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Überzeugung und Motivation

Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Hmm. Motivation und Begeisterung. Das ist so ne Sache. Übertragen tut die sich am natürlichsten, wenn der Lehrende sein Fach/Projekt selbst mit Begeisterung betreibt.


Stimmt. Das wäre doch schon mal ein guter Punkt: Der Lehrende muss selbst mit großer Begeisterung Blogger sein!

"Tamim Swaid":

Ist es denn nicht generell so das Schüler und Studenten für Noten und Prüfungen lernen und die Hausarbeiten nicht für sich sondern für den Prüfenden schreiben.


Ja. Aber ist das gut?

Lernen muss immer stärker als lebenslanger Prozess begriffen werden. Daher ist es unsere Pflicht als Lehrpersonen, Schüler und Studierende auf diesen Prozess vorzubereiten. Wir müssen immer wieder verdeutlichen, dass Lernen einen Wert an sich hat und nicht ausschließlich zur Erreichung externer Ziele (Noten) dient. Insbesondere universitäres Lernen sollte wieder stärker als selbstbestimmtes Lernen aufgefasst werden. Aber auch in Diskussionen um schulisches Lernen wird immer wieder "aktives, selbstgesteuertes Lernen" gefordert. Wie aber sollen Schüler und Studenten selbstbestimmt lernen, wenn es auf alles Noten gibt? Man lässt ja überhaupt keinen Freiraum für Lernprozesse, die auf Interesse beruhen können. Unsere Aufgabe als Lehrpersonen ist es, immer wieder Lernsituationen zu schaffen, in denen selbstbestimmt motiviertes Lernen gefördert wird, um die Lernenden "fit für die Zukunft" zu machen.

"Tamim Swaid":

Dennoch muss er Aufgaben zur Pflicht machen und mit Maßnahmen bei minderer Qualität verknüpfen.


Ja, sicher - aber das müssen ja nicht unbedingt Weblog-Aufgaben sein. Kann man die Lernenden für das grandiose Werkzeug "Weblog" begeistern, wenn man deren Artikel bewertet? Ist nicht gerade das Bloggen ein höchst selbstbestimmter Prozess?

Ich habe das vor einiger Zeit mit der Bepunktung mal ausprobiert. Pro Woche gabs für einen Artikel und einen Kommentar jeweils einen Punkt. Wie sahen die Kommentare aus? Höchst knapp. Es wurde irgendwas geschrieben ("Ich bin auch deiner Meinung, dass ... "), nur um den Punkt zu bekommen. Um echte Kommunikation (also dem, was man ja eigentlich bewirken möchte) hat es sich dabei nicht gehandelt.

Wenn man Studierenden den Nutzen von Weblogs wirklich klar machen möchte, dann sollte man meiner Ansicht nach auf eine derartige Bewertung verzichten. Das führt nur dazu, dass die Studierenden zwar immer fleißig ihre (Pseudo)artikel abliefern, nach Abschluss des Seminars das Weblog aber nicht mehr anrühren, weil es negativ besetzt ist (Zwang).
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Michael Kratky":

Das Prinzip an sich hat die Damen und Herren völlig kalt gelassen... nur Stirnrunzeln...


Das ist genau das, was ich nicht verstehen kann. :-) Wie kann man das denn nicht einfach nur genial finden? ;-)
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Hast du schon mal Collata.Maccata Eis von unserem Italiener probiert.
Das ist so genial.
Findest du es nicht auch genial?
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Christian Spannagel:

Michael Kratky:

Das Prinzip an sich hat die Damen und Herren völlig kalt gelassen... nur Stirnrunzeln...


Das ist genau das, was ich nicht verstehen kann. :-) Wie kann man das denn nicht einfach nur genial finden? ;-)


