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Vom Web2.0 zum Web3.0, von Bildung2.0 zu Bildung3.0

Beitrag verlinken am 27.04.2008 geschrieben
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Michael Kratky:

Übrigens verlinke ich das Glossar immer in meinem Blog ;-))

http://kratky.wordpress.com

Sie brauchen sich bezüglich des Blogs keinen Vorwurf zu machen. Ich finde solche Blogs sehr zielführend, weil sie (wie Sensoren) den Kontakt zur Umwelt verfeinern und ausweiten. Aber das verlangt wiederum, dass die zentripetalen Kräfte zum Ausgleich verstärkt werden. Wir bewegen uns in einem permanenten Prozess der Ausdifferenzierung UND Integration. So entstehen komplexe Systeme, die einerseits die Schnittstellen mit der Umwelt ausbauen (Blogs) aber gleichzeitig einen immer stärkeren, verdichteten Integrationskern als Ausgleich benötigen. Diesen Kern bilden zum einen Menschen, die die Inhalte verinnerlicht haben und leben, zum anderen das Angebot an Symbolen und Metaphern an die Umwelt. Insofern läuft es im Augenblick ganz gut! Und Sie müssen mir mal zeigen, wie man einen Blog gestaltet!;-)))
Bezüglich der Anfrage von Renate Gegner: ja, das sind die geeigneten Materialien. Sie sollte auch meinen jüngsten Artikel einbeziehen ("Lernziel Partizipationsfähigkeit..."). Da ich gerade hier bin: gestern habe ich eine Mail erhalten, die mich sehr gefreut hat: bei Münster entwickelt eine Schule ein für sie wichtiges E-Learning-Projekt, das sich voll und ganz auf meine Schriften stützt (auf die Theorie, also nicht wie immer in dem LdL als Technik unter anderen miteinbezogen wird). Sie haben mich auch gebeten, mitzuarbeiten. Hier der entsprechende Artikel:
http://schoolcast.de/default.aspx
Beitrag verlinken am 27.04.2008 geschrieben
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@Michael: ich sehe mit Freude, dass Sie einige zentralen Begriffe des Glossars auf Ihrem Blog diffundieren. Das ist genau richtig.
Etwas, was ich Ihnen gerne noch beschreibe, ist der Unterschied zwischem dem Professor des alten Paradigmas und dem Forscher des neuen Paradigmas:
1. Im alten Paradigma ist der Wissenschaftler ganz auf seine Kollegen fixiert. Nur über die Anerkennung und die Zuneigung der Kollegen kann er "Karriere" machen, also bestimmte formal/institutionelle Positionen erreichen, wie z.B. einen prestigeträchtigeren Ruf (Eichstätt nach Konstanz), oder Vorsitzender eines Fachverbandes. Nur selten erreicht er Anerkennung und Zuneigung über hervorragende Leistungen. Hier ist Gesichtspflege und eine Hand wäscht die andere gefragt. Die Anerkennung der Studenten und die Qualität der Lehre bringt auf diesem Wege kaum etwas. Hier gilt auch "publish or perrish", also der Zwang zum Publizieren, was der Qualität nicht zugute kommt. In dem alten Paradigma ist es wichtiger, auf Kongresse präsent zu sein, als vor Ort (oder im Netz) nachhaltig mit den Studenten zu arbeiten.
2. Im neuen Paradigma braucht der Professor, wenn er Forschungserfolge erzielen will, die Unterstützung seiner Studenten. Er muss viele Studenten und Kollegen mobilisieren, denn seine Aufgabe ist ja die Organisation von kollektivem Denken im Netz. Er muss klare, attraktive Ziele setzen und durch geeignete Führung dafür sorgen, dass neues Wissen konstruiert wird. Hier hilft Gesichtspflege wenig. Im neuen Paradigma muss der Professor präsent sein und dicht am Studenten. Er muss ja seine Leute anwerben und sie solange pflegen, bis das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist.
Beitrag verlinken am 27.04.2008 geschrieben
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Jean-Pol Martin:

