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Überzeugung und Motivation

Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Michael Kratky":

Mir geht es nicht nur darum, die Inhalte in einem anderen Medium zu präsentieren, sondern die Leute überhaupt fit für dieses Medium zu machen, sie also mit Skills partizipationsfähig zu machen. Die Leute müssen endlich begreifen, dass das Internet mehr bietet als google, amazon und ebay. (Ich glaube, Christian hat das mal in einem Aufsatz so geschrieben).


Ich? Nö. Klingt aber gut. ;-)

Genau darum geht's mir auch. Ich bin in der Lehrerausbildung tätig, und gerade ist es wichtig, die Studierenden heute mit diesen Werkzeugen in Kontakt zu bringen, weil es die Lehrer von morgen sind. Und dabei sind nicht nur die Skills relevant, sondern vor allem auch die authentische (!) Erfahrung mit den Werkzeugen. Und authentisch wird's nicht, wenn benotet wird. :-)

Um die Diskussion auch in die andere Richtung anzustoßen (nämlich in die Richtung "Kollegen"): Habt ihr schon mal versucht, Kollegen / Freunde /... für Weblogs zu begeistern? Hast es geklappt? Wenn ja: wie? Oder hats nicht geklappt?

Ich finde es übrigens toll, wie die Diskussion hier im Forum mittlerweile richtig in Gang gekommen ist. Macht Spaß!
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Michael Kratky":

Mir geht es nicht nur darum, die Inhalte in einem anderen Medium zu präsentieren, sondern die Leute überhaupt fit für dieses Medium zu machen, sie also mit Skills partizipationsfähig zu machen. Die Leute müssen endlich begreifen, dass das Internet mehr bietet als google, amazon und ebay. (Ich glaube, Christian hat das mal in einem Aufsatz so geschrieben).

Absolut richtig - ich war regelrecht schockiert als ich in die Schulen kam: ich bin davon ausgegangen, dass jeder raum mit PC ausgestattet ist und die Kids von Anbeginn an den Umgang mit dem Medium lernen... was soll ich schreiben? Glücklicherweise gibt es ja Menschen wie hier, die das ändern... Stück für Stück, Tag für Tag... ;.)
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Ich bin davon ausgegangen, dass jeder raum mit PC ausgestattet ist und die Kids von Anbeginn an den Umgang mit dem Medium lernen...


*lacht kurz* .... *heult*
Beitrag verlinken am 14.03.2008 geschrieben
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Christian Spannagel:

Genau darum geht's mir auch. Ich bin in der Lehrerausbildung tätig, und gerade ist es wichtig, die Studierenden heute mit diesen Werkzeugen in Kontakt zu bringen, weil es die Lehrer von morgen sind. Und dabei sind nicht nur die Skills relevant, sondern vor allem auch die authentische (!) Erfahrung mit den Werkzeugen. Und authentisch wird's nicht, wenn benotet wird. :-)

Um die Diskussion auch in die andere Richtung anzustoßen (nämlich in die Richtung "Kollegen"): Habt ihr schon mal versucht, Kollegen / Freunde /... für Weblogs zu begeistern? Hast es geklappt? Wenn ja: wie? Oder hats nicht geklappt?

Ich finde es übrigens toll, wie die Diskussion hier im Forum mittlerweile richtig in Gang gekommen ist. Macht Spaß!