Das ist genau das, was ich mittlerwile gut verstehen kann, da ich auch viel mit dem Thema zu tun habe.(Angst oder Flucht / Begeisterung oder Ablehnung) http://educamp2008.mixxt.de/networks/forum/thread.454:2
Zunächst muss man doch feststellen, dass Bloggen und die anderen Tools nicht die Lösung aller Probleme im Bildungssektor sind, sein können und hoffentlich auch nicht sein wollen!! Auf den Mix kommt es an - das Wichtigste hat Tamin bereits erwähnt: ist der Lehrende nicht von seinem Fach begeistert, dann wird alles weitere schwierig bzw. bleibt so, wie es die Meisten von uns kennen. Wenn wir im Web 2.0 auch wieder mit den gleichen Gedanken denken, wie bisher: Benotung der Blogs etc., dann wechseln wir nur das Medium, nicht aber die Art der Wissenvermittlung.
Diejenigen, die Interesse daran haben Neue Methoden in den Bildungsalltag zu integrieren, die müssen mit Begeisterung neue Wege der Motivation bei den Lernenden zu finden... wenn wir Anfangen wieder mit dem alten Prinzip der belohnung zu arbeiten, dann werden wir nur ein wenig Moderner, aber kommen nicht wirklich weiter!!
Wenn das Bloggen in der Hochschule nicht, oder nur unbefreidigend funktioniert - dann heißt es herauszufinden woran es liegt ;-))
Mir kommt das so ein wenig vor wie z.B. mit der Entwicklung der Autos: nicht wirklich viel passiert: Ok, schön mit Sitzheizung, FB zum Öffnen, etc. pp - aber mal ganz ehrlich, was hat sich denn grundlegend an den Fahrzeugen verändert? Gar nichts! Wenn der Blog nur den Zettel ersetzt bzw. die Datei, dann fehlt da noch etwas... Was könnte das sein? Was brauchen die Schüler und Studenten von heute, um es nicht mehr abzuwarten an den nächsten Rechner zu kommen, um schnell noch etwas zu lesen oder zu bloggen oder... Ich versuche gerade durch Umfragen bei Schülern heraus zu bekommen, was sie denn eigentlich begeistern könnte... da gibt es viele Aspekte - soweit bin ichderzeit schonmal....
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Mir geht es nicht nur darum, die Inhalte in einem anderen Medium zu präsentieren, sondern die Leute überhaupt fit für dieses Medium zu machen, sie also mit Skills partizipationsfähig zu machen. Die Leute müssen endlich begreifen, dass das Internet mehr bietet als google, amazon und ebay. (Ich glaube, Christian hat das mal in einem Aufsatz so geschrieben).
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Mir kommt das so ein wenig vor wie z.B. mit der Entwicklung der Autos: nicht wirklich viel passiert: Ok, schön mit Sitzheizung, FB zum Öffnen, etc. pp - aber mal ganz ehrlich, was hat sich denn grundlegend an den Fahrzeugen verändert? Gar nichts! Wenn der Blog nur den Zettel ersetzt bzw. die Datei, dann fehlt da noch etwas... Was könnte das sein?


Sie Sache ist so: die Leute könnten heute ihre Autos, um in deinem Bild zu bleiben, selbst so gestalten, wie sie es wünschen.
Zentral sind für mich
- soziale Fähigkeiten und Empathie, gerade im virtuellen Umgang mit anderen Menschen
- Vernetzungswünsche von Leuten erkennen und diese herbeizuführen (Netzsensibilität)
- auch das technische Know how, das aber heute ein Klax ist
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Tamim Swaid":

Hast du schon mal Collata.Maccata Eis von unserem Italiener probiert.
Das ist so genial.
Findest du es nicht auch genial?


Ja, schmeckt ganz gut. ;-)


Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Ich versuche gerade durch Umfragen bei Schülern heraus zu bekommen, was sie denn eigentlich begeistern könnte... da gibt es viele Aspekte - soweit bin ichderzeit schonmal....


Das klingt superinteressant! Hast du schon erste Ergebnisse? (Oder vielleicht möchtest du sie hier nicht veröffentlichen - das würde ich natürlich akzeptieren. ;-)
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Michael Kratky:

Alexander Rausch:

Mir kommt das so ein wenig vor wie z.B. mit der Entwicklung der Autos: nicht wirklich viel passiert: Ok, schön mit Sitzheizung, FB zum Öffnen, etc. pp - aber mal ganz ehrlich, was hat sich denn grundlegend an den Fahrzeugen verändert? Gar nichts! Wenn der Blog nur den Zettel ersetzt bzw. die Datei, dann fehlt da noch etwas... Was könnte das sein?


Sie Sache ist so: die Leute könnten heute ihre Autos, um in deinem Bild zu bleiben, selbst so gestalten, wie sie es wünschen.
Zentral sind für mich
- soziale Fähigkeiten und Empathie, gerade im virtuellen Umgang mit anderen Menschen
- Vernetzungswünsche von Leuten erkennen und diese herbeizuführen (Netzsensibilität)
- auch das technische Know how, das aber heute ein Klax ist

Das hört sich stimmig an.
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Christian Spannagel:

Alexander Rausch:

Ich versuche gerade durch Umfragen bei Schülern heraus zu bekommen, was sie denn eigentlich begeistern könnte... da gibt es viele Aspekte - soweit bin ichderzeit schonmal....


Das klingt superinteressant! Hast du schon erste Ergebnisse? (Oder vielleicht möchtest du sie hier nicht veröffentlichen - das würde ich natürlich akzeptieren. ;-)


Natürlich werde ich sie veröffentlichen, aber ich habe derzeit noch zu wenig, um sie zu präsentieren. Aber eines wird ganz deutlich: das Wichtigste ist ein sozial kompetenter Umgang innerhalb des Bildungswesens! Die Lehrenden fordern das ja permanent bei Ihren Lernenden ein, sind selbst aber häufig... mehr dazu bald ;-))
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