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educamp NORD?

Beitrag verlinken am 06.12.2008 geschrieben
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Hallo Thorsten,

naja ich denke, man sollte erstmal schauen, was man bis zum nächsten Jahr technisch leisten kann. Grundsätzlich spricht nichts gegen Live-Streaming bestimmter Sessions. Dafür müssten sich aber genügend engagierte Helfer finden, die das Ganze mit realisieren könnten. Ich denke da u.a. an das e-teaching.org-Team, die auch solche Ideen eines Online-EduCamps schon hatten. Aber vor Ort würde es dazu auch jeweils ein paar Leute bedürfen, die sich darum kümmern.

Andererseits muss man aber auch bedenken, dass der Anreiz bleiben muss, sich vor Ort zu treffen und auszutauschen. Wenn man alles überträgt könnte es passieren, dass viele sich sagen:
"Da ich alles von zu Hause aus mitbekomme, brauche ich nicht mehr hingehen." Das wäre fürs EduCamp, was maßgeblich von seinen Teilnehmern und deren inhaltlichem Engagement lebt, das Aus. Unser Haupt-Ziel sollte es daher vorrangig sein, so viele Bildungsinteressierte wie möglich, zu einem realen Treffen zu bewegen. Alles Weitere ist eine zusätzliche Serviceleistung.

Das mit der Grüppchenbildung war ja auch einer meiner Kritikpunkte. Deshalb müsste man sich beim Konzept genau überlegen, wie man trotz eines Schwerpunktes weiterhin ein möglichst breites Zielpublikum anspricht.

Wie gesagt, es sollte alles vorher gut durchdacht sein, und evtl. könnte man mit zwei Parallel-Camps einen ersten erfolgreichen Versuch starten!? Ich sehe es aber erstmal nur als Vorschlag und denke, dass man sich mit den Beteiligten dazu zunächst konstruktiv verständigen muss, ob alle damit einverstanden wären.

Viele Grüße
Marcel
Beitrag verlinken am 07.12.2008 geschrieben
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Marcel Kirchner:


Das mit der Grüppchenbildung war ja auch einer meiner Kritikpunkte. Deshalb müsste man sich beim Konzept genau überlegen, wie man trotz eines Schwerpunktes weiterhin ein möglichst breites Zielpublikum anspricht.



Für mich ist ein breites Zielpublikum auch entscheidend: Gerade im Bereich Bildung ist es doch wichtig, was die Gesellschaft möchte. Sonst bleibt es dabei, dass einige wenige einen Lehrplan schreiben, den z.B. meine Tochter "durchlaufen" muss - ob er Sinn macht oder nicht...
Die Gefahr, dass reine Lehrergruppen sich nur, den aus ihrer Sicht wichtigen Themen widmen, ist klar gegeben und von daher ist ein breites Publikum wichtig, zumindest dann, wenn ein umdenken gewünscht ist...
Im Bildungssektor gibt es doch einen gesellschaftlichen Auftrag, also warum die Gesellschaft ausladen? Es kann doch nichts schaden, wenn man weiß, wie andere das Ganze sehen und wahrnehmen....

Nachtrag: Das ganze immer auf ein Educamp bezogen! Ich mache auch Lehrerfortbildungen und natürlich machen auch diese Sinn, aber wie ich meine nicht in diesem Kontext ;-))
Beitrag wurde am 07.12.2008 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 07.12.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Nachtrag: Das ganze immer auf ein Educamp bezogen! Ich mache auch Lehrerfortbildungen und natürlich machen auch diese Sinn, aber wie ich meine nicht in diesem Kontext ;-))


Ich stimme dir voll und ganz zu, dass es sich in solchen Kontexten immer um ein möglichst breites Publikum handeln sollte. In den bisherigen EduCamp-Kontext bekommst du so allerdings nur Lehrer, die ohnehin webbegeistert sind. Das Hauptproblem besteht weiterhin: Wie kann man Lehrer zum EduCamp bekommen, die nicht von sich aus jeden Tag Blogs lesen? Wenn man sie erst mal "dort hat", dann kann man sie inhaltlich begeistern, mit ihnen ins Gespräch kommen, gemeinsam Projekte planen. Man muss sie aber erst mal anlocken. Wie macht man das?
Beitrag verlinken am 08.12.2008 geschrieben
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CSPANNAGEL: "Wie macht man das?"
-Eine gute Frage, ich glaube nicht, das es über das Netz funktioniert. Es geht nur über die vielen Kontakte zu Lehrern, die man vielleicht selbst hat. Dabei kann es sehr nützlich sein, wenn das Educamp als Fortbildung anerkannt ist.

Verschiedene Ort (z.B. Hamburg)
Die Studentinnen aus Lüneburg werden nicht bis illmenau fahren. Sie würden es vielleicht tun, wenn sie wüßten, was sie davon haben. Das kann man aber nur erfahren, deshalb denke ich, dass kleine Parallelkonferenzen eher die Unentschlossenen einladen, ein Barcamp auszuprobieren. Und denke weniger, dass dadurch das große Educamp in Illmenau gefährdet ist. Insgesamt werden deutlich mehr Teilnehmer kommen.

