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Wie lernt der Mensch? Urzeit, Heute und Zukunft

Beitrag verlinken am 25.02.2008 geschrieben
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Wie lernt der Mensch und wie kann man neue Technologien für effizienteres Lernen nutzen
- Der Mensch lernt seit Anbeginn seiner Existenz. Welche Tools und Techniken waren ihm dabei am nützlichsten?
- In welcher Form sind diese Tools und Techniken heutzutage vorhanden?
- In welche Richtung sollten sich diese Tools und Techniken in der Zukunft entwickeln?
Beitrag verlinken am 27.02.2008 geschrieben
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Hallo Tamim,

das sind natürlich sehr große Fragestellungen, die man fast übergeordnet zu allen bisher vorhandenen Themenvorschlägen betrachten könnte und die auch maßgebliche Beweggründe für das Stattfinden des EduCamps überhaupt darstellen.

Ich denke, dass sich das Lernen des Menschen selbst kaum verändert hat, aber die Möglichkeiten, wie man ein solches Lernen fördern kann zunächst mit dem Internet und speziell mit dem Einsatz von Social Software erheblich gewandelt und gesteigert haben. Sehr wichtig empfinde ich beim Lernen immer auch die Kommunikation mit anderen über Themen und Zusammenhänge - man denke nur an Lerngruppen bei der Prüfungsvorbereitung usw. ... Interpersonale Kommunikation bleibt also weiterhin sehr bedeutsam beim Lernen!

Aber dieses Lernen kann z.B. durch Blogs viel individueller und eigenverantwortlicher bzw. sebstgesteuerter stattfinden, bei dem ich während meines Lernprozesses auch jederzeit mit anderen Leuten, die ein gleiches thematisches Interesse haben, in Kontakt kommen und mich austauschen kann.

Jetzt konnte ich natürlich nur ein bis zwei Punkte von Deinen umfassenden Fragen anreißen. Aber vielleicht haben ja die anderen noch Ideen und auf dem EduCamp selbst wird es dazu bestimmt genügend Anregungen geben - vielleicht hältst Du ja eine Session dazu?

Beste Grüße
Marcel
Beitrag verlinken am 27.02.2008 geschrieben
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Dazu fällt mir nun spontan das Stichwort informelles Lernen ein. Das Meiste lernt der Mensch informell, im alltäglichen Leben und außerhalb der gängigen Bildungsinstitutionen. Das wird allerdings, zumindest in Deutschland, nicht anerkennt.
Vorreiter natürlich mal wieder die skandinavischen Länder, aber auch Frankreich und Schweiz. In diesen Ländern werden solche Kompetenzen festgestellt und angerechnet.
Beitrag verlinken am 29.02.2008 geschrieben
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Stellen wir uns mal eine Szene in der Urzeit vor.
Ein Mensch findet ein Hammerwerkzeug dass jemand anders hergestellt hat. Er erkennt relativ schnell die Vorzüge dieses Werkzeugs - Leistungssteigerung (Das generelle Prinzip von Werkzeugen). Nun nimmt er das Werkzeug mit in seine Sippe, die den Wert des Werkzeuges schnell zu schätzen weiß, weshalb man mehrere dieses Hammer produzieren möchte. Die große Frage lautet nun: Wie geht das?

1. Szenario
Man nimmt das Werkzeug auseinander und versucht es nachzubauen. Die Gefahr dabei besteht dass man es nicht schafft und somit das Werkzeug verloren ist.

2. Szenario
Man sucht nach der Person die dieses Werkzeug gebaut hat und lernt von Ihm die Herstellung.


Der Unterschied zwischen Szenario 1 und Szenario 2 ist die Kommunikation mit einem Menschen der mehr Erfahrung hat. Ich glaube dass Kommunikation das wichtigste Instrument des Lernens ist. Gestern, Heute und Morgen.
Beitrag verlinken am 29.02.2008 geschrieben
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Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Tamim Swaid:

Stellen wir uns mal eine Szene in der Urzeit vor.
Ein Mensch findet ein Hammerwerkzeug dass jemand anders hergestellt hat. Er erkennt relativ schnell die Vorzüge dieses Werkzeugs - Leistungssteigerung (Das generelle Prinzip von Werkzeugen). Nun nimmt er das Werkzeug mit in seine Sippe, die den Wert des Werkzeuges schnell zu schätzen weiß, weshalb man mehrere dieses Hammer produzieren möchte. Die große Frage lautet nun: Wie geht das?

1. Szenario
Man nimmt das Werkzeug auseinander und versucht es nachzubauen. Die Gefahr dabei besteht dass man es nicht schafft und somit das Werkzeug verloren ist.

