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Forschendes Lernen

Forschendes Lernen

Session D1 & D2: Forschendes Lernen (Philipp Stalder & Joachim Wedekind), 13.00-14.30:

Forschendes Lernen (FL) bzw. der Vermittlungsprozess desselben besteht laut Philipp Stalder aus den Schnittmengen von überfachlichen Kompetenzen, Studium (Lehre) und Forschung.

These: Überfachliche Kompetenzen werden nicht oder wenn dann nur vereinzelt bzw. isoliert gelehrt oder gefördert. Es wird allgemein erwartet, dass die Studierenden alles bereits schon mitbringen.

Diskussion:
  • Grundsätzlich wird es von der Runde als wichtig erachtet, Forschendes Lernen zu fördern und in das Curriculum zu integrieren. Die Vorteile von FL für die Ausbildung der Studierenden sind deutlich: Selbständiges Denken, hohe Motivation etc. pp. Dies kann erreicht werden durch die Vermittlung der Erkenntnis, weshalb Inhalte gelernt werden sollen. Es reicht schon, durch einfache Fragestellungen das Interesse zu wecken – damit man weiss, wofür man das macht.
  • Das FL-Konzept ist nicht neu: Schon in den 1970er und 1980er Jahren wurde es progapiert. Heute besteht der Unterschied zu damals darin, dass FL als ein Konzept unter Vielen angesehen wird, damals wurde es als Globalkonzept für Bildung überhaupt angesehen.
  • Probleme/Schwierigkeiten/Erkenntnisse: Dort wo FL möglich sein soll, braucht es intensiven Betreuungsaufwand, Ressourcen und Engagement der Dozierenden. Der „omnipotente Dozierende“ (hat immer Zeit auch für individuelle Betreuung, ist didaktisch, pädagogisch, technisch, wissenschaftlich, forschungstrategig top) ist in der Regel Wunschdenken.
  • Lösungen/Möglichkeiten/Chancen: Studierendenseitig: FL ist nur in kleinen Studierendengruppen möglich. Wichtig ist, dass alle Inhalte auf fachliche Problemstellungen hin konzipiert (Fallbasiertes Lernen) und damit nahe ans Curriculum angebunden sind. Es braucht zudem Betreuungsschlüssel, Geld und Zeit. Die Dozierenden müssen selbst betreut werden, sie müssen zusammenarbeiten. Es braucht übergeordnete Instanzen, die Dozierendne zusammenbringen und Kompetenzen vermitteln. Es braucht Änderngen in der Organisationsentwicklung und Organisationskultur. Das Selbstverständnis der Dozierenden muss erweitert werden.
  • Forschung und Lehre 2.0: Wie kann ich vermitteln, welche Rolle Neue Medien in der Forschung haben können? NM sind eigentlich total integriert in die tägliche Arbeit. Zwei Pole der Relvanz digitaler Medien: einerseits E-Learning, andererseits alltägliche Integration von IT in die Forschungsarbeit. ICT und Forschung: Wenig reflektiert, aber stark praktiziert. ICT und Lehre: Stark reflektiert, wenig praktiziert.
  • Grundfrage: Sollen die Dozierenden zu Multi-Spezialisten ausgebildet werden oder sollen bestimmte Wissensbereiche ausgegliedert und anderweitig delegiert werden? Zielt wieder auf das Rollenverständnis von Dozierenden: Grundsätzlich ist die Meinung im Plenum spürbar, dass Dozierenden sämtliche Kompetenzen in sich vereinen, sie können jedoch nicht verantwortlich gemacht werden für die Grundausbildung der Studierenden z. B. bei überfachlichen Kompetenzen – das müssen sie voraussetzen können.
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Letzte Änderung von Stefan Andreas Keller am 13.09.2010 um 17:26

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