Hallo in die Runde,
ich würde gerne eine Session anbieten, zu der ich exemplarisch anhand eines konkreten Wettbewerbs (MB21 - Deutscher Multimediapreis für Kinder und Jugendliche) durchspiele, wie und ob (medienpädagogische) Wettbewerbe hilfreich für die konkrete Arbeit vor Ort - schulisch wie ausserschulisch - sein können.
Dabei kann ich aus Veranstaltersicht Einblicke in Wettbewerbsstrukturen, Angebote aber auch Produkte in bisher ausgezeichneter Projekte geben, möchte aber vor allem auch mit Fragestellungen in die Session gehen, die hier gerne ergänzt werden
können:
* Welche Unterstützung und Materialien können wir anbieten, um bei den Schülern/Kindern/Jugendlichen die Produktion eines (Multimedia-)Produkts anzuregen, Wettkampf-Geist zu steigern und Ansporn für qualitative Produktionen zu geben
* Welche Unterstützung brauchen Bildende vor Ort/aus der Ferne, um eine Multimedia-Produktion gemeinsam mit Kindern/Jugendlichen auf den Weg zu bringen?
* Welche Chancen sehen Lehrende an der Teilnahme an Wettbewerben?
Was versprechen Sie sich davon?
* Was verhindert/erschwert ggf. eine Teilnahme?
Disclaimer: Ich arbeite für das Medienkulturzentrum Dresden, wir veranstalten seit 13 Jahren MB21 - den deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Ca. 1400 Kinder und Jugendliche reichen in 4 Alterskategorien und zu 5 Sonderpreisen Multimdedia-Produkte ein. 3 Jurien vergeben dabei Preise im Gesamtwert von über 10.000€. Mehr dazu unter www.mb21.de
Ich würde die Session auch sehr gerne mit anderen Wettbewerben gemeinsam durchführen, würde das Angebot und die Fragestellungen also nicht nur auf MB21 beschränken wollen..
Gruß
Daniel
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Hi Daniel,
vielen Dank für den Vorschlag. Ich finde das Thema spannend und werde mich gerne an der Session beteilgen. Hintergrund ist, dass wir vor kurzem mit Lehrkräften unterschiedlicher Schulen darüber nachgedacht haben, ob noch ein weiterer Wettbewerb bzw. eine Auszeichnung von Schulen überhaupt sinnvoll ist. Wenn ja, wie müsste ein derartiger Preis gestaltet sein???
Die Idee war zunächst, gute Unterrichtsideen, Konzepte und Projekte zu würdigen, die zeigen, wie produktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Leistungsmöglichkeiten der Schüler umgegangen werden kann (Stichwort Heterogenität / individuelle Förderung).
Bei einer solchen Auszeichnung guter Unterrichtspraxis könnte es sich z. B. um einen Publikumspreis handeln, der monatlich von der Lehrer-Community im Internet vergeben wird - nicht etwa von einer hochkarätig besetzten Jury mit vermeintlichen Experten.
Die Einsendungen bzw. Bewerbungen könnten im Web veröffentlicht, diskutiert und wertgeschätzt werden. Die Planungsdokumente, Materialien und Arbeitsblätter wären dort für andere Schulen verfügbar und könnten für eigene Zwecke heruntergeladen und angepasst werden.
Vielleicht könnte man diesen Ansatz ja im Rahmen der o.g. Session berücksichtigen...
Liebe Grüße
Christian
Hallo Christian,
vielen Dank für deinen Beitrag, den ich natürlich sehr gerne in die Session mit aufnehme!
Die Fragestellung ob der Notwendigkeit eines weiteren Wettbewerbs ist eine sehr gute, es gibt nicht gerade wenige und die Frage wird selten vorab gestellt
Dennoch muss sie natürlich nicht zwangsläufig zu einem nein führen, da kommt es sehr auf die Konzeption und die "Nische" an. Ich kann gerne Einblicke in Struktur, Aufwand etc. geben, um eine Entscheidung ggf. nochmals zu erleichtern. Letztlich ist vor allem entscheidend, wieviele tatsächlich durch einen Wettbewerb erreicht werden - und welche Ziele damit verbunden sind.
Wir haben auch einen Sonderpreis Schule mit dem Titel "Schule der Zukunft - Zukunft der Schule?!", zu dem wir uns über Einreichungen von Schülern bis 21 Jahre freuen. Also nochmal ne andere Zielsetzung und -gruppe als bei euch, aber vielleicht auch interesssant. Die letztjährigen Preisträger haben z.B. eine Website programmiert, die automatisiert Informationen von verschiedenen Schul- und Lehrerwebsites zusammen trägt. Damit kann dann jeder Schüler sich seine Fächer per drag&drop zusammen klicken und sieht, was sich daraus für Wochenplan, Abgabetermine, Überschneidungen etc. ergibt.
Als reiner Wettbewerb für Jugendliche bedienen wir aber natürlich nicht die Zielgrupppe der Lehrer, bzw. nur indirekt.
Ich bin gespannt auf unsere Diskussionen!
Gruß
Daniel
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