2. Szenario
Man sucht nach der Person die dieses Werkzeug gebaut hat und lernt von Ihm die Herstellung.


Der Unterschied zwischen Szenario 1 und Szenario 2 ist die Kommunikation mit einem Menschen der mehr Erfahrung hat. Ich glaube dass Kommunikation das wichtigste Instrument des Lernens ist. Gestern, Heute und Morgen.

Nun, die Person zu suchen ist zumindest heute wesentlich einfacher als zu Steinzeits Zeiten ;-) Ich stimme dir zu, dass die Kommunikation das entscheidende Instrument des Lernens ist - aber es ist unmöglich nicht nicht zu kommunizieren - heißt doch auch es ist unmöglich nicht nichts zu lernen, oder? Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Was lässt manche Menschen mit soviel Spaß und Freude effektiv Lernen und warum funktioniert es bei den Anderen nicht. Welche konkreten Einflüsse spielen also eine Rolle? Ein paar wurde schon genannt bzw. sind das Oberthema hier. Welche gibt es ausserdem?
An alle in den Schulen und Universitäten: welche Modelle sind zeitgemäss und funktionieren? Welche neuen Modelle werden entwickelt? Wie sieht euer Alltag aus? Wie meiner in der Universität vor einigen Jahren? Ausser Beamer nichts passiert?
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Lehren hat immer auch etwas mit Persönlichkeit zu tun. Persönlichkeit haben die Menschen, die sich ihrer Sache, Position etc. sicher sind. Sicherer wird man mit der Erfahrung die man sammelt.
Für den Lehrenden ist es jedoch wichtig auf die Reaktionen der Schüler zu achten und zu versuchen aufgrund der Reaktionen seine Techniken zu verbessern. Derjenige der aufhört sein Tun zu hinterfragen und nicht mehr bereit ist sein Handeln zu ändern, macht automatisch Rückschritte. Und hier sind wir denke ich bei dem größten Problem angelangt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Riten machen ihm das Leben einfacher, da er auf Bewährtes zurückgreifen kann. Änderungen sind ihm unangenehm, weil er nicht weiß was hinter dieser Änderung steckt. Diese Angst vor dem Ungewissen lässt ihn zurückschrecken und nicht handeln, nicht ändern, nicht partizipieren,....
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Lehren hat immer auch etwas mit Persönlichkeit zu tun. Persönlichkeit haben die Menschen, die sich ihrer Sache, Position etc. sicher sind. Sicherer wird man mit der Erfahrung die man sammelt.
Für den Lehrenden ist es jedoch wichtig auf die Reaktionen der Schüler zu achten und zu versuchen aufgrund der Reaktionen seine Techniken zu verbessern. Derjenige der aufhört sein Tun zu hinterfragen und nicht mehr bereit ist sein Handeln zu ändern, macht automatisch Rückschritte. Und hier sind wir denke ich bei dem größten Problem angelangt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Riten machen ihm das Leben einfacher, da er auf Bewährtes zurückgreifen kann. Änderungen sind ihm unangenehm, weil er nicht weiß was hinter dieser Änderung steckt. Diese Angst vor dem Ungewissen lässt ihn zurückschrecken und nicht handeln, nicht ändern, nicht partizipieren,....

Genau. Das Gewohnheitstier Mensch... es gibt Einige, die Gewohnheiten durchbrechen und neues Verhalten ausprobieren. Deshalb nochmal meine Frage: gibt es die Lehrenden an Schulen und Hochschulen, die ihr Gewohnheitstier zu Hause lassen? Welche Erfahrungen mit neuen Methoden habt ihr gemacht im Laufe eures Studiums?
Meine Erfahrungen sind die: einer fängt an, andere gehen mit... (oder auch nicht, egal, denn man kann nicht darauf warten dass die Gesellschaft soweit ist, die Hochschule oder wer auch immer) nach vorne schauen und Anfangen, in der Praxis. Also ich kenne schon zwei Menschen aus unserem Netzwerk hier, die Erfahrungen damit haben, da sie in Ihrer Umsetzung vorangehen ;-)
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Sorry, wenn ich wieder auf meine Arbeit hinweise, aber in der Wikipedia ist eine schöne Beschreibung von LdL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren
Beitrag verlinken am 13.03.2008 geschrieben
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Jean-Pol Martin:

Sorry, wenn ich wieder auf meine Arbeit hinweise, aber in der Wikipedia ist eine schöne Beschreibung von LdL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren

Ich wußte es doch, dass schon jemand angefangen hat ;-) Da gehe ich doch gleich mal schauen...
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