mixxt

Hier kostenlos registrieren!

Willkommen bei mixxt!

Kann man Wissen konstruieren? Ist es vielmehr nicht nur ein ...

Beitrag verlinken am 30.03.2008 geschrieben
  • nach oben
"Alexander Rausch":

Welchen Vorteil hat es zu der Kommunikation hier im Forum?


Ich weiß es nicht genau. Es wäre eine "themenungebundene" Vernetzung - im Gegensatz zum Forum. Wir sollten es mal ausprobieren. Übrigens: Wenn man Flock als Web-Browser verwendet, dann hat man die persönliche Twitter-Line auch immer präsent. (Flock ist ein "social web browser", basierend auf Firefox: http://www.flock.com )
Beitrag verlinken am 30.03.2008 geschrieben
  • nach oben
Christian Spannagel:

Jean-Pol Martin:

OK. Kannst du uns (mich) ein bisschen anleiten? Was muss ich tun?

Hier ist ein Blog-Eintrag von mir zu Twitter: http://cspannagel.wordpress.com/2008/03/30/was-soll-eigentlich-twitter/

Einfach bei twitter einen Account holen: http://twitter.com/home
und dann die Nachrichten von Freunden verfolgen und selbst Nachrichten posten.

Mit twitter kann man 140 Zeichen lange Nachrichten absetzen. Oft wird dies dafür gebraucht, der Welt mitzuteilen, was man gerade "tut". Darüber hinaus kann man natürlich auch einen guten Gedanken, den man gerade hat, dort posten usw.

Ich bin mir über den Nutzen von Twitter noch nicht ganz im Klaren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein gewisses Potenzial gibt. Insbesondere entspricht das Paradigma von Twitter dem der Schnelligkeit und Unmittelbarkeit. Wir könnten ja mal ausprobieren, ob uns das Tool irgendwas bringt hinsichtlich unserer Netzwerkbildung und Diskussionen. Ich denke nicht daran, dass wir dort Diskussionen führen o.ä. Vielleicht liegt der Nutzen auch eher in der persönlichen "Verzahnung". Ich weiß es nicht. Falls es nix bringt, wäre das ja auch eine wertvolle Erfahrung. Zumindest im Sinne der Neuronenmetapher sollten wir meiner Meinung nach twitter einmal in unserer Gruppe ausprobieren.

Jean-Pol Martin:

Ist die Weltverbesserung ein akzeptables Ziel?


Auf jeden Fall.



a) Ja, twitter sollen wir auf jeden Fall probieren. Ich werde mich anmelden, sobald ich die Zeit dazu finde.
b) Dass der Artikel "kollektive Wissenskonstruktion" in der Wikipedia gelöscht werden soll, ist nachvollziehbar, denn Wikipedia akzeptiert keine "Theoriebildung", das heißt die Etablierung von Begriffen, die nicht wissenschaftlich etabliert sind. Den Begriff benutze ich seit langer Zeit und er ist nützlich, ich habe den Begriff mehr oder minder selbst kreiert. Das merkt man, wenn man ihn in Google eingibt. Aber trutzdem finde ich schade, wenn der Artikel gelöscht werden soll. Er stand schon vor langer Zeit zur Löschung, wurde aber nach umfangreichen Diskussionen behalten. Danke auf jeden Fall für deinen (guten) Eintrag in die Diskussion!
d) Dass du das Ziel Weltverbesserung akzeptierst, freut mich natürlich sehr!
Beitrag verlinken am 30.03.2008 geschrieben
  • nach oben
"Jean-Pol Martin":

b) Dass der Artikel "kollektive Wissenskonstruktion" in der Wikipedia gelöscht werden soll, ist nachvollziehbar, denn Wikipedia akzeptiert keine "Theoriebildung", das heißt die Etablierung von Begriffen, die nicht wissenschaftlich etabliert sind.


