Wird in der eLearning BlogsZene seit einiger Zeit hoch gelobt. Ich stehe dieser Begeisterungen etwas skeptisch gegenüber. Was haltet ihr davon?
Hier ein kleines Video von dem derzeitigen Guru des informellen Lernens:
http://uk.youtube.com/watch?v=NlETGJ0mnno
- Home
- Allgemeine EduCamp-Diskussionen
- Themendiskussion
- Informelles Lernen
Danke. Was er sagt, stimmt. Aber man müsste an die konkrete Situation in der Schule ansetzen, und von dort aus die Strukturen zum neuen Paradigma, das er beschreibt, hinführen. Und das tun wir auch. Wir versuchen, eine Brücke zwischen dem altem und dem neuen Paradigma für Lehrer uns sonstige Interessierte zu bauen.
Ich finde das Thema informelles Lernen wird einersites derzeit sich extrem gehyped. vgl auch http://www.media-ocean.de/2008/03/12/scope-player-zum-thema-informelles-lernen/ aber andererseits braucht es Hypethemen und Extrempositionen zum bestehenden, um die notwendige Reibungsfläche aufzuziehen, die uns in einen zielführenden Diskurs bringt. Und da stimme ich Jean-Pol zu, dass es darum geht alt mit neu zu verbinden, die Synergie zu suchen, dabei immer das Gesamtgefüge im Auge zu behalten, die grautöne zwischen zwei Polen. Zwar liegt die Wahrheit nicht immer in der Mitte, aber ein konsens- und zulunftsfähiges Modell muss beides verbinden.
@Steffen. Richtig. Natürlich ist das, was die beiden informlles Lernen-Leute erzählen in Ordnung, aber die eigentlichen Schwierigkeiten treten erst auf, wenn man versucht, das Ganze zu operationalisieren. Das man in allen Interaktionen viel lernt ist klar, aber es kommt auf das Thema an und vor allem auf die Zielsetzung der Interaktionen. Was soll erreicht werden (Projekt). Ich brauche ein tragfähiges Projektziel, damit die Leute dauerhaft, projektbezogen, intensiv kommunizieren. Erst dann lernen sie wirklich, sowohl inzidentell als auch intentional. In Zeiten des Umbruchs gibt es viele viele Gurus, die sich positionieren wollen mit Teilaspekten eines Ganzen. Und eine tragfähige Lernumwelt zu schaffen (wie ein Unternehmen, aber auch der Unterricht in Schule und Uni), ist ein extrem komplexer Vorgang. Selbst diese Plattform hier ist noch lange keine Lernplattform. Wir haben ja (noch) kein konkretes Ziel. Nicht einmal richtige Themen, die von mehreren systematisch angegangen werden. Ich beklage mich auch nicht, ich stelle nur fest.
Informelles Lernen? Ok, das ist gut, aber vergessen wir dabei nicht ins Tun zu kommen? Ob Hochschule, oder Schule, oder Gesellschaft - es geht in den Diskussionen immer viel zu sehr um die Diskussion, die versch. Theorien! Statt sofort in Handlung zu kommen wird das Thema diskutiert, Thesen, Antithesen... Ja das ist gut, Nein das geht nicht in unserem System, aber... Mir kommt es manchmal so vor, als sei die reale Welt die Virtuelle und umgekehrt. Bis diese Erkenntnisse Alltag in der Praxis sind (von vereinzelten Vorreitern abgesehen ;-)) sind sie schon wieder veraltet. Ich denke egal ob informell oder experimentell - wir vergessen häufig, dass wir vieles sofort umsetzen können. Ich z.B. kann alles, was ich hier bei Euch lerne, sofort in die Schule oder meine Praxis bringen! Wer sollte mich daran hindern? Ich würde mich freuen mehr Praxisnähe und Unternehmensgeist zu spüren. Dass informelles Lernen "gutes" Lernen ist - Jean-Pol, wie alt ist der Gedanke, die Untersuchungen, die wissenschaftl. Untersuchungen? Ich weiß, dass die Diskussion um IL nicht zum ersten Mal geführt wird... Ich denke die Ansätze praktisch umzusetzen, z.B. durch die Ideen hier, beim Educamp oder an den vielen anderen Schnittpunkten ist das wirklich Spannende dabei.
Alexander Rausch:
Informelles Lernen? Ok, das ist gut, aber vergessen wir dabei nicht ins Tun zu kommen?
Informelles Lernen? Ok, das ist gut, aber vergessen wir dabei nicht ins Tun zu kommen?
Ich gebe dir völlig recht. Wir könnten jetzt gleich ein kleines Projekt zur gemeinsamen Wissenskonstruktion starten und die Ergebnisse in Illmenau präsentieren. Beispielsweise analysieren, inwiefern dieses Educampkonzept in der Realisierung zu optimieren wäre. Das läurt zwar nicht schlecht, aber was hätten die Organisatoren tun sollen, damit im Vorfeld mehr Kommunikation entsteht. Was sollten die Einzelnen an attitudes bringen, damit mehr und fruchtbarere Interaktionen erfolgen? Wir könnten kontrastiv arbeiten und überlegen, warum unsere Kommunikation hier befriedigend ist (welche skills bewirken, dass wir, also du, steffen Büffel und ich vorankommen?).
Jean-Pol Martin:
Ich gebe dir völlig recht. Wir könnten jetzt gleich ein kleines Projekt zur gemeinsamen Wissenskonstruktion starten und die Ergebnisse in Illmenau präsentieren. Wir könnten kontrastiv arbeiten und überlegen, warum unsere Kommunikation hier befriedigend ist (welche skills bewirken, dass wir, also du, steffen Büffel und ich vorankommen?).