Ich auch! Ich bin gerade dabei in meinem Bereich (Coaching/Komm.training) ein geschlossenes Netzwerk zu gründen, zum fachlichen Austausch... mal schauen wie das wird. Allerdings sehr privat, d.h im Grunde nur Bekannte und Freund, die über die Republik verteilt in ähnlichem Feld tätig sind.
Bis zum Sommer einen eigenen Blog ;-))
Ja-und an der Schule möchte ich es einführen, aber da erarbeite ich mich gerade erst die Strategie, denn hier ist das gar nicht so einfach... aber möglich, da bin ich mir ganz sicher!!
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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Hallo zusammen,

wow!! Wie umfangreich hier mittlerweile diskutiert wird! Bin schwer begeistert und würde mich echt sehr gerne noch viel intensiver hier im Forum einbringen - vor allem auch zum Thema E-Portfolios - wenn ich momentan nur nicht so zeitintensiv in die EduCamp-Organisation eingebunden wäre. Aber auf dem EduCamp wird es ja sicherlich auch noch genügend Gelegenheit geben :-)

Nun aber noch was Inhaltliches:
Wir setzen seit dem Wintersemester im Seminar Elektronische Dokumente persönliche E-Portfolio-Blogs bei den Studienanfängern zur Begleitung ihrer Web- und Printprojekte ein. Das aber nur als Impuls, denn die Blogs sollen über das gesamte Studium auch für andere Seminare weitergeführt werden.

Bei der Einführung haben wir darauf geachtet, vor allem auf die Mehrwerte hinzuweisen (Projektmanagement, Gruppenkoordination, Vernetzung, langfristige Bewerbungsreferenz usw.) und gezielte Reflexionsübungen durchzuführen, um die Studierenden erst einmal an diese "neue" Art der Kommunikation über ihre eigenen Leistungen zu gewöhnen.

Aber ich denke, dass diese Mehrwerte sicherlich nicht von heute auf morgen erkannt werden können. D.h. die Studierenden müssen erst einmal eine Weile lang selbst bloggen, um anhand ihrer eigenen Erfahrungen die Mehrwerte zu erkennen, indem sie der Umgang mit den Blogs bei ihrer Arbeit unterstützt und sie auch Feedback von den Tutoren, Kommilitonen oder anderen Interessierten erhalten.

Und dazu ist meines Erachtens eine bestimmte Bewertung notwendig, um einen gewissen Anschubs bzw. Anreiz zu schaffen, der bei den Studierenden auch erst einmal ein Bewusstsein für Relevanz und Reflexion ausbildet: "Ach ja, darüber könnte ich ja gleich mal in meinem Blog etwas schreiben."

Wir bitten die Studierenden, mindestens einmal alle zwei Wochen über ihren aktuellen Projektstand und ihre Tätigkeit zu berichten und führen vierwöchige Bewertungen ihrer E-Portfolio-Blogs anhand des folgenden Schemas durch, das weniger auf Kommentare an sich achtet, sondern u.a. auf Pingbacks untereinander für eine gezielte inhaltliche Vernetzung Wert legt: http://tutorblog.elearning2null.de/wp-content/uploads/2008/01/bewertungsschema-e-portfolio-weblog.pdf

Den ersten Bewertungsstand kann man sich hier im Tutorblog anschauen: http://tutorblog.elearning2null.de/index.php/2008/03/08/erste-e-portfolio-bewertung-und-geaenderte-phasen/

Mittlerweile ist die Aktivität abgesehen vom Prüfungszeitraum sehr hoch und geht teilweise erheblich über das geforderte Mindestmaß hinaus. Wie an zwei Beispielen erkennbar ist, werden auch zunehmend Mehrwerte erkannt. Hier u.a. ein Zitat:
"Bloggen kannte ich schon länger, hab selbst ne Zeit lang mal einen eigenen geführt. Dann hieß es irgendwann in der Uni “wir schreiben jetz alle einen Blog!” Etwas skeptisch war ich dem Gedanken gegenüber das mit einen Portfolio zu verbinden, da ich Bloggs eher als elektronisches Tagebuch kannte. Doch muss ich sagen es wird klarer wie ein solcher Blog aussehen kann. Spätestend in dem Moment als ich in eine Email an Frau Kreuzberger (Ansprechpartnerrin des Förderverein s für unser Webprojekt) etwas gesschrieben habe wie: “…den aktuellen Stand des Webprojekts können Sie sich auf dieser Seite anschauen…” wurde mir klar wozu so ein Blogg genutzt werden kann!" (by http://fatalerror.edublogs.org/) oder auch hier:
http://jakobbaugirdis.edublogs.org/2008/01/16/was-sind-meine-erwartungen-an-dieses-e-portfolio/

Mein bisheriges Fazit: Schrittweises, langsames Heranführen an das Bloggen mit "sanftem" Bewertungsdruck und punktuellen Rückmeldungen der Tutoren in den Blogs.