Gegen einen Fokus würde ich mich auch wenden. Die Stärke selbst von themenbezogenen Barcamps liegt doch darin, dass jeder der will auch kommen kann, ob Eltern, Lehrer, Erwachsenenbildner, Forscher, Arbeiter etc. irgendwie haben sie alle etwas mit Bildung zu tun, manche mehr manche weniger professionell.

//gibro
Beitrag verlinken am 08.12.2008 geschrieben
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wie macht man das?

ob man vielleicht die eier in mehrere körbe legt? volle zustimmung, was den direkten und dezentralen kontakt vor ort angeht. ZUSÄTZLICH vielleicht noch eine aktion im web à la youtube? jede woche ein 10 minuten interview (zb via skype, worüber man auch normale telefonnummern anrufen und aufnehmen kann) mit einem web- und blog-begeisterten lehrer? und das auf einen blog gelegt, also als eigene aktion, wo man auch kommentieren und evtl. nachfragen kann?
Beitrag verlinken am 12.12.2008 geschrieben
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Hallo, ich lasse gerade die Diskussion revue passieren.

Primäres Ziel ist es Lehrer an Web 2.0 Werkzeuge heranzuführen - nein eigentlich muss es heißen Lehrern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie digitale Werkzeuge ihre Arbeit vereinfachen, verbessern, erleichtern... oder noch besser .. Lehrer erleben zu lassen....

Ich denke, man muss aufpassen, dass Missionare des Lebens und Arbeitens im Web anschlussfähig für nicht missionierte bleiben. Sonst entstehen Sekten.

Ein Educamp mit regionalem Bezug ist dafür gut geeignet. Eine Vernetzung von Educamps ist eine reizvolle Idee, aber welchen nutzen generiert sie. Zuerst birgt sie die Gefahr der Unübersichtlichkeit und der Passivität. Es ist viel schwieriger sich über Räume hinweg aktiv einzumischen und etwas zu entwickeln. Der Reiz wäre natürlich, sich als Teil eines größeren Ganzen zu fühlen.

Vernetzte Educamps erhöhen die Komplexität für die Organisation, die Programmabstimmung und die Technik.

Zentral scheint mir dann die Frage, welcher nutzen entsteht wirklich. Ich bin etwas skeptisch, da die Fragen der Lehrer viel banaler sind. Wer noch nie einen Blog aufgesetzt hat und dort selber noch nie geschrieben hat, sollte erstmal damit ganz praktisch anfangen.
Beitrag verlinken am 12.12.2008 geschrieben
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"Ralf Hilgenstock":

Zentral scheint mir dann die Frage, welcher nutzen entsteht wirklich. Ich bin etwas skeptisch, da die Fragen der Lehrer viel banaler sind. Wer noch nie einen Blog aufgesetzt hat und dort selber noch nie geschrieben hat, sollte erstmal damit ganz praktisch anfangen.


Guter Hinweis. Vielleicht sollte man bei den nächsten EduCamps nicht nur Theorie, sondern auch Praxis-Sessions anbieten. Z.B. Bloginstallation, social Bookmarking einrichten, RSS probieren, ...
Beitrag verlinken am 12.12.2008 geschrieben
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Ralf Appelt:

Ralf Hilgenstock:

Zentral scheint mir dann die Frage, welcher nutzen entsteht wirklich. Ich bin etwas skeptisch, da die Fragen der Lehrer viel banaler sind. Wer noch nie einen Blog aufgesetzt hat und dort selber noch nie geschrieben hat, sollte erstmal damit ganz praktisch anfangen.


Guter Hinweis. Vielleicht sollte man bei den nächsten EduCamps nicht nur Theorie, sondern auch Praxis-Sessions anbieten. Z.B. Bloginstallation, social Bookmarking einrichten, RSS probieren, ...


Ich finde das auch eine gute Idee! Vielleicht erreicht man dann auch ein Publikum das sich gerne über Web 2.0 Werkzeuge informieren möchten!
Beitrag wurde am 13.12.2008 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 12.12.2008 geschrieben
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Beim Educamp in Ilmenau hatten wir auch spontane praktische Sessions zu Wordpress (Mo und Christian) - das war super und anschließend hatten einige auf einmal Blogs ;-))

Meine Erfahrung an Schulen und mit Lehrern bestätigt, dass es Sinn macht Theorie und Praxis zu verbinden. Nur durch die praktische Anwendung der Tools kann auch deren Nutzen verstanden werden...

Wenn wir das Educamp öffnen wollen, dann brauchen wir diesen Part! Ich erlebe es tagtäglich, dass Menschen um mich herum zwar theoretisch die Tools verstehen können, jedoch deren Nutzen bezweifeln - weil sie die Tools nicht benutzen...
Beitrag verlinken am 13.12.2008 geschrieben
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"Alexander Rausch":

Beim Educamp in Ilmenau hatten wir auch spontane praktische Sessions zu Wordpress (Mo und Christian) - das war super und anschließend hatten einige auf einmal Blogs ;-))

Absolut richtig! Ohne die beiden hätte ich heute noch keinen Blog und bei twitter wäre ich schon gar nicht! Für mich eine Art wissenschaftlicher Tod!,-((((
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