Alexander Rausch:
Informelles Lernen? Ok, das ist gut, aber vergessen wir dabei nicht ins Tun zu kommen?
Informelles Lernen? Ok, das ist gut, aber vergessen wir dabei nicht ins Tun zu kommen?
Ich gebe dir völlig recht. Wir könnten jetzt gleich ein kleines Projekt zur gemeinsamen Wissenskonstruktion starten und die Ergebnisse in Illmenau präsentieren. Wir könnten kontrastiv arbeiten und überlegen, warum unsere Kommunikation hier befriedigend ist (welche skills bewirken, dass wir, also du, steffen Büffel und ich vorankommen?).
Eine gute Idee. Wie wollen wir vorgehen? Hast du eine Idee?
Wir sollten die Freunde kontaktieren, die gerade online sind. Wir könnten sie fragen, was sie motivieren könnte, intensiver zu kommunizieren. Wir können sie herausfordern, indem wir ihnen mitteilen, dass es schwer für uns ist, mit Leuten zu interagieren, die in Deckung bleiben. Wir sind bereit, Wissen zu schenken und uns ganz offen zu zeigen, warum nicht alle? Usw...
Im Prinzip kontaktiere ich jeden Neuankömmling, dessen Profil mir für die Zusammenarbeit günstig erscheint. So habe ich meine "Freundesliste" zusammengestellt.
Im Prinzip kontaktiere ich jeden Neuankömmling, dessen Profil mir für die Zusammenarbeit günstig erscheint. So habe ich meine "Freundesliste" zusammengestellt.
"Jean-Pol Martin":
warum nicht alle?
warum nicht alle?
Für mich ist immer noch eine große Hemmschwelle, dass ich oft das Gefühl habe den Überblick zu verlieren. Ich bin bereit Wissen herzugeben und aufzunehmen, aber dazu muss ich auch erstmal zum (virtuellen) Ort der Diskussion kommen.
Aber die Einstigsmöglichkeiten waren ja schon immer das größte Problem. Viele Sachen zum Thema E-Learning habe ich jetzt in einem Kurs der BaWü HDZ gefunden. Jetzt geht es nur noch mal darum das Wissen mit den Leuten hier und ihrem Wissen zu verknüpfen. So fällt mir der Einstieg leichter.
Ein anderer Aspekt ist, dass sich die Diskussion auf einem Niveau befindet, dass den Eindruck vermittelt man bräuchte eine akademische Bildung in E-Learning um mitzureden. Ich denke schon, dass ich etwas beitragen kann, z.B. durch kritische Fragen.
So, das war jetzt mal mein Infodump. Vielleicht hilfts ja ;)
Gruß Paula.
"Paula Schramm":
Für mich ist immer noch eine große Hemmschwelle, dass ich oft das Gefühl habe den Überblick zu verlieren. Ich bin bereit Wissen herzugeben und aufzunehmen, aber dazu muss ich auch erstmal zum (virtuellen) Ort der Diskussion kommen.
Aber die Einstigsmöglichkeiten waren ja schon immer das größte Problem. Viele Sachen zum Thema E-Learning habe ich jetzt in einem Kurs der BaWü HDZ gefunden. Jetzt geht es nur noch mal darum das Wissen mit den Leuten hier und ihrem Wissen zu verknüpfen. So fällt mir der Einstieg leichter.
Ein anderer Aspekt ist, dass sich die Diskussion auf einem Niveau befindet, dass den Eindruck vermittelt man bräuchte eine akademische Bildung in E-Learning um mitzureden. Ich denke schon, dass ich etwas beitragen kann, z.B. durch kritische Fragen.
So, das war jetzt mal mein Infodump. Vielleicht hilfts ja ;)
Gruß Paula.
"Jean-Pol Martin":
warum nicht alle?
warum nicht alle?
Für mich ist immer noch eine große Hemmschwelle, dass ich oft das Gefühl habe den Überblick zu verlieren. Ich bin bereit Wissen herzugeben und aufzunehmen, aber dazu muss ich auch erstmal zum (virtuellen) Ort der Diskussion kommen.
Aber die Einstigsmöglichkeiten waren ja schon immer das größte Problem. Viele Sachen zum Thema E-Learning habe ich jetzt in einem Kurs der BaWü HDZ gefunden. Jetzt geht es nur noch mal darum das Wissen mit den Leuten hier und ihrem Wissen zu verknüpfen. So fällt mir der Einstieg leichter.
Ein anderer Aspekt ist, dass sich die Diskussion auf einem Niveau befindet, dass den Eindruck vermittelt man bräuchte eine akademische Bildung in E-Learning um mitzureden. Ich denke schon, dass ich etwas beitragen kann, z.B. durch kritische Fragen.
So, das war jetzt mal mein Infodump. Vielleicht hilfts ja ;)
Gruß Paula.
Unsere Diskussion, liebe Paula, läuft auf dem Niveau des gesunden Menschenverstandes. Wenn ich was von jemanden will, muss ich was von mir geben. Und bisher haben die Leute es nicht getan. Aber jetzt kommt ein bisschen Bewegung!
Hier anmelden
Du bist noch kein Mitglied der Community?
alternative Logins
Melde dich alternativ mit deinem Zugang eines Drittanbieters an.
Stichwörter
Community-Details
-
Suche nach:
Community-Name
EduCamp
BarCamp für E-Learning, Corporate Learning sowie Lehren und LernenDein Gastgeber ist
Online seit
14.11.2007
Mitglieder
Sprache
Deutsch





