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Virtuelle Kommunikationskopetenz

Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Ich finde dieses Thema hochspannend und freue mich auf euren Beitrag beim Educamp. Mich bewegen diesbezüglich auch viele Fragen. Als Kommunikationtrainer im "real life" kann ich mich dort auch kompetent und reflektiert bewegen, aber wie ist es in der virtuellen Welt? Wie findet "echte Kommunikation" hier statt? Wie weiß ich, ob mein Gegenüber auch das schreibt, was er wirklich sagen will? Ich kenne das nur aus der realen Kommunikation und weiß wie häufig wir aneinander vorbei kommunizieren... Stichwort Landkarten, Übertragungen, Projektionen usw.
Wie ist es mit der Privatsphäre? Ich schreibe hier etwas, beziehe Stellung... weltweit kann ich gelesen werden! Wieviel möchte ich der Welt von mir mitteilen? Was, wenn ich aus dem Bauch heraus kommuniziere und in 5 Jahren der Artikel benutzt wird um mich bloß zu stellen? Kommuniziere ich als Freiberufler nur mit dem Hintergedanken einer permanenten Selbstinszenierung/Marketing?
Diese und viele weitere Fragen bewegen mich derzeit...Web 2.0 Kommunikationskompetenz 2.0 (...)
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Diskussionen zu dem Beitrag :-)
Alexander
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Ich finde dieses Thema hochspannend und freue mich auf euren Beitrag beim Educamp. Mich bewegen diesbezüglich auch viele Fragen. Als Kommunikationtrainer im "real life" kann ich mich dort auch kompetent und reflektiert bewegen, aber wie ist es in der virtuellen Welt? Wie findet "echte Kommunikation" hier statt? Wie weiß ich, ob mein Gegenüber auch das schreibt, was er wirklich sagen will? Ich kenne das nur aus der realen Kommunikation und weiß wie häufig wir aneinander vorbei kommunizieren... Stichwort Landkarten, Übertragungen, Projektionen usw.
Wie ist es mit der Privatsphäre? Ich schreibe hier etwas, beziehe Stellung... weltweit kann ich gelesen werden! Wieviel möchte ich der Welt von mir mitteilen? Was, wenn ich aus dem Bauch heraus kommuniziere und in 5 Jahren der Artikel benutzt wird um mich bloß zu stellen? Kommuniziere ich als Freiberufler nur mit dem Hintergedanken einer permanenten Selbstinszenierung/Marketing?
Diese und viele weitere Fragen bewegen mich derzeit...Web 2.0 Kommunikationskompetenz 2.0 (...)
Ich freue mich über eure Erfahrungen und Diskussionen zu dem Beitrag :-)
Alexander


Ich glaube, wir sollen uns nicht zu wichtig nehmen. Wir schreiben viel und jeder greift vielleicht eine Idee auf und vergisst alles andere. Ich persönlich schreibe alles, was mir in den Sinn kommt. Egal, wer das zu lesen bekommt! Im Netz emergieren Ideen. Der Rest verschwindet in den Orkus!
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Sonderbar. Ich hatte hier eben lang und breit geschrieben und der Text ist jetzt weg... Naja... Also nochmal: Ich finde das Thema total klasse und wäre bei einer entsprechenden Session dabei. Das Kommunizieren über Kommunikation ist denke ich eine der entscheidenden Wege auch etwas darüber zu" lernen" wie kommunikation und damit auch Lernen funktioniert. Was das virtuelle Kommunizieren anbelangt hängt damit ja unmittelbar auch das Thema Identity 2.0 mit dran. Denn wie hier ja schon richtig geschildertw urde, ist es egal wo und wann ich an einer virtuellen Kommunikation teilnehme, da sie orts und zeitunabhängig weiter gesponnen werden kann. Im echten Leben habe ich zusätzlich noch die Hinweise über Körpersprache, Tonlage, Kleidung etc. An der Stelle hat das Netz was gutes, da es diese Äußerlichkeiten zunächst ausblendet (was eventuell Vorurteilen vorbeugt). Aber genau hier setzt weiderum die virtuelle Kommunikationskompetenz an, denn wenn ich damit nicht umzugehen weiss, dann kann ich schnell ein Bild von mir "senden", dass in schieflage gerät. Ich nehme mich selbst mal als Beispiel: Ich bin einer der Organisatoren des EduCamp und habe mich bis auf einige wenige Ausnahmen am Anfang aus den Kommunikationen hier komplett rausgehalten. Manchen ist das egal, aber den aktiven hier mag das sonderbar vorkommen. Also. Session dazu machen und wir tauschen uns dazu mal intensiver aus!
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Gute Idee! Ich bin dabei...
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Gute Idee! Ich bin dabei...

