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Virtuelle Kommunikationskopetenz

Beitrag verlinken am 13.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Ja das tut er. Nun ich bin sicherlich was solche Dinge angeht empfindlicher, weil es mein Beruf ist darauf zu achten. Für denjenigen, der sich nicht damit auseinander gesetzt hat ist der Mangel nicht zu erkennen bzw. dann zu sehen wenn er die bessere Lösung sieht.
Das gilt im Prinzip für alle menschengeschaffene Produkte.

Voll im Thema, denn: Set und Setting in der Kommunikation spielen eine wichtige Rolle für den Verlauf der Kommunikation.... da kann der Zeilenabstand möglicherweise schonmal den Denkhorizont erweiern, oder... ;-)) Leider kann ich an dieser Stelle (noch) nicht viel selbst gestalten, bin froh über die Open Source Produkte...
Beitrag verlinken am 13.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Die Schriftgröße der Fourmsbeiträge: Zu Groß, genau richtig oder zu klein?


Ich würde dir zustimmen: Zu klein. Ich helfe mir immer mit folgender Methode:
Strg-Taste gedrückt halten und das Mausrad bewegen. :-)
Beitrag verlinken am 13.03.2008 geschrieben
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"Christian Spannagel":

"Tamim Swaid":

Die Schriftgröße der Fourmsbeiträge: Zu Groß, genau richtig oder zu klein?


Ich würde dir zustimmen: Zu klein. Ich helfe mir immer mit folgender Methode:
Strg-Taste gedrückt halten und das Mausrad bewegen. :-)


So einfach geht das? Danke!
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Ich frage Hannes mal, ob man das nicht irgendwo steuern kann...
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Feedback habe ich dem mixxt Team schon geschrieben.
Ich benutze auch einfach "Strg" und "+" . Aber ich weiß dass viele das einfach nicht kennen und es deshalb besser wäre wenn die Standardschriftgröße etwas größer ist.
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Virtuelle Kommunikationskompetenz"
Mir ging vor vielen Stunden die Frage durch den Kopf, welche Chancen und Risiken bietet das Web 2.0 eigentlich? Als Kommunikationstrainer beschäftige ich täglich mit der zunehmenden Kommunikations-Leere in unserer Gesellschaft. Zunehmend schaffen es weniger Menschen (auch die, die sich Nahe stehen, oder manchmal auch gerade die...) miteinander zu kommunizieren... Ihr kennt das Phänomen... man braucht Trainer, damit Menschen sich unterhalten, oder verstehen, was der Andere sagen will... Wir haben nie gelernt zu kommunizieren, wir lernten nur das Sprechen von Worten....
Wenn nun alle in die virtuelle Welt entschwinden, wie geht es dann gesellschaftlich weiter?
1. die reale Kommunikation wird noch weniger (...)
2 die reale Kommunikation wird wieder belebt, da Kommunikation für alle, als Kompetenz im Web 2.0 erlernt wird, erlernt werden muss
3. Raum für eure Ideen ;-)

Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Vielleicht lernen ja die Menschen die Reichhaltigkeit und Ganzheitlichkeit der realen Kommunikation wieder schätzen, wenn sehr viel virtuell kommuniziert wird. Dann wird das reale Gespräch vielleicht wieder als etwas Besonderes wahrgenommen.
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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@Spannagel, Rausch, Swaid, Kraktky, Büffel:
Kommunizieren an sich mag eine Zeitlang ein gewisses Vergnügen bereiten, aber ohne konkrete Inhalte fehlt die Motivation. Wenn Studenten Kommunikationsplattformen nicht benutzen, dann liegt es daran, dass sie für ihre Ziele diese nicht brauchen. Ich selbst benutze nur deshalb Plattformen, weil ich zwar Partner vor Ort habe und sie persönlich kontaktiere, aber weitere Partner brauche für meine Projekte, die nicht vor Ort sind. Und da greift die virtuelle Kommunikationskompetenz: wie schaffe ich es, Leute virtuell anzulocken und vor allem festzuhalten. Um das zu erreichen, brauche ich ein operationalisierbares "Menschenbild": was brauchen Menschen? Und Abraham Maslow:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Maslow
liefert mir hier ein gutes, weil einfaches und zuverlässiges Modell. Menschen haben über physiologische Bedürfnisse hinaus Bedürfnisse nach sozialer Einbindung, sozialer Anerkennung und vor allem ein Bedürfnis nach Sinn. Ich muss also meinen Studenten ein Projekt anbieten, das hohe Befriedigung langfristig verspricht. Sie müssen das Gefühl bekommen, dass sie an der Verbesserung ihrer eigenen Realität aber auch der Weltrealität beitragen. Das nenne ich Weltverbesserungskompetenz. Da ich in Pension gehe, möglicherweise aber auch in Äthiopien am Aufbau einer Uni mitwirken könnte, werde ich schrittweise eine (virtuelle und reelle) Gruppe aufbauen, die mir hilft, dort konkret Projekte zu unterstützen. Und dann werden die Leute, wie ich hoffe, kommunizieren, weil alle Faktoren vorliegen:
1. Projekt zur Weltverbesserung (motivation langfristig mitzuarbeiten)
2. Nicht ausreichende Partner vor Ort (face to face nicht möglich)
3. Notwendigkeit auf einer Plattform zu kommunizieren
Fazit (noch einmal): es ist legitim, dass die Studenten nicht virtuell kommunizieren wollen, wenn das Ergebnis der Kommunikation nur eine Note oder etwas ähnliches ist. Sie brauchen ein höheres Ziel!

Das ist übrigens auch die Motivation der Leute, die an der Wikipedia sehr intensiv und ohne "Lohn" arbeiten. Ich habe es in folgendem Artikel beschrieben (nur den Anfang lesen, Punkt 1 und 2):
http://www-edit.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/SLF/romanistik/didaktik/Forschung/ipk/material/papers/wikipedia.pdf/
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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Dann ist es aber genauso legitim nicht zu der Vorlesung zu gehen, wenn das Ziel nur die Note bzw. der Abschluss ist. Ich verstehe nicht wieso man das trennt. Hausarbeiten oder Blogeinträge sind für mich kein Unterschied.
Ich kann mich daran erinnern dass bestimmte Unterrichtsstunden und Fächer mir Spaß gemacht haben weil ich a) ein Eigeninteresse mitgebracht habe und b) der Lehrer einen guten Unterricht gemacht hat.

@ Jean-Pol
Die Welt zu verbessern ist ein schönes Ziel. Wenn man dies aber bei den Menschen nüchtern betrachtet, sind es die Wenigsten die das durch eigenes Handeln wirklich vorantreiben. Das Gros der Menschen handelt aus Eigeninteresse. Ein Abschluss und gute Noten sind mir deshalb wichtig, weil sie mir bessere Chancen für die Zukunft sichern.
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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"Jean-Pol Martin":

Menschen haben über physiologische Bedürfnisse hinaus Bedürfnisse nach sozialer Einbindung, sozialer Anerkennung und vor allem ein Bedürfnis nach Sinn.


Dies hat einen engen Bezug zu dem anderen Forenthread, indem es um die Begeisterung von Lernenden und Kollegen für Weblogs geht: http://educamp2008.mixxt.de/networks/forum/thread.462
Nach Deci & Ryan (dort beschrieben) ist neben der sozialen Einbindung auch die Wahrnehmung von Autonomie und von Kompetenz für selbstbestimmte Formen der Motivation relevant.

Du hast vollkommen recht: Insgesamt muss in Lehr-/Lernsituationen mehr auf Bedürfnisse der Lernenden eingegangen werden, und damit meine ich die tiefen, menschlichen Bedürfnisse wie Anerkennung, soziale Einbindung und - wie du in dem Artikel schreibst - Transzendenz (und nicht etwa der Besitz der witzigsten Handyklingeltöne ;-)
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