Beste Grüße
Marcel
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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"Marcel Kirchner":

Mein bisheriges Fazit: Schrittweises, langsames Heranführen an das Bloggen mit "sanftem" Bewertungsdruck und punktuellen Rückmeldungen der Tutoren in den Blogs.

Beste Grüße
Marcel

Wir haben an anderer Stelle (finde leider gerade den entspr. post nicht) darüber diskutiert, welche Rolle die Benotung hier spielen kann... Das schrittweise Heranführen an das Lernen 2.0 ist sicherlich notwendig, denn wir brauchen neue Impulse im Denke darüber, wie Wissen am effektivsten und gewinnbringendsten vermittelt werden kann. Bloggen ist hier sicherlich eine der vielen Möglichkeiten. Ich freue mich auf das Educamp und deine Ergebnisse mit dem aktuellen Projekt!
http://educamp2008.mixxt.de/networks/forum/thread.442:5
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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Eine Suchfunktion für das Forum wäre also angebracht. Das werde ich gleich mal anregen. (Siehe Button Feedback oben in der Leiste).
Beitrag verlinken am 15.03.2008 geschrieben
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@Marcel: Ich kann deine Argumentation sehr gut nachvollziehen. Es besteht dabei allerdings auch die Gefahr, dass durch die Bepunktung bei einigen Personen nicht recht Begeisterung aufkommen kann, bzw. dass vielleicht sogar ein anfängliches Interesse dadurch abgeschwächt werden kann, weil die Lehrperson kontrollierend Einfluss nimmt (bzw. dies als solches wahrgenommen wird).

Im Endeffekt tut sich folgendes Spannungsfeld auf:

"extrinsische" Motivation (Bepunktung)
----------------------------------------------------
Vorteile: Anschub, hohe Beteilung der Lernenden
Nachteile: evtl. negative Affekte, "Bloggen für die Lehrperson", Pseudodiskussionen

"intrinsische" Motivation (Schaffung motivierender Lernumgebungen)
----------------------------------------------------------------------------------------------
Vorteile: freies, kreatives Schreiben eher möglich
Nachteile: niedrige Beteiligung

Habt ihr noch weitere Punkte zur Liste hinzuzufügen?

Vielleicht hängt das auch von jeweiligen Lernenden ab, welcher Ansatz günstiger ist? (Was heißt hier vielleicht; das ist bestimmt so... :-)
Beitrag verlinken am 26.03.2008 geschrieben
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Link: http://programm.re-publica.de/2008/events/120.de.html

Nach der re:publica wird bestimmt werden bestimmt wieder die Ergebnisse der Runde vorgestellt und vielleicht auch ein Videocast?

Dort könnten einige Antworten gefunden werden.
Beitrag verlinken am 21.04.2008 geschrieben
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Hallo zusammen. Tim hat ein Wiki angefangen zu unserer Weblog-Doppelsession am Samstag nachmittag. Ich habe ergänzt und dort auch meine Folien und die MindMap verlinkt. Wir sollten die Chance nutzen und dort weiterdiskutieren. Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam dort ganz viele Ideen entwickeln könnten, wie man Weblogs in der Lehre einsetzt, ohne die Artikel bewerten zu müssen. In einem nächsten Schritt können wir die Ideen ausprobieren und ggf. modifizieren...

http://educamp2008.mixxt.de/networks/wiki/index.Motivation_Bloggen
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