Das mag vielleicht für das Adjektiv "kollektiv" gelten, aber "kollaborative Wissenskonstruktion" ist m.E. schon recht weit verbreitet als Begriff in der pädagogisch-psychologischen Diskussion, insbesondere in den Feldern kollaborativen Lernens und des Wissensmanagement. (Wir hatten hier auch irgendwo schon mal die Diskussion bzgl. der Unterscheidung beider Begriffe.) Insofern handelt es sich vielleicht um Theoriebildung hinsichtlich deiner persönlichen Färbung des Begriffs. Der Begriff als solches ist aber meiner Ansicht nach recht weit verbreitet (zumindest in der Pädagogischen Psychologie).
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
Ja, das Adjektiv ist nicht gewünscht. Vielleicht erinnert es zu sehr an kollkektivistische Modelle (DDR usw.). Dabei verwendet Peter Kruse, wie ich beim Sehen des Videos feststelle, den Begriff permanent, allerdings im Zusammenhang "kollektiver Intelligenz".
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
"Jean-Pol Martin":

Ja, das Adjektiv ist nicht gewünscht. Vielleicht erinnert es zu sehr an kollkektivistische Modelle (DDR usw.). Dabei verwendet Peter Kruse, wie ich beim Sehen des Videos feststelle, den Begriff permanent, allerdings im Zusammenhang "kollektiver Intelligenz".


Der Begriff gefällt mir auch gut. Man wundert sich schon ein bisschen, dass "kollektive Wissenskonstruktion" bei Wikipedianern auf Ablehnung stößt, obwohl sie doch eigentlich nichts anderes machen. ;-)
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
Richtig, aber wie gesagt: an erster Stelle steht in der Wikipedia: "Keine Theorie- oder Begriffsbildung". Es sollen nur Artikel verfasst werden über Theorien oder Begriffe, die etabliert sind. Dasselbe passierte ja mit meiner Kreation "Netzsensibilität". Sie wurde sofort gelöscht, weil nicht etabliert. Im übrigen gibt es zwie Richtung unter Wikipedianern: die Inklusionisten (zu denen ich gehöre) die (fast) alles zulassen wollen und die Exklusionisten, die sehr selektiv mit der Aufnahme von neuen Artikeln umgehen.
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
Beide Begrifflichkeiten sind sehr ähnlich. Ein Unterschied zwischen beiden ist meines Erachtens auch kaum wahrnehmbar und dennoch so groß, dass er nicht übersehen werden darf, wenn sich eine verfälschte Benutzung der Begriffe nicht durchsetzen sollte.

Christian Spannagel:
Man wundert sich schon ein bisschen, dass "kollektive Wissenskonstruktion" bei Wikipedianern auf Ablehnung stößt, obwohl sie doch eigentlich nichts anderes machen. ;-)


Ich verstehe das eher so: die Wikipedianer erarbeiten in Gruppen der unterschiedlichsten Größen, gemeinsam an den Verbesserungen einzelner Artikel. Das ist der kollaborative Anteil der Wissensgenerierung.

Hat sich ein Artikel über einen längeren Zeitraum etabliert und es wurde nichts weiter an ihm verändert, ist er in das kollektive Wissen übergegangen. Kollektivierung steht ja auch synonym für [i]“ins Gemeineigentum überführen“[/i]. Die Wikipedianer haben sich auf eine Bedeutung (zu mindestens für einen Zeitraum) geeinigt. [url="http://beat.doebe.li/bibliothek/p01980.html"] Gabi Reinmann[/url] bezeichnet diese Form des Wissens wiederum als Information. (Vielleicht macht diese Unterscheidung noch einmal den kleinen Unterschied zwischen kollektiver und kollaborativer Wissenskonstruktion deutlich? Eine kollektive Wissenskonstruktion, im wahrsten Sinne des Wortes gibt es meiner Meinung nach nicht. „Kollektiv“ ist gleichbedeutend mit einem Zustand, der über einen Zeitraum stabil ist und „Wissenskonstruktion“ ist ein Prozess. (darauf hatten wir uns auch geeinigt, oder?) Beide Begrifflichkeiten in einer Wortkombination unterzubringen ist hinterfragenswürdig.

Allerdings können die Wikipedianer mit Recht behaupten, dass sie in einer Gruppe (Kollektiv) Wissen konstruiert haben.

Ich bin mit dabei, den Artikel in der Wikipedia „kollektive Wissenskonstruktion“ vor der Löschung zu bewahren ;).

