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Der gläserne Student

Beitrag verlinken am 24.10.2010 geschrieben
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Ich habe mir einen Themenvorschlag für das kommende EduCamp 2010 (übrigens mein erstes) überlegt, den ich gern schon vorab in der Community diskutieren würde. Ich bin bezüglich der genauen Ausgestaltung noch nicht festgelegt. Wer findet das Thema „Der gläserne Student“ auch interessant?

Inhaltlich kurz zusammengefasst würde ich gerne mit den TeilnehmerInnen den Konflikt: „Analyse persönlicher Studierendendaten“ vs. „Datenschutz“ diskutieren. Im Folgenden habe ich ein paar Stichpunkte gesammelt und bin gespannt auf Ihre/Eure Ergänzungen und Kommentare.

 

  • Massen an Studentendaten an Hochschulen vorhanden, die interessante Informationen enthalten. „Diese hätten viele gern: Fahnder und neugierige Arbeitgeber, freche Krankenkassen und ungeduldige Eltern. Datenschützer mahnen zur Gegenwehr.“ (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,549856,00.html)
  • „Mittlerweile laufen fast alle organisatorischen Dinge, die einen Studenten betreffen – von der Immatrikulation bis zu den Prüfungen – über Computer ab, sind digital gespeichert, könnten im schlimmsten Falle missbraucht werden. Immer neue E-Learning-Formen vergrößern die Datenmenge täglich.“ http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1018/sov/0002/index.html
  • Zusätzlich ist auch eine größer werdende Bereitschaft (aber auch ein wachsender Druck) zu beobachten, im Internet (Facebook, Twitter, etc.) persönliche Informationen preiszugeben. „Je mehr Freunde dabei sind, desto größer ist der Nutzen und auch der Zwang einer Mitgliedschaft.“ http://www.ruprecht.de/no_cache/nachrichten/archive/2008/january/29/article/der-glaeserne-student/
  • In Bezug auf Blended Learning Szenarien sind die persönlichen Daten eine hochinteressante Ressource um z.B. Lehrmaßnahmen bzgl. ihrer Wirkung auf unterschiedliche Studierendengruppen zu untersuchen und mit dem neu gewonnen Wissen die Qualität der Lehre zu verbessern (z.B. Forschungsgebiet: Educational Data Mining).
  • Auch die Studierenden könnten von einer Analyse diverser verfügbarer Daten (z.B. durch die Entwicklung von Recommender Systemen) profitieren.
  • Die Vernetzung und Speicherung von Daten aus getrennten Systemen ist jedoch datenschutzrechtlich bedenklich und zu klären. (Aspekt der „verkettbaren Identitäten“: Daten aus einem Kontext können mit Daten aus anderen Kontext in Zusammenhang gebracht werden)
  • Problematisch sind insbesondere die „reaktiven Verfahren“ (Inhaltsanalyse, Data Mining). Diskussion in http://www.slideshare.net/JanSchmidt/forschungsethik-im-web20-2009
  • Es gibt viele Fragen, die relevant für Forschende sind: Wie kann Anonymität angesichts reichhaltiger Daten gewährleistet werden? Wann ist mir Identifizierbarkeit von Dritten zu rechnen? Welche Personen müssen wann im Forschungsprozess ihre Einwilligung erklären? Welcher Grad an Anonymisierung der Ergebnisse ist notwendig?

Also… einfach melden, wenn Interesse da ist!

Beitrag verlinken am 25.10.2010 geschrieben
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Anna Dyckhoff:

Also… einfach melden, wenn Interesse da ist!

Meine Hand ist oben!

Beitrag verlinken am 27.10.2010 geschrieben
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yep, da wäre ich auch dabei...

Beitrag verlinken am 27.10.2010 geschrieben
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@wolle und wie wäre es mit einer eigenen Session ? ich fände es sehr interessant wenn Du etwas über dein Seminar aus dem letztem und diesem Semester erzählen könntest.

Beitrag verlinken am 31.10.2010 geschrieben
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Bin auch dabei

Beitrag verlinken am 04.11.2010 geschrieben
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Hallo zusammen, was sagen denn die erfahrenen EduCamper? Sind drei online Stimmen potentiell genug für eine Session? Mich würden jetzt auch eure Erfahrungen, Gedanken und Meinungen zum obigen Thema interessien. Was bewegt euch zur Teilnahme an einer Diskussionsrunde? Beste Grüsse Anna
Beitrag verlinken am 08.11.2010 geschrieben
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Dann versuch ich mich auch mal an einer rückblickenden Dokumentation der Session. Ergänzungen sind erwünscht!

Was hab ich nicht-inhaltliches gelernt?

  • wenn sich von 100 ca. 3 Leute online anmelden, könnte das heißen, dass ca. 20-30 Leute zu der Session kommen
  • auch bei einer Sitzrunde hält man sichere Distanz vom Moderator

Wie war der grobe Ablauf?

  • kurze Einleitung: Tonnen von Daten über Studierenden verteilt auf unterschiedlichen Systemen vorhanden (LMS, Verwaltungssysteme, Soziale Netzwerke, etc.) -> sehr interessant für Analysen und Forschung, um die Lehre und das Lernen zu verbessern -> Demgegenüber steht allerdings der "Datenschutz" -> Darf man die Daten also nutzen und wenn ja, inwiefern? Was gibt es für Meinungen und Erfahrungen bei den anwesenden Forschenden / Lehrenden / Lernern?
  • Einstieg in die Meinungs- und Erfahrungs-Diskussion (die ungefähren Inhalte folgen bald in einem separaten Beitrag)
  • nach ca. 30 Minuten: Überleitung zu möglichen Lösungsansätzen

(Fortsetzung folgt...)

 

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