@Michael: ich sehe mit Freude, dass Sie einige zentralen Begriffe des Glossars auf Ihrem Blog diffundieren. Das ist genau richtig.
Etwas, was ich Ihnen gerne noch beschreibe, ist der Unterschied zwischem dem Professor des alten Paradigmas und dem Forscher des neuen Paradigmas:
1. Im alten Paradigma ist der Wissenschaftler ganz auf seine Kollegen fixiert. Nur über die Anerkennung und die Zuneigung der Kollegen kann er "Karriere" machen, also bestimmte formal/institutionelle Positionen erreichen, wie z.B. einen prestigeträchtigeren Ruf (Eichstätt nach Konstanz), oder Vorsitzender eines Fachverbandes. Nur selten erreicht er Anerkennung und Zuneigung über hervorragende Leistungen. Hier ist Gesichtspflege und eine Hand wäscht die andere gefragt. Die Anerkennung der Studenten und die Qualität der Lehre bringt auf diesem Wege kaum etwas. Hier gilt auch "publish or perrish", also der Zwang zum Publizieren, was der Qualität nicht zugute kommt. In dem alten Paradigma ist es wichtiger, auf Kongresse präsent zu sein, als vor Ort (oder im Netz) nachhaltig mit den Studenten zu arbeiten.
2. Im neuen Paradigma braucht der Professor, wenn er Forschungserfolge erzielen will, die Unterstützung seiner Studenten. Er muss viele Studenten und Kollegen mobilisieren, denn seine Aufgabe ist ja die Organisation von kollektivem Denken im Netz. Er muss klare, attraktive Ziele setzen und durch geeignete Führung dafür sorgen, dass neues Wissen konstruiert wird. Hier hilft Gesichtspflege wenig. Im neuen Paradigma muss der Professor präsent sein und dicht am Studenten. Er muss ja seine Leute anwerben und sie solange pflegen, bis das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist.



Das wäre doch gleich wieder ein super Artikel für Ihren Blog ;-)) Ich glaube auch, dass man sich diesen Clask (alter - neuer Professor) ganz deutlich vor Augen führen muss.
Beitrag verlinken am 28.04.2008 geschrieben
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Den letzten Satz müssten Sie vielleicht doch löschen lassen ("üble Nachrede" usw.). Können Sie das selbst tun? Vielleicht müssen Sie einen Admin fragen. Das Internet vergisst nichts. Offenheit ist gefragt, aber es gibt tatsächlich Grenzen. Strafbar dürfen wir uns nicht machen.
Schlimm ist es natürlich nicht: das sind die Unschärfen, die entstehen, wenn man viele Aktivitäten entfaltet. So funktioniert nun einmal das neue Paradigma!
Wenn Sie ein bisschen Zeit haben, können Sie mir die Möglichkeiten von Blogs zeigen, insbesondere das Indexieren (oder "Tagen"?). Ich vermute, das das Tagen eine Vorarbeit leistet zu dem bevorstehenden Web 3.0
Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Dranbleiben:
Es ist erstaunlich zu sehen, wie es im Rahmen des Educamps gelungen ist, fast 300 Leute anzulocken, drei Tage lang ein hervorragendes Treffen zu gestalten und unglaubliche Ressourcen zusammenzuführen. Sehr schade ist aber, dass diese Ressourcen ein Tag später alle wieder verschwunden waren, obwohl sie mit etwas Nachaltigkeit den Paradigmenwechsel hätten beschleunigen können. Natürlich müssen alle ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber im Rahmen des Educamps-Projektes lassen sich doch Skills aufbauen, die für Unternehmer attraktiv sind!
Wir (also unsere Gruppe) vermitteln die Fähigkeiten, die notwendig sind, um Studenten anzuleiten, längerfristige, gemeinsame, virtuelle Projekte durchzuführen. Das ist doch was, oder?
Da die Educamp-Plattform wie ein verlassener Palast leer steht, werde ich ihn vorläufig "squatten" in dem Sinne, dass ich meine Studenten bitten werde, sich hier einzurichten.
Bisher habe ich einen Kommunikationsraum erlebt, der intensive, nachhaltige Arbeit ermöglicht, das ist die Wikipedia. Dort habe ich beispielsweise http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:GS kennengelernt, der zu den (auch wissenschaftlich) fähigsten Menschen gehört, den ich jemals getroffen habe. Ich habe ihn zwar nie gesehen, aber er hat mich wissenschaftlich enorm vorangebracht. Ich suche mir Plattformen aus, die sehr offen sind und viel Publikumsverkehr erleben. Nur so kann man "vagabundierende Ressourcen" als Mitarbeiter anlocken.
Eine andere Plattform, in die ich Hoffnungen gesteckt hatte, war Wikiasearch. Bisher hat sie sich als Flop erwiesen, aber man weiß nie, vielleicht emergiert sie plötzlich und wird zu einem hit (Chaostheorie):
http://alpha.search.wikia.com/profile/profile.html?vuid=339171
Und jetzt arbeite ich seit einem halben Jahr auf der Educamp Plattform. Es gibt bequemerer Tools, aber wo finden ich soviele hochqualifizierte Leute? Im Augenblick sind sie alle weg, aber die kommen bestimmt einmal wieder (auch hier: Chaostheorie). Ich habe Zeit, ich kann warten!;-)))
Übrigens: dass Dranbleiben sich lohnt, sieht man daran, dass Lutz Berger das kleine Youtube-Video, das er mit mir in Ilmenau gedreht hat, optimiert hat. Das ist zwar nicht spektakulär, zeigt aber, dass es sich lohnt, länger an einer Sache zu bleiben (ein paar Jahrzehnte muss es schon sein, wenn man etwas "Großes" realisieren will)!
Hier das optimierte Video (Danke Lutz, bei der Gelegenheit):
http://de.youtube.com/watch?v=SunpdbwV3HA
Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Nachhaltigkeit und Geduld (noch einmal):
Den ersten Artikel, in dem ich ausführlich und präzise beschreibe, wie das Internet zum Gehirn wird, mit Menschen als Neuronen, habe ich 1997 (also vor 11 Jahren) verfasst. Hier ist er:
http://www.ldl.de/material/aufsatz/homepage.pdf
Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Innovationen in Ketten:
Man soll sich nicht wundern, wenn mir gerade soviel einfällt. Wenn man sich in einem neuen Paradigma bewegt (das war auch in der Renaissance so) eröffnen sich ununterbrochen neue Möglichkeiten (Innovationen in Ketten).

1. Weltverbesserungsprojekt Nr.1: System des geldlosen, lokalen Austauschs (Eichstätter Studenten):
http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Nilrem/tauschdichgl%C3%BCcklich
2. Weltverbesserungsprojekt Nr 2: Äthiopische Studenten mit Computern ausstatten.
Das wiki muss ich noch einrichten. Mir schwebt vor, Gelder zu sammeln, damit ich meine künftigen Afrikanischen Studenten mit Computern ausstatten kann. Sinnvoll wäre natürlich, wenn die Ilmenauer bereit wären, mit den Afrikanern gemeinsame Projekte durchzuführen. Das würde ich dann koordinieren.
Hier der Link auf die dortige Uni:
http://www.tamted.50megs.com/

Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Zu den äthiopischen Studenten: Die Idee, Geld für Computer einzuwerben, ist sehr gut. Allerdings ist oft das Problem, dass man Computer in Schulen stellt, aber keine Kompetenz vor Ort ist, die den Schülern zeigt, wei man mit den Dingern vernünftig und zielorientiert umgeht. Ich kenne natürlich nicht die Situation vor Ort, aber man müsste gleichzeitig mit der Anschaffung der Computer sicherstellen, dass der Einsatz der Computer auch gefördert und begleitet wird. Habt ihr da schon was angedacht?
Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Christian Spannagel:

Zu den äthiopischen Studenten: Die Idee, Geld für Computer einzuwerben, ist sehr gut. Allerdings ist oft das Problem, dass man Computer in Schulen stellt, aber keine Kompetenz vor Ort ist, die den Schülern zeigt, wei man mit den Dingern vernünftig und zielorientiert umgeht. Ich kenne natürlich nicht die Situation vor Ort, aber man müsste gleichzeitig mit der Anschaffung der Computer sicherstellen, dass der Einsatz der Computer auch gefördert und begleitet wird. Habt ihr da schon was angedacht?

Allerdings!;-)))
Es ist geplant, dass ich dort eine Gastprofessur bekomme, um die Studenten (60 000) mit entsprechenden Skills auszustatten. Die Idee mit den Computern kam mir vor einigen Monaten,da ich ein Abschiedsfest in Eichstätt organisiere (Ruhestand) und die Gäste bitte, mir eine Spende für Afrikanische Studenten zu schenken, da ich bereits Gespräche mit dem Rektor der Adama-Universität führe. Insofern ist alles bereits im Vorfeld angelaufen. Nun möchte ich natürlich nicht nach Äthiopien mit leeren Händen kommen und suche bereits jetzt nach Partnern. Ilmenau scheint mir gut zu sein, weil die Adama-Universität eine Technische Hochschule ist und für mein Angebot in Adama (Schlüsselqualifiationen) besonders geeignet ist. Aber ich bin nicht festgelegt: Aachen oder Ludwigsburg wären auch OK. oder vielleicht sogar alle drei Unis.
Die ganze Sache ist also - wenn man so will - von langer Hand geplant.
Beitrag verlinken am 29.04.2008 geschrieben
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Ja, die Ruhe ist auffallend hier! Von daher wird ein Treffen in Ludwigsburg sehr wichtig sein. Wir können die Dynamik hier auswerten und entspechende Lösungsstrategien entwerfen... weltweit, auch für Afrika!
Es wäre schön, wenn wir es technisch so umsetzen könnten, dass ein Überblick bestehen bleibt - stellt euch vor alle 300 educamper würden sich beteiligen - wer kann dann noch durchsteigen?
Ich merke das, wenn ich wie am WE mal nicht da bin...
Also:
1. wir brauchen Einfachheit in der Kommunikation
2. ... in der Strukturierung des Wissens (+Infos)
3. ... in der Transparenz der Diskussionen
4. ... in der Motivation der educamper (also gleiche Situation wie im first life!)

Sonst läuft es doch... vielleicht wird das erst wieder in ein paar Wochen sichtbar ;-))
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