Noch ne kleine Anmerkung: *bg* Ich bin ehemaliger DDR-Bewohner (klingt witzig ;)), aber ich habe wohl wenig Erinnerungen daran. Ich habe mal meinen Prof. mit einer „kollektiven Theorie“ konfrontiert. Dabei habe ich schmerzlich feststellen müssen, dass er nicht rational versuchte mit mir zu diskutieren, sondern emotional das Thema abwürgte. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Er in der ehemaligen „BRD“ geboren und arbeitend, hat wohl aus soziologischer Vorbelastung des Begriffs durch die Nationalsozialisten, so reagiert.
Grundsätzlich glaube ich, ist der Begriff „Kollektiv“ aus allen möglichen Richtungen belastet, aber das sollte uns ;), doch nicht daran hindern, so rational, wie möglich zum Kern des eigentlichen Begriffes vorzudringen. Ein E.Durkheim, Ferdinand Tönnies usw…, die diesen Begriff im Wesentlichen mitgeprägt haben, können weder für das eine noch das andere etwas. ;)

@ Alexander Rausch
Danke für den Link zum Interview mit Peter Kruse
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
"„Kollektiv“ ist gleichbedeutend mit einem Zustand, der über einen Zeitraum stabil ist"
Ich denke nicht, dass wir uns darüber geeinigt haben! ,-))) Warum soll "kollektiv" einen Zustand bezeichnen? "kollektiv" heißt nichts anderes als "gemeinsam". Wie du sagst, es ist pure Wortklauberei!;-)))
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
“ Christian Spannagel”:
Ich bin mir über den Nutzen von Twitter noch nicht ganz im Klaren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein gewisses Potenzial gibt. Insbesondere entspricht das Paradigma von Twitter dem der Schnelligkeit und Unmittelbarkeit. Wir könnten ja mal ausprobieren, ob uns das Tool irgendwas bringt hinsichtlich unserer Netzwerkbildung und Diskussionen. Ich denke nicht daran, dass wir dort Diskussionen führen o.ä. Vielleicht liegt der Nutzen auch eher in der persönlichen "Verzahnung". Ich weiß es nicht. Falls es nix bringt, wäre das ja auch eine wertvolle Erfahrung.


Warum schau ich dem grad so skeptisch entgegen? Bisher hatte ich mich als einen recht neugierigen Menschen gehalten ;). Man lernt immer was über sich dazu.

Aber angemeldet hab ich mich. Schau ich mal, was das bringen kann ;)

„Learning by doing“
Beitrag verlinken am 31.03.2008 geschrieben
  • nach oben
Jean-Pol Martin:

"„Kollektiv“ ist gleichbedeutend mit einem Zustand, der über einen Zeitraum stabil ist"
Ich denke nicht, dass wir uns darüber geeinigt haben! ,-))) Warum soll "kollektiv" einen Zustand bezeichnen? "kollektiv" heißt nichts anderes als "gemeinsam". Wie du sagst, es ist pure Wortklauberei!;-)))

Es ist für mich seit langem sehr unverständlich, warum wir alles immer verkomplizieren müssen. Die Wissenschaft ist ja meisterlich darin die einfachen Dingen so komplex/kompliziert zu machen, dass es nur noch die "eingeweihten" verstehen.
Ich verstehe das Web 2.0 als gegenteiliges Instrument, um möglichst viele Menschen auf einen Wissensstand zu bringen... von daher möchte ich auch den Begriff als "gemeinsam" definiert verwenden, oder einen noch einfacheren benutzen - wenn wir Wissen konstruieren wollen, dann sollten wir möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen und nicht schon in der ersten Diskussion mit Fachjargon vertreiben... Auch dazu hat Peter Kruse etwas schönes im Interview gesagt (sinngemäß): Wissen wird im Kollektiv geschaffen, aber es sind dann eben nur wenige, die es als "Ihr Wissen" darstellen.... allein hätten sie das nie erreicht... von daher: durch Einfachheit Teilhaben lassen ;-)
  • Statistiken: 305 Beiträge | 7502 Aufrufe

Hier anmelden

Du bist noch kein Mitglied der Community?

alternative Logins

Melde dich alternativ mit deinem Zugang eines Drittanbieters an.

Community-Details

  • Suche nach:

  • Community-Name

    EduCamp
    BarCamp für E-Learning, Corporate Learning sowie Lehren und Lernen

  • Dein Gastgeber ist

    Steffen Büffel

  • Online seit

    14.11.2007

  • Mitglieder

    1446

  • Sprache

    Deutsch