@Steffen: mir kommt dein Verhalten nicht sonderbar vor, denn es entspricht dem Verhalten aller anderen. Insofern ist es nicht schwer, hier zu emergieren, denn man muss nur ein paar Themen eingeben und die Leute ansprechen, von denen man meint, sie hätten gemeinsame Interessen. Ich glaube, die meisten hier (und ich will sie nicht schlecht machen!) leben im alten Paradigma: möglichst viel mitnehmen ohne viel von mir preiszugeben. Das ist von ihnen auch gar nicht böse gemeint, denn so wurden sie im alten Paradigma sozialisiert, insbesondere im Wisschaftssystem, das bekanntlich von allen Bereichen der Gesellschaft am resistentesten gegen jede Neuerung ist. Im neuen Paradigma ist jeder ein Neuron und auch ensprechend als Person gar nicht wichtig. Wichtig ist nur, ob er abfeuert und was er abfeuert. Ich bin extrem präsent im Netz (überall) aber das hat nur einen Wert, weil ich offensichtlich auch interessante Ideen produziere. Und vor allem: sobald jemand auf meine Impulse eingeht, bleibe ich dran: Ressourcenorientierung! Alles nachzulesen in:
http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t
Ich spreche hier viel von mir, weil ich mir diese Techniken in den letzten 12 Jahren sehr intensiv angeeignet habe und auf diese Erfahrung zurückgreifen kann.
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Schön. Dann hat es doch etwas gebracht die Diskussion über die Kommunkationskompetenz zu lösen und als eigenen Thread zu posten.
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Ich denke Kommunkationskompetenz erlangt in der Regel derjenige, der auch kommuniziert. Egal ob dies im Netz stattfindet oder außerhalb des Netzes. Wenn ich mich viel in Foren, Wikis, Blogs bewege, kommentiere, selber schreibe und partizipiere dann erlange ich mit der Zeit auch eine gewisse Kommunikationskompetenz. Jemand der viel Counterstrike im Team spielt, lernt auch mit diesem Team zu kommunizieren. Jemand der viel über MSN chattet oder sich in MySpace und Facebook rumtummelt, der lernt auch mit diesen Tools zu kommunizieren. Jemand der oft auf Veranstaltungen geht und offen auf Menschen zugeht, lernt dort zu kommunizieren. Jemand der in der Familie eine gewisse Kommunikationskultur erlernt hat hat eine bessere Ausgangslage als jemand der dies dort nicht lernt. Der sollte es in der Schule beigebracht bekommen. LdL ist soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann ein Konzept dass dabei hilft. Der Schüler MUSS mit den anderen in der Rolle des Lehrers kommunizieren und dabei lernt er automatisch von den Anderen, wie diese sich präsentieren, etc.
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Schon, aber wenn ein paar Regeln formuliert sind, ist es nicht schlecht. Beispielswiese in der Wikipedia gibt es die Netiquetten, die ein bestimmtes Verhalten empfehlen. Als Dozent, der virtuelle Kurse leitet, verlange ich von den Studenten, dass sie präsent im Netz sind und schnell reagieren. Also: man lernt die virtuelle Kommunikation durch virtuelles Kommunizieren, aber wenn ein kompetenter Mensch noch einige Anleitungen dazu liefert, ist es noch besser. Eine Mischen von Modell-Lernen und Learning by doing.
Beitrag verlinken am 12.03.2008 geschrieben
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Ja, damit kann ich mich anfreunden.
Beitrag verlinken am 13.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Was soll das sein?
Inwiefern unterscheidet sich das von realer Kommunikationskompetenz?


Zum Kommunizieren gehört m.E. immer auch ein Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums, indem man kommuniziert. Beim virtuellen Kommunizieren ist das (im Gegensatz zur realen Kommunikation) Wissen über die virtuelle/technische Kommunikationsplattform. Vermutlich gehört zur virtuellen Kommunikationskompetenz
* die Fähigkeit, das medienspezifische Reaktionsverhalten richtig einschätzen zu können und ebenso zu handeln (Wie groß sollte die Reaktionszeit beim Chatten / Mailen / Bloggen / ... sein? Wie unterscheiden sich synchrone und asynchrone virtuelle Kommunikationsszenarien?)
* das Wissen darum, dass virtuelle Kommunikation (vor allem in schriftlicher Form) oft ohne wichtige Kontextinformationen auskommen muss (z.B. Körpersprache), und die Fähigkeit, entsprechend zu agieren (geeignete, möglichst unmissverständliche Formulierungen finden, Emoticons verwenden, ...)
* das Wissen, dass sich hinter virtuellen Avataren und Nicknames tatsächliche, reale Menschen mit Wünschen / Gefühlen / Erwartungen / ... verbergen, und die Fähigkeit, entsprechend zu agieren

Mir fallen noch einige weitere Dinge ein, aber nur solche, die auch in realen Kommunikationsszenarien gelten. Die Liste lässt sich aber bestimmt noch weiter fortsetzen. Hat noch jemand Ideen? (Bzw. vielleicht ist das ja auch Quatsch, was ich geschrieben habe. ;-)

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