit meine ich nicht Copy & Paste... :-)
Ich habe mich schlecht ausgedrückt, denn ich meine genau das, was du sagst. Ich glaube sogar, dass ich das auch so formuliert habe!;-)))
("Aus einer Fülle von Einzelbausteinen einen kohärenten, wertvollen Text zu verfassen, ist eine hochkomplexe Leistung. Diese Leistung soll bewertet werden. Also: copy-paste ist der erste Schritt, der zweite - die eigentliche Leistung - ist die Redaktion und das In-Kohärenz bringen (Komplexitätskompression)."
Ja. Ich denke Copy-Paste ist in uns drin. Ohne Copy-Paste würde nix funktionieren. Wir sind ja ein einziges Copy-Paste Wesen. Der Verfasser muss sich anstrengen ein vernünftiges Produkt zu erstellen und der Lehrende muss ihm dabei über die Schultern gucken, auf dass er sich die Arbeit nicht zu einfach macht. Das Google-Syndrom ist nicht neu. Früher hat man halt Menschen z.B. gegen Geld seine eigene Arbeit machen lassen.
"Tamim Swaid":
Ja. Ich denke Copy-Paste ist in uns drin. Ohne Copy-Paste würde nix funktionieren. Wir sind ja ein einziges Copy-Paste Wesen. Der Verfasser muss sich anstrengen ein vernünftiges Produkt zu erstellen und der Lehrende muss ihm dabei über die Schultern gucken, auf dass er sich die Arbeit nicht zu einfach macht. Das Google-Syndrom ist nicht neu. Früher hat man halt Menschen z.B. gegen Geld seine eigene Arbeit machen lassen.
Ja. Ich denke Copy-Paste ist in uns drin. Ohne Copy-Paste würde nix funktionieren. Wir sind ja ein einziges Copy-Paste Wesen. Der Verfasser muss sich anstrengen ein vernünftiges Produkt zu erstellen und der Lehrende muss ihm dabei über die Schultern gucken, auf dass er sich die Arbeit nicht zu einfach macht. Das Google-Syndrom ist nicht neu. Früher hat man halt Menschen z.B. gegen Geld seine eigene Arbeit machen lassen.
Der Lehrende muss dem Verfasser helfen, sich die Arbeit sehr leicht zu machen (copy paste), damit er viele Informationen verarbeitet und am Ende ein origineller, eigenständiger Text steht. Der Lehrender soll nicht über die Schulter schauen (er ist ja kein Polizist) sondern mit dem Verfasser nach vorne schauen und ihm helfen, so weit zu kommen, wie er nur kann. Das ist eine andere Vorstellung von Lehre, oder habe ich deinen Text falsch verstanden?
"Jean-Pol Martin":
Der Lehrende muss dem Verfasser helfen, sich die Arbeit sehr leicht zu machen (copy paste), damit er viele Informationen verarbeitet und am Ende ein origineller, eigenständiger Text steht.
Der Lehrende muss dem Verfasser helfen, sich die Arbeit sehr leicht zu machen (copy paste), damit er viele Informationen verarbeitet und am Ende ein origineller, eigenständiger Text steht.
Ich habe immer noch Probleme damit, wenn du über "Copy & Paste" sprichst, weil bei mir immer gleich negative Assoziationen geweckt werden, obwohl du etwas positives meinst. Vielleicht können wir einen neuen Begriff für das erwünschte Verhalten einführen? Wie wär's mit "collect & create"? Oder "collect & construct"? Oder "collect & combine"? Vielleicht gibt' s irgendwo schon so einen Begriff?
"Christian Spannagel":
Ich habe immer noch Probleme damit, wenn du über "Copy & Paste" sprichst, weil bei mir immer gleich negative Assoziationen geweckt werden, obwohl du etwas positives meinst. Vielleicht können wir einen neuen Begriff für das erwünschte Verhalten einführen? Wie wär's mit "collect & create"? Oder "collect & construct"? Oder "collect & combine"? Vielleicht gibt' s irgendwo schon so einen Begriff?
"Jean-Pol Martin":
Der Lehrende muss dem Verfasser helfen, sich die Arbeit sehr leicht zu machen (copy paste), damit er viele Informationen verarbeitet und am Ende ein origineller, eigenständiger Text steht.
Der Lehrende muss dem Verfasser helfen, sich die Arbeit sehr leicht zu machen (copy paste), damit er viele Informationen verarbeitet und am Ende ein origineller, eigenständiger Text steht.
Ich habe immer noch Probleme damit, wenn du über "Copy & Paste" sprichst, weil bei mir immer gleich negative Assoziationen geweckt werden, obwohl du etwas positives meinst. Vielleicht können wir einen neuen Begriff für das erwünschte Verhalten einführen? Wie wär's mit "collect & create"? Oder "collect & construct"? Oder "collect & combine"? Vielleicht gibt' s irgendwo schon so einen Begriff?
Ich verstehe, dass du damit ein Problem hast. Ich persönlich ziehe es vor, "copy-paste" zu benutzen, weil ich damit verdeutlichen möchte, dass die an Unis vertretene Einstellung bezüglich der kollektiven Wissenskonstruktion noch im alten Paradigma verortet ist, wo jeder bei noch so trivialen Gedanken sein Name zitiert sehen wollte (wichtig für die Karriere usw.). Und "copy-paste" provoziert die Reflexion eher als ein neutralerer, wenige negativ besetzter Begriff. Die Leute sollen kopieren was das Zeug hält und niemanden zitieren. Es kommt auf die Qualität des Endtextes. Woher die Versatzstücke kommen ist nicht mehr wichtig, die Zeit dazu haben wir nicht mehr, Leute zu zitieren, wenn sie irgendwo drei Sätze geschrieben haben. Das meine ich.
Aus einzelnen Bausteine unterschiedliche Texte einen neuen Text schreiben nennt sich nicht Copy&Paste, sondern schlicht und einfach wissenschaftliches Arbeiten.
Copy&Paste, wie es im Hochschulalltag leider wirklich vorkommt, ist einen Text zu nehmen und ihn unverändert abzugeben. Sozusagen ein nicht kenntlich gemachtes Zitat. Und das ist ein Plagiat.
Ich glaube aber nicht, dass das durch Google zugenommen hat. Durch Google fällt das nur eher auf. Dozent sieht einen Satz, tippt ihn bei Google ein, findet die Quelle. Batsch. Plagiat. 5. Fertig.
Wenn jemand aber ein Buch abschreibt oder eine Diplomarbeit, die schon lange im Schrank steht, dann fällt das eben nicht so leicht auf, wenn es nicht digitalisiert wurde.
Wobei Copy&Paste natürlich leichter fällt, als mehrere Sätze aus einem Buch abzutippen. Vielleicht ist es daher verführerischer.
Copy&Paste, wie es im Hochschulalltag leider wirklich vorkommt, ist einen Text zu nehmen und ihn unverändert abzugeben. Sozusagen ein nicht kenntlich gemachtes Zitat. Und das ist ein Plagiat.
Ich glaube aber nicht, dass das durch Google zugenommen hat. Durch Google fällt das nur eher auf. Dozent sieht einen Satz, tippt ihn bei Google ein, findet die Quelle. Batsch. Plagiat. 5. Fertig.
Wenn jemand aber ein Buch abschreibt oder eine Diplomarbeit, die schon lange im Schrank steht, dann fällt das eben nicht so leicht auf, wenn es nicht digitalisiert wurde.
Wobei Copy&Paste natürlich leichter fällt, als mehrere Sätze aus einem Buch abzutippen. Vielleicht ist es daher verführerischer.
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