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Wie viel Lernen 2.0 können Studenten vertragen?

Beitrag verlinken am 13.02.2009 geschrieben
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- oder warum die vorhandenen Services das Lernen für viele Studenten zur Qual machen.

2 Gedanken dazu:

Viele Universitätswebseiten bieten ein einziges Informationschaos. Jeder Fachbereich hat seine eigene so genannte "Lernplattform", es gibt keine einheitlichen Dokumentenserver, man muss sich etliche Passwörter merken, PDF Dateien sind Passwort geschützt, lassen sich so aber nicht direkt kommentieren, die Informationssuche ist umständlich bis unmöglich umgesetzt, mehrere Informationsquelle, viele ohne RSS-Feed umgesetzt - meines Erachtens eine wichtige Baustelle, wenn man "Lernen im Internet" anbietet. Die Veröffentlichung von Informationen sollte auch benutzerfreundlich umgesetzt werden.

Viele Erstsemestler kommen an die Uni, kennen aber meistens nur ICQ und StudiVZ. D.h. so wundervolle Sachen wie Dropbox, Wikis oder Videokonferenzen per Skype sind Fremdwörter. Das diese Dienste einem das Leben einfacher machen, muss man ihnen quasi erst erklären und sie für dieses ganze Thema sensibilisieren.

Was ich damit sagen möchte, man muss nicht nur über den Einsatz neuer Dienste reden, sondern auch Veränderung der vorhandenen und Überlegungen dazu anstellen, wie man die Studenten dazu bringt, diese Dienste zu nutzen.

Was wir brauchen sind 1. Einführungen in diese praktischen Dienste, z.B. "Wie kann Teamarbeit gelingen und welche Software kann mich dabei unterstützen?" und 2. müssen diese Dienste gebündelt werden und zentral zugänglich sein.
Beitrag verlinken am 14.02.2009 geschrieben
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Das sehe ich auch so: Die Zielsetzung einer zentrale Koordination der e-Learning-Dienste sollte heute integraler Bestandteil der Hochschulpolitik sein. Dass effizient strukturierte e-Learning-Angebote schlussendlich nicht nur eine Innen- (Verbesserung der Qualität der Lehre), sondern auch Außenwirkung haben, hat bereits bei verschiedenen Universitäten gezeigt - die Universität des Saarlandes oder die FU Berlin seien hier als Beispiele genannt.

Solange e-Learning nicht gebündelt oder zumindest zentral organisiert ist, besteht leider immer die Gefahr, dass die Frustration der Lernenden über die lange Suche nach den Materialen/die mangelnde Benutzerfreundlichkeit/die fehlende Übersichlichtkeit etc. die positiven Effekte des e-Learnings nicht nur aufhebt, sondern im Extremfall sogar insgesamt abschreckend wirken.

Insofern kann ich die genannten Denkanstöße voll unterstützen, würde allerdings bei Punkt 1 für die Diskussion über diese Einführung - unabhängig von deren konkreter Umsetzung - noch folgende Prämissen setzen:

a) Die Einführung - wie auch immer sie im einzelnen geartet sein mag - muss überwiegend praktisch, also in Eigenarbeit, ablaufen. Eventuell ist es hier in manchen Fällen sogar sinnvoll, die Lernenden nach dem Trial-and-Error-Prinzip zunächst ins kalte Wasser zu werfen, sie also das Angebot ohne Anleitung im Alleingang explorieren zu lassen. (Der Erfolg dieser Methode ist selbstverständlich nicht zuletzt von der Qualität des Angebots abhängig. Doch letzten Endes sollte ja genau dies das Endziel bei der Gestaltung von e-Learning-Angeboten sein: Die Schaffung eines selbsterklärenden, intuitiv nutzbaren Systems.) Denn letzten Endes kann man noch so viel über das Potenzial der Angebote erzählen - glauben werden es die Nutzer/Lernenden erst, wenn sie selbst mit dem System gearbeitet UND selbst Vorteile erkannt haben - ein Prozess, für den oftmal mehr Geduld vorhanden ist, als meiner Erfahrung nach manche Studenten zu haben bereit sind.
Aber die Frage nach der "Vermittlung" dieser notwendigen Geduld würde sicher eine eigenen Diskussion rechtfertigen.

b) Es muss von Beginn an klar kommuniziert werden, dass e-Learning mehr (Chancen) bietet, als einfach nur die Möglichkeit, Vorlesungsfolie u.ä. herunterzuladen. Denn da i.d.R. e-Learning an Schulen kaum bis gar nicht zum Einsatz kommt, weiß die Mehrzahl der Studenten mit diesem eher abstrakten Begriff nichts anzufangen. Und um die verschiedenen Möglichkeiten von e-Learning-Angeboten selbst explorieren zu können, müssen die Lernenden zunächst einmal überhaupt von deren Existenz (und damit verbundenen Möglichkeiten